MotoGP
02 Aug.
Event beendet
11 Sept.
Event beendet
18 Sept.
Event beendet
25 Sept.
Event beendet
09 Okt.
Nächstes Event in
9 Tagen
R
Aragon 1
16 Okt.
Nächstes Event in
16 Tagen
R
Aragon 2
23 Okt.
Nächstes Event in
23 Tagen
R
Valencia 1
06 Nov.
Nächstes Event in
37 Tagen
13 Nov.
Nächstes Event in
44 Tagen
20 Nov.
Nächstes Event in
51 Tagen
Details anzeigen:

"Podestplatz ist unser Ziel": Nakagami mit 2019er-Honda in Reihe 1

geteilte inhalte
kommentare
"Podestplatz ist unser Ziel": Nakagami mit 2019er-Honda in Reihe 1
Autor:
Co-Autor: Gerald Dirnbeck

LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami überrascht im Steiermark-Qualifying mit P2 und peilt Top 3 auch im Rennen an - Stefan Bradl rätselt, warum der Japaner so schnell ist

Takaaki Nakagami startet am Sonntag zum ersten Mal in seiner seit 2018 laufenden MotoGP-Karriere aus der ersten Startreihe. Im Qualifying zum Grand Prix der Steiermark 2020 in Spielberg musste sich der Japaner auf seiner 2019er-Honda des LCR-Teams einzig KTM-Werkspilot Pol Espargaro geschlagen geben, der für sich und KTM zum ersten Mal auf die Pole-Position gefahren ist.

"Ich bin natürlich sehr glücklich damit, wie sich das Wochenende bisher anlässt. Wir sind vom ersten Training an vorne dabei. Dass ich um die erste Startreihe mitfahren würde, war dann aber doch eine Überraschung", freut sich Nakagami, der in allen Sessions in die Top 4 gefahren ist. Im FT4, als mit Rennabstimmung gefahren wurde, war er sogar Schnellster.

Fotos: Takaaki Nakagami bei MotoGP Steiermark in Spielberg

"Über den Sieg will ich nicht sprechen. Aber eine Chance auf einen Podestplatz sollten wir absolut haben", sagt der LCR-Honda-Pilot und unterstreicht: "Der erste Podestplatz ist hier unser Ziel. Sollte ich eine Chance auf den Sieg haben, werde ich es natürlich probieren, aber ehrlich gesagt wäre jede Position in den Top 3 in Ordnung."

Stefan Bradl rätselt: Warum ist Nakagami so schnell?

Von derartigen Zielsetzungen kann man im Honda-Werksteam derzeit nur träumen. In Abwesenheit des verletzten Marc Marquez fuhr das Weltmeisterteam der vergangenen Jahre einmal mehr hinterher. Alex Marquez startet am Sonntag von P16, Stefan Bradl von P20. Und dabei haben beide schon eine Startposition kampflos gewonnen, weil Johann Zarco, der direkt hinter Nakagami Drittschnellster war, aus der Boxengasse starten muss.

Stefan Bradl

Nicht nur Stefan Bradl fragt sich, was Nakagami anders macht

Foto: Motorsport Images

Warum ist Nakagami auf der 2019er-Honda so schnell, während sich Bradl, Alex Marquez und auch Cal Crutchlow auf der 2020er-Honda schwer tun? "Das würden wir auch gerne wissen", gesteht Bradl und betont: "Ich kann diese Frage nicht so einfach beantworten. Okay, er ist schon in Jerez ein gutes Rennen gefahren. Er hat seinen Fahrstil deutlich verbessern zu können. Es scheint, dass sein Motorrad etwas einfacher funktioniert."

Nakagami schaut auf Marc Marquez' Vorjahresdaten - mit Erfolg

Nakagami selbst versucht sich in einer Erklärung: "Ich weiß natürlich nicht genau, welche Probleme Cal und die Repsol-Leute mit der Werksmaschine haben. Ich kann nur sagen, dass wir uns bei uns im Team auf uns selber konzentrieren. Dass das 2019er-Bike ein gutes ist, hat Marc voriges Jahr gezeigt. Er fuhr damit auf einem anderen Level und hat mehr als 400 Punkte eingefahren."

Takaaki Nakagami

Den Stil von Marc Marquez nicht kopieren, aber "gewisse Dinge ähnlich machen"

Foto: Motorsport Images

"Das Potenzial ist also ganz klar vorhanden. Und von Marcs Fahrstil, der bekanntermaßen sehr speziell ist, kann ich mir ein paar Dinge abschauen", so Nakagami, um zu präzisieren: "Ich will nicht sagen, dass ich seinen Stil kopiere, aber ich versuche, gewisse Dinge ähnlich zu machen. Und ich muss sagen, das funktioniert seit Jerez 2 ganz gut."

Mit der 2019er-Honda "wirklich zufrieden"

"Wenn ich Zeit habe, schaue ich mir immer die Daten von Marc aus dem vergangenen Jahr an und vergleiche sie mit meinen, um zu sehen, wo die Unterschiede zwischen meinem und seinem Fahrstil liegen. Das hört sich vielleicht simpel an, ist aber nicht einfach umzusetzen", sagt Nakagami und stellt heraus: "Es ist aber momentan die einzige Möglichkeit, schnell zu sein."

Spürt Nakagami jetzt, da Marc Marquez für weitere zwei bis drei Monate ausfallen wird, erhöhten Druck seitens Honda? "Ich habe jetzt nicht direkt mit Marc gesprochen, aber als er sich in Jerez verletzt hat, war es schon so, dass ich etwas mehr Druck von HRC verspürt habe. Ich habe aber keine Werksmaschine zur Verfügung, sondern die 2019er-Maschine. Dieses Bike hat aber wirklich Potenzial. Ich bin mit dem Paket, das wir haben, wirklich zufrieden", so der Japaner.

In der MotoGP-Gesamtwertung 2020 ist Nakagami als aktuell Sechster der mit Abstand bestplatzierte Honda-Fahrer. Und das wird wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben. Alex Marquez liegt auf Tabellenplatz 15, Cal Crutchlow und Stefan Bradl gar nur auf 21 und 23. Marc Marquez steht ohnehin noch monatelang bei null Punkten.

Takaaki Nakagami

Nakagami macht nicht den Eindruck, eine 2020er-Honda überhaupt haben zu wollen

Foto: Motorsport Images

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Kurve 1 in Spielberg laut Petrucci wie ein Casino: Ducati startet weiter hinten

Vorheriger Artikel

Kurve 1 in Spielberg laut Petrucci wie ein Casino: Ducati startet weiter hinten

Nächster Artikel

Zarco "einfach nur glücklich": P3 im Qualifying, Hoffnung auf Regen

Zarco "einfach nur glücklich": P3 im Qualifying, Hoffnung auf Regen
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Spielberg 2
Subevent Q2
Fahrer Stefan Bradl , Takaaki Nakagami
Teams Repsol Honda Team , LCR Honda
Urheber Mario Fritzsche