Pol Espargaro: Hoffe, bald gegen Marc in einem Rennen zu kämpfen

Für Honda-Neuzugang Pol Espargaro beginnt die Saison jetzt erst so richtig, sagt er selbst - Mit Marc Marquez steigt der Druck, aber auch die Chance, von ihm zu lernen

Pol Espargaro: Hoffe, bald gegen Marc in einem Rennen zu kämpfen

"Für mich ist es der Beginn der 'richtigen' Saison", sagt Pol Espargaro über den Grand Prix von Spanien in gut einer Woche und erklärt: "Wir kommen aus Katar, dann Portimao, zwei schwierige Strecken: Eine wegen des Layouts und die andere wegen der Charakteristik, die nicht perfekt für die Honda ist."

Nach einem achten und einem 13. Platz im Wüstenstaat kam Espargaro in Portimao nur wenige Runden weit. Ein Bremsdefekt hinderte ihn an einer Weiterfahrt. Dennoch sieht er im Vergleich zu den ersten zwei Grands Prix Fortschritte.

"Vor allem in meinem Selbstvertrauen", sagt der Spanier. "Das scheint etwas widersprüchlich, denn Stürze machen dich zunächst misstrauisch und erzeugen ein unangenehmes Gefühl, als wäre man mit dem Bike nicht verbunden. Aber aus einer etwas distanzierteren Perspektive betrachtet, zeigen dir diese Stürze die Grenzen des Motorrads."

Warum Pol Espargaro von Jerez viel erwartet

"Jedes Mal, wenn ich das Tempo erhöhe, bin ich auf eine Runde gesehen immer konkurrenzfähiger. Und das, obwohl ich, immer noch nicht in der Lage bin, eine ganze Runde ohne Fehler zu fahren. Ich habe aber das Gefühl, dass der Speed da ist."

Mit Blick auf Jerez hofft Espargaro, dass sich das auch im Ergebnis widerspiegeln wird: "Wir kommen nach Jerez zu einer Zeit, in der ich bereits Erfahrung habe und das Motorrad und das Team kenne. Es ist eine Strecke, auf der der Fahrer des Testteams, Stefan Bradl, schon viele Runden gedreht hat", erklärt der Spanier.

"Das wird uns die Arbeit sehr erleichtern, wenn wir Probleme haben, da wir wissen, welche Wege wir gehen müssen, ohne großartig Zeit zu verlieren - was an Rennwochenenden sehr wichtig ist. Zweifellos werden wir die Unterstützung der Fans und die vollen Tribünen vermissen. Das ist ein sehr negativer Punkt für uns."

Input von Marc Marquez für Honda sehr wichtig

Denn mit Fans an der Strecke sei es so, als hätte man jemanden extra auf dem Motorrad. "Das werden wir vermissen", sagt Espargaro. Nicht mehr vermissen muss er hingegen Marc Marquez, der sich mit dem Honda-Neuling eine Garage teilt.

Wie bewertet er die Rückkehr des sechsfachen MotoGP-Champions? "Ich denke, es ist für alle positiv, von der technischen Seite her, wegen der Verbesserungen, die er am Motorrad vornimmt. Letztendlich gibt es niemanden, der ein Motorrad besser entwickeln kann als der Fahrer, der am längsten darauf gefahren ist."

"Er kennt die Geschichte des Motorrads, seine Schwächen und Stärken und kann sie verbessern. Marc ist derjenige, der praktisch den gesamten Prozess in den vergangenen Jahren bei Honda durchgeführt hat. Er wird die Probleme, die wir haben, mit viel mehr Leichtigkeit und Flüssigkeit lösen, als ich mit der geringen Erfahrung."

Teaminternes Duell nur eine Frage der Zeit?

Gleichzeitig gibt Espargaro zu: "Es ist klar, dass der Druck etwas größer sein wird, weil er Limits setzen wird, die schwieriger zu erreichen sind, aber letztendlich ist es das, was wir Fahrer wollen: am Limit zu fahren, um uns zu verbessern."

Auf der Strecke ist er seinem Teamkollegen bisher noch nicht direkt begegnet. "Wir sind zwar im Qualifying sehr nah beieinander gestartet, aber es war zu viel Platz. Wir sind sehr wenig zusammen gefahren und ich hoffe, dass wir bald die Chance dazu bekommen, in einem Rennen gegeneinander zu kämpfen. Das wäre mein Traum."

Mit Bildmaterial von Repsol Media.

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