Podium in Reichweite: Marc Marquez beißt sich an den Ducatis die Zähne aus

Beim MotoGP-Regenrennen in Thailand kratzt Marc Marquez am ersten Podium seit seinem Comeback, findet aber keinen Weg vorbei an den Ducatis

Podium in Reichweite: Marc Marquez beißt sich an den Ducatis die Zähne aus
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Weniger als drei Sekunden fehlten Marc Marquez beim Grand Prix von Thailand in Buriram zum Sieg. Als Fünfter fuhr der Spanier erneut ein solides Ergebnis ein und war bester Honda-Pilot. Ein Podium wäre möglich gewesen, doch Marquez fand in der Schlussphase keinen Weg vorbei an den Ducatis von Johann Zarco und Francesco Bagnaia.

"Ich fuhr wie in Motegi ein solides Rennen. Zu Beginn ging ich es ruhig an, fand Schritt für Schritt meinen Rhythmus und wärmte die Reifen richtig auf", berichtet Marquez und grübelt: "Vielleicht hätte ich in den ersten fünf Runden mehr riskieren können."

"Ich wurde immer schneller, doch hinter den Ducatis ist es problematisch", stellt Marquez fest. "Man muss deutlich schneller sein, weil sie so spät bremsen können und eine beeindruckende Beschleunigung haben. Als ich 'Pecco' eingeholt hatte, fand ich keine Stelle, um ihn zu überholen. Ich war nur ein bisschen schneller als er und das war nicht genug."

Marc Marquez zeigt Verständnis für Johann Zarcos Strategie

Da Marquez nicht an Bagnaia vorbeikam, verlor er eine weitere Position an Zarco. Der Franzose agierte in der Schlussphase als Puffer für Bagnaia. "Zarco holte uns sehr schnell ein. Er überholte mich und blieb dann hinter 'Pecco'. Das ist normal", kommentiert Marquez die Strategie von Zarco, der Markenkollege Bagnaia nicht gefährden wollte.

Marc Marquez

Marc Marquez kam nicht an Francesco Bagnaia vorbei

Foto: Motorsport Images

"Ducati hat seit 2007 keine Meisterschaft gewonnen. An der Spitze ist es oft ein Ducati-Cup, das müssen sie nutzen. Sie haben das beste Motorrad im Feld. Sie müssen die vielen Fahrer, die sie an der Spitze haben, nutzen, um diese Meisterschaft zu gewinnen", verteidigt Marquez die Strategie von Ducati.

Ist Bagnaia jetzt der WM-Favorit? In der Meisterschaft liegt der Italiener nur noch zwei Punkte hinter Titelverteidiger Fabio Quartararo (Yamaha), der als 17. keine Punkte sammelte. "Ich würde auf 'Peccos' Motorrad setzen", kommentiert Marquez sehr strategisch.

 

"Ducati ist Ducati, wie wir bei vielen Fahrern sehen, die schnell sind. Doch Fabio ist Fabio. Er fährt sehr gut. Regen ist vermutlich seine Schwäche, wie wir sehen konnten. Es wird interessant", freut sich Marquez auf den Ausgang der Meisterschaft.

Positive Signale für 2023: Körperliche Verfassung wird immer besser

Im kommenden Jahr will Marquez dann selbst wieder um die MotoGP-Krone kämpfen. Die ausstehenden Rennen in diesem Jahr sieht er als Vorbereitung an. Körperlich geht es eindeutig bergauf. "Ich bin richtig happy", freut sich Marquez. "Es war das erste Wochenende, an dem ich ab dem FT1 richtig attackiert habe."

Marc Marquez

Marc Marquez hat den Triple-Header nach seinem Comeback gut überstanden

Foto: Motorsport Images

"Die TV-Aufnahmen bestätigen, dass ich aggressiv fuhr, das Motorrad unruhig wurde und einige Wackler hatte. Ich konnte Stürze abfangen", berichtet Marquez, der sich am Sonntagmorgen aber nicht besonders wohl fühlte.

"Mein Arm war ziemlich steif, als ich wach wurde. Im Warm-up fühlte ich mich schrecklich. Dann ließ ich mich vom Clinica Mobile behandeln und konnte das Rennen ordentlich bestreiten. Ich hatte keine Einschränkungen", schildert der Spanier, der sich auf die Pause bis zum Rennen in Australien freut.

Was erwartet Marquez vom vorletzten der vier Überseerennen? "Phillip Island wird ein schwieriger Kurs mit der Honda, weil er unsere Schwächen betont", bemerkt er. "Wichtig für mich ist, dass mir von Aragon zu Thailand ein großer Fortschritt gelang. Das war das Ziel. Ich weiß, dass Honda in Australien vielleicht einige neue Teile bringen wird. Wir arbeiten bereits für 2023."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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