Petronas-Yamaha tüftelt an Neuerungen: Elektronischer Gasgriff und neues Benzin

Valentino Rossi fuhr kürzlich erstmals mit einem elektronischen Gasgriff - Franco Morbidelli verrät, dass Petronas an neuer Spritspezifikation forscht

Petronas-Yamaha tüftelt an Neuerungen: Elektronischer Gasgriff und neues Benzin

Ergebnisbezogen verläuft die MotoGP-Saison 2021 für Petronas-Yamaha bislang enttäuschend. Valentino Rossi, der im Winter zum Team gestoßen ist, hat es bei neun Rennen mit der türkisfarbenen M1 auf eine einzige Top-10-Platzierung (P10 in Mugello) gebracht. Teamkollege Franco Morbidelli, der sich im dritten Jahr bei Petronas-Yamaha befindet, hat 2021 bislang einen Podestplatz eingefahren, ist momentan aber außer Gefecht gesetzt.

In der Gesamtwertung liegt Morbidelli nach insgesamt drei Top-10-Ergebnissen, aber auch vier Zielankünften außerhalb der Punkteränge sowie einem verpassten Rennen, derzeit auf Rang 13. Rossi, der zweimal außerhalb der Punkteränge ins Ziel kam und zudem dreimal ausgefallen ist, rangiert gar nur auf Tabellenplatz 19.

Ungeachtet der Enttäuschungen wird bei Petronas-Yamaha intensiv an Neuerungen getüftelt. So verwendete Rossi kürzlich beim Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring erstmals im Rahmen eines Rennwochenendes einen elektronischen Gasgriff.

Rossi fährt neuen Gasgriff, weiß aber nicht, warum

"Zum ersten Mal ausprobiert haben wir den elektronischen Gasgriff beim Test am Montag nach dem Barcelona-Rennen", verrät Rossi und weiter: "Ziel ist es, damit das gleiche Gefühl zu haben wie mit dem anderen [mechanischen] Gasgriff. Und nachdem ich ihn erstmals am Rennwochenende im Einsatz hatte, muss ich sagen, dass mein Gefühl in der Tat exakt identisch ist."

"Ich vermute, dass es wohl mit einer Reduzierung des Gewichts zusammenhängt." - Valentino Rossi über den elektronischen Gasgriff

Auf Nachfrage, warum man an seiner Yamaha von einem mechanischen auf einen elektronischen Gasgriff umgestiegen ist, antwortet Rossi: "Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau. Ich vermute, dass es wohl mit einer Reduzierung des Gewichts zusammenhängt. Das Gefühl jedenfalls ist genau das gleiche wie mit dem anderen."

Morbidelli weiß, dass Petronas neues Benzin entwickelt

Aber nicht nur im Bereich des Gasgriffs wird bei Petronas-Yamaha nach Verbesserungen gesucht. Rossis Teamkollege Franco Morbidelli verrät, dass auch an einer neuen Benzinformel getüftelt wird. "Ich weiß, dass Petronas sehr intensiv auf diesem Gebiet arbeitet. Sie verfügen über riesiges Knowhow, unter anderem aus der Formel 1", spricht Morbidelli auf die enge Zusammenarbeit zwischen Petronas und Mercedes, dem Formel-1-Weltmeisterteam der vergangenen sieben Jahre, an.

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli verrät, dass Petronas an einer neuen Benzinformel tüftelt

Foto: Motorsport Images

"Details zur Spezifikation kann ich aber nicht verraten", so der Petronas-Yamaha-Pilot. Und auch mit einer Auskunft dazu, ab wann im MotoGP-Team ein neues Benzin eingesetzt werden soll, hält sich Morbidelli noch zurück: "Ich kann nur sagen, dass wir den [neuen] Sprit momentan noch nicht verwenden. Ich weiß aber, dass in dieser Hinsicht große Anstrengungen unternommen werden."

Morbidelli selber ist momentan ohnehin außer Gefecht gesetzt. Aufgrund seiner Knieoperation von Ende Juni hat er bereits das letzte Rennen vor der Sommerpause (Assen) verpasst. Und er wird noch drei weitere Rennen (Spielberg 1, Spielberg 2 und Silverstone) verpassen, bevor er im September im Motorland Aragon sein Comeback geben soll.

Nachdem in Assen Garrett Gerloff für Morbidelli eingesprungen ist, kommt bei den drei August-Rennen Yamahas offizieller Test- und Ersatzfahrer Cal Crutchlow als Morbidelli-Ersatz zum Zug.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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