Petrucci schwärmt von erstem Dakar-Test: "Jeder sollte mal in Dünen fahren"

Einen Test hat Danilo Petrucci bereits in der Wüste Dubais absolviert - Der Dakar-Neuling ist von diesem Abenteuer begeistert - "Es ist eine ganz andere Welt"

Petrucci schwärmt von erstem Dakar-Test: "Jeder sollte mal in Dünen fahren"

Nachdem Danilo Petrucci sein letztes MotoGP-Rennen in Valencia beendet hatte und der Italiener zu seiner Tech-3-Box fuhr, stand dort das Dakar-Motorrad von KTM. Im Januar wird Petrucci erstmals diesen Marathonklassiker in Saudi-Arabien in Angriff nehmen.

In den vergangenen Wochen hat sich der 31-Jährige schon auf sein neues Abenteuer vorbereitet. Zunächst gab es in Spanien einen Theoriekurs bei Ex-Rennfahrer und KTM-Teammanager Jordi Viladoms. Anschließend stand für "Petrux" der erste Test in der Wüste auf dem Programm.

Zwischen den MotoGP-Rennen Misano 2 und Portimao war der Italiener mit den übrigen KTM-Fahrern rund um Matthias Walkner und Toby Price in Dubai. "Ich kann das nur jedem empfehlen, der Motorrad fährt, dass er in die Dünen gehen soll", lacht Petrucci.

"In der Wüste kann man hinfahren wo auch immer man will. An einem Tag war ich um sieben Uhr morgens alleine in der Wüste. Ich habe nichts gehört und rund um mich waren nur Dünen. Ich habe mich gefragt, wo mich mein Leben hingebracht hat. Das war ein unglaubliches Gefühl!"

Die Rallye Dakar startet am 1. Januar in Ha'il und geht am 14. Januar in Dschidda zu Ende. "Die Herangehensweise an dieses Rennen ist ganz anders", glaubt Petrucci. "Die Fahrer halten zusammen, denn man teilt dieses große Abenteuer. Das ist ganz anders als in der MotoGP."

 

"Beim Abendessen werden Erfahrungen geteilt. Alle sind sehr nett zu mir. Ich habe viele Fragen gestellt, aber auch sie wollten viel über MotoGP-Bikes wissen. Ich habe sie gefragt, wie ich über eine Düne fahren muss, weil ich noch nie eine gesehen habe. Es ist eine ganz andere Welt."

"Der Unterschied zur MotoGP ist, dass wir das Motorrad von morgens bis abends gefahren sind. Wenn wir zu einer Teststrecke fahren, die 100 Kilometer entfernt ist, dann fahren wir mit dem Motorrad dorthin. Jeden Tag haben wir das Hotel um fünf, sechs Uhr morgens verlassen."

An ein konkretes Ergebnis denkt Petrucci für seine erste Dakar nicht. Sein vorrangiges Ziel lautet, die Distanz von rund 8.000 Kilometern zu schaffen. "Ich muss noch sehr viel lernen", ist er sich bewusst. "Die Navigation ist noch schwierig zu verstehen. Ich muss noch viel üben."

Nach seinem 169. und letzten Grand Prix gönnt er sich in Italien eine Erholungsphase, bevor das Abenteuer Dakar beginnt: "Ich werde zunächst eine kleine Pause einlegen und Zeit mit meinen Freunden verbringen. Ende des Monats gibt es wieder einen Test in Dubai. Ich glaube, ich werde dort zwei bis drei Wochen bleiben. Weihnachten werde ich daheim verbringen. Am Tag nach Weihnachten geht es dann nach Saudi-Arabien."

Mit Bildmaterial von KTM.

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