Pol Espargaro: Gute Starts sind "Teil der DNA von KTM"
Pol Espargaro erinnert sich an den ersten offiziellen MotoGP-Test der KTM RC16 im November 2016 und welches Detail ihn schon damals verblüffte
Pol Espargaro auf der KTM RC16 von Tech3 in der MotoGP-Saison 2025
Foto: Gold Gold
Die MotoGP-Historie von KTM umfasst mittlerweile neun volle Saisons plus ein Rennen. Seinen Einstand in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft gab der Hersteller aus Österreich im November 2016 beim damaligen Saisonfinale in Valencia.
Testfahrer Mika Kallio war es, der die erste Version der KTM RC16 im Rahmen eines Wildcard-Einsatzes erstmals im Rennen pilotierte. Als Resultat schlug damals ein Ausfall zu Buche, der auf die Elektrik zurückzuführen war.
Zwei Tage nach dem damaligen Valencia-Rennen saß erstmals Pol Espargaro im Sattel der RC16. Der Spanier war beim MotoGP-Einsteiger aus Österreich einer von zwei Stammpiloten in der Debütsaison 2017. Sein Teamkollege war der Brite Bradley Smith. Kallio blieb dem KTM-Programm jahrelang als Test- und Ersatzfahrer erhalten.
Was Espargaro betrifft, so erinnert er sich an den Valencia-Test 2016 noch ganz genau: "Ich weiß noch, wie das Motorrad beim ersten Test in Valencia ein Desaster war. Alles vibrierte. Der Motor war noch nicht der richtige. Aber mein Start war auf Anhieb eine Zehntelsekunde schneller als mit der Yamaha."

Valencia-Test im November 2016: Pol Espargaro erstmals auf der KTM
Foto: Jose Jordan / AFP via Getty Images
Bevor der jüngere der beiden Espargaro-Brüder im Winter 2016/17 bei KTM andockte, hatte er drei MotoGP-Saisons im damaligen Yamaha-Satellitenteam Tech3 absolviert. Die Schlagkraft der KTM RC16 beim Start riss ihn damals regelrecht vom Hocker.
"Es war wie gesagt der erste Start. Ich sagte zu den Jungs in der Box: "Okay, das Motorrad ist Müll, aber der Start ist herausragend. Tauscht einfach alles aus, abgesehen von der Kupplung. Und im Verlauf der Entwicklung des Motorrads wurden dann tatsächlich Motoren und alles verändert. Die Starts aber blieben herausragend."
"Das war vom ersten Tag an so. Ich finde das schon verrückt", staunt Espargaro und kommt zum Schluss, dass die guten Starts der RC16 "ein Teil der DNA von KTM" sind. "Sie sind eine der größten Stärken dieses Motorrads und eine, die nie verändert wurde. Das liegt aber nicht nur an der Kupplung."
Was das weitere, oder das wahre, Geheimnis der seit Jahren starken KTM-Starts ist, das will Espargaro nicht verraten. Kennen tut er es. Schließlich war er im Werksteam des Herstellers aus Mattighofen vier Jahre lang (2017 bis 2020) Stammfahrer.
Nach zwei Jahren im Honda-Werksteam kehrte Espargaro zur Saison 2023 ins KTM-Lager zurück, und zwar ins Tech3-Team. Und in diesem Team kommt er nach wie vor zu Renneinsätzen. In der abgelaufenen MotoGP-Saison 2025 waren es deren fünf als Ersatz für den verletzten Stammpiloten Maverick Vinales.
Zur Stärke der KTM beim Start sagt Espargaro nur noch so viel: "Im zweiten oder dritten Jahr ging es richtig los, dass wir beim Start jede Menge Positionen gewonnen haben. Es macht einfach unheimlich Freude, mit diesem Motorrad einen Start hinzulegen. Das war es schon immer."
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