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Pol Espargaro analysiert: Womit Acosta jetzt den Unterschied macht

Pedro Acosta zeigt 2026 nicht nur Speed, sondern auch neue Reife - Pol Espargaro erklärt, warum der KTM-Youngster jetzt gefährlicher ist als je zuvor

Pol Espargaro analysiert: Womit Acosta jetzt den Unterschied macht

Pedro Acosta ist die Speerspitze bei KTM, doch ein Grand-Prix-Sieg fehlt ihm noch

Foto: Getty Getty

In der MotoGP-Saison 2026 stellt Pedro Acosta mit seinen bisherigen Ergebnissen einmal mehr seine Klasse unter Beweis: Als aktueller WM-Dritter liegt der Spanier weit vor seinen KTM-Markenkollegen. Im zweiten Jahr als Werkspilot hat er den nächsten Schritt gemacht und erhält dafür prominentes Lob.

Pol Espargaro, Testfahrer bei KTM und als Experte für DAZN im Einsatz, sieht in Acosta inzwischen einen deutlich gereifteren Fahrer mit Titelpotenzial. Er zeichnet das Bild eines Piloten, der zwar schon im Vorjahr über enorme Geschwindigkeit verfügte, dem jedoch noch ein entscheidender Faktor fehlte.

Acosta habe "die gleiche Geschwindigkeit oder eine sehr ähnliche" gehabt, erklärt Espargaro, "aber ihm fehlte die Reife, die er in dieser Saison hat". Genau diese Entwicklung sei nun klar erkennbar: "Pedro ist in dieser Saison an einem Punkt angekommen, an dem er sich in seiner vollen Entfaltung befindet", analysiert er.

Besonders hebt der Routinier die Rennintelligenz des jungen Spaniers hervor. Acosta habe gelernt, Rennen strategischer anzugehen: "Er weiß, die Tempi zu kontrollieren: wann, wie und in welchem Teil der Strecke er pushen muss."

Ebenso wichtig sei die Fähigkeit zur Selbstdisziplin. Espargaro betont, dass Acosta inzwischen auch Ergebnisse akzeptieren könne, die nicht seinem Anspruch entsprechen.

"Er weiß sich mit Positionen zufriedenzugeben, mit denen er vielleicht nicht glücklich ist, aber er versteht, dass mehr Risiko einen Sturz bedeuten würde - und damit keine Punkte", benennt der KTM-Testfahrer einen Unterschied zu den Vorjahren.

Diese neue Abgeklärtheit ergänze ein ohnehin außergewöhnliches Talent. "Er ist sehr fähig, hat ein unmenschliches, unglaubliches Talent", so Espargaro. Gerade dieses Talent habe ihm früher teilweise noch Probleme bereitet, weil er die Grenzen zu oft ausgereizt habe. Nun jedoch verstehe Acosta das Motorrad "viel besser".

Parallel dazu sieht Espargaro auch Fortschritte auf technischer Seite. KTM habe im Vergleich zur Vorsaison zugelegt: "Wir sind etwas besser als im letzten Jahr, wir haben mehr Geschwindigkeit und kämpfen konstant vor den Ducatis." Ein Blick auf die aktuelle Herstellerwertung unterstreicht diese Einschätzung teilweise.

Nach den ersten Rennen liegt KTM mit 65 Punkten auf Rang drei, nur wenige Zähler hinter Ducati. Allerdings hat sich Aprilia laut Espargaro als neuer Maßstab etabliert.

"Leider hat Aprilia einen großen Schritt gemacht und sich etwas abgesetzt", räumt er ein. Dennoch sieht er Fortschritte: Beim jüngsten Rennen in Austin kam Acosta als Dritter ins Ziel, 4,4 Sekunden hinter dem Sieger Marco Bezzecchi, und das auf einer Strecke, die KTM früher deutlich mehr Probleme bereitet habe.

Auch die Teamleistung insgesamt stimmt vorsichtig optimistisch. Trotz der verletzungsbedingten Abwesenheit von Maverick Vinales zeigte Enea Bastianini mit Platz sechs eine starke Vorstellung. Für Espargaro ist das ein klares Signal: Das Motorrad bewege sich wieder auf einem konkurrenzfähigen Niveau.

Mit Blick auf die anstehende Europa-Phase, beginnend mit dem Grand Prix in Jerez, formuliert der Spanier daher eine klare Zielsetzung. Man wolle das aktuelle Leistungsniveau halten oder sogar weiter steigern, "um näher an Aprilia heranzukommen und auf Augenhöhe mit ihnen zu kämpfen", gibt Espargaro vor.

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