Petrucci über die Suzuki: "Würde dieses Bike kaufen, wenn ich das Geld hätte"

Danilo Petrucci hat bei seinem MotoGP-Comeback direkt wieder die Lacher auf seiner Seite - Seinen Rückstand an Tag 1 auf der GSX-RR hätte er größer erwartet

Petrucci über die Suzuki: "Würde dieses Bike kaufen, wenn ich das Geld hätte"
Audio-Player laden

Danilo Petrucci ist zurück im MotoGP-Fahrerlager und man spürt es sofort. In seiner Medienrunde nach dem Trainingstag zum Grand Prix von Thailand 2022 in Buriram sorgt "Petrux" sofort wieder für Lacher.

Petrucci sitzt an diesem Wochenende als Ersatzfahrer für den verletzten Suzuki-Stammfahrer Joan Mir auf dessen GSX-RR. Ein MotoGP-Bike hatte der Italiener zuletzt im November 2021 in Valencia pilotiert. Es war Petruccis Abschiedsrennen bei Tech-3-KTM und damals als das Ende seiner Karriere in der Motorrad-WM gedacht.

Aufgrund der noch nicht verheilten Knöchelverletzung bei Mir, die vom Spielberg-Highsider stammt, wurde Petrucci nun aber kurzerhand nach Thailand zitiert, was mit reichlich Abenteuer verbunden war.

Im ersten Freien Training (FT1) am Freitag in Buriram belegte Petrucci ohne jede Erfahrung mit der Suzuki den 22. Platz im 24-köpfigen Feld. Im zweiten Freien Training (FT2) gelang es ihm nicht, seine Rundenzeit zu verbessern und er rutschte im kombinierten Ergebnis der beiden Freitagstrainings auf den 24. Platz ab.

Rückstand kleiner als erwartet

"Ich habe mehr oder weniger auf der Position abgeschlossen, auf der ich mich im vergangenen Jahr verabschiedet hatte", grinst Petrucci. Dennoch zeigt er sich überrascht, wie schnell er war: "Ich hielt mich für langsamer als ich tatsächlich war. Als ich heute Morgen sah, dass es nicht regnet, dachte ich mir, sie werden mich im Rennen gar nicht starten lassen. Tatsächlich aber war ich nur zwei Sekunden langsamer als die Spitze."

Danilo Petrucci

Sein MotoGP-Comeback in Thailand kam für Petrucci unererwartet, aber er genießt es

Foto: Motorsport Images

Dafür, dass er seine Vormittagszeit am Nachmittag nicht mehr verbessern konnte, hat Petrucci sofort eine Erklärung. "Bei meiner Zeitattacke habe ich einen Fehler gemacht. Zudem wurden zweimal gelbe Flaggen gezeigt, als ich in einer richtig schnellen Gruppe mitfuhr."

Von der Suzuki GSX-RR schwärmt Petrucci schon jetzt. "Das Motorrad ist einfach unglaublich. Man kann immense Schräglagen fahren und erzielt dadurch hohe Kurvengeschwindigkeiten. Natürlich muss ich das Bike noch kennenlernen. Und das Team muss mich kennenlernen, denn im Vergleich zu anderen Fahrern bin ich schwerer und größer. Aber ich bin einfach happy. Im Vorfeld spürte ich eine Mischung aus Angst, Aufregung und Spannung."

Petrucci wäre Ende 2021 nicht abgetreten, wenn ...

Petrucci gibt sofort zu: Hätte er die Suzuki schon in der Saison 2021 pilotiert, dann hätte er seine MotoGP-Karriere damals nicht beendet. "Wenn ich dieses Motorrad schon im vergangenen Jahr hätte fahren dürfen, dann hätte ich mich nicht aus der MotoGP-Szene verabschiedet. Das steht fest, denn ich genieße es wirklich, dieses Motorrad zu fahren", so der prominente Suzuki-Ersatzmann.

Und bei dieser Gelegenheit liefert "Petrux" sofort wieder einen seiner knackigen Sprüche, indem er sagt: "Das ist das erste japanische Motorrad, mit dem ich jemals gefahren bin. Ich habe kein Geld, aber wenn ich welches hätte, dann würde ich mir dieses Bike direkt kaufen!"

Danilo Petrucci, Francesco Carchedi

Petrucci im Gespräch mit Joan Mirs Crewchief Francesco Carchedi

Foto: Motorsport Images

Suzuki ist für Petrucci bereits der dritte Hersteller, für den er in diesem Jahr in den Lenker greift. Im Januar hatte er für KTM die berühmte Rallye Dakar bestritten und direkt eine Etappe gewonnen. Abgesehen davon bestritt er für Ducati von Anfang April bis zum vergangenen Wochenende die komplette MotoAmerica-Saison und hat diese als Vizechampion abgeschlossen.

"Bei der Rallye Dakar habe ich mir das Motorrad gekauft, aber das waren damals nur 15.000 Euro. Ich schätze, dieses Motorrad hier kostest wohl ein bisschen mehr. So viel Geld habe ich nicht", grinst Petrucci mit Verweis auf seine eigene Aussage, wonach er sich die Suzuki GSX-RR am liebsten direkt unter den Nagel reißen würde.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
"Schmerzen am ganzen Körper": Cal Crutchlow stürzt zweimal in FT2
Vorheriger Artikel

"Schmerzen am ganzen Körper": Cal Crutchlow stürzt zweimal in FT2

Nächster Artikel

"Auf jeder Runde gepusht": Marquez sieht in Buriram erneute Steigerung

"Auf jeder Runde gepusht": Marquez sieht in Buriram erneute Steigerung