Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Genesis: Warum dem GMR-001 in Imola die Pace fehlen wird

WEC
6h Imola
Genesis: Warum dem GMR-001 in Imola die Pace fehlen wird

Warum Lewis Hamilton bei Ferrari plötzlich wieder konkurrenzfähig ist

Formel 1
Warum Lewis Hamilton bei Ferrari plötzlich wieder konkurrenzfähig ist

24h Nürburgring Qualifiers: Strafe gegen Auto von Max Verstappen

Langstrecke
24h-Qualifiers - Tag 1
24h Nürburgring Qualifiers: Strafe gegen Auto von Max Verstappen

Trainings WEC Imola 2026: Doppeltes BMW-Problem

WEC
6h Imola
Trainings WEC Imola 2026: Doppeltes BMW-Problem

Experte warnt: Formel 1 wird Kimi Antonelli irgendwann mehr zusetzen

Formel 1
Experte warnt: Formel 1 wird Kimi Antonelli irgendwann mehr zusetzen

24h Nürburgring Qualifiers: BMW-Pole - Strafe gegen Verstappen-AMG

Langstrecke
24h-Qualifiers - Tag 1
24h Nürburgring Qualifiers: BMW-Pole - Strafe gegen Verstappen-AMG

Zwischen Wachstum und Identität: MotoGP will keine F1-Kopie werden

MotoGP
Zwischen Wachstum und Identität: MotoGP will keine F1-Kopie werden

Neues DTM-Safety-Car: Was der Cupra Formentor VZ5 mit Abt-Update kann

DTM
Spielberg
Neues DTM-Safety-Car: Was der Cupra Formentor VZ5 mit Abt-Update kann
Historie

Pol Espargaro: Was er bei Honda als Marc Marquez' Teamkollege gelernt hat

Pol Espargaro blickt auf seine zwei Honda-Jahre 2021 und 2022 zurück, als ihm als Teamkollege von Marc Marquez eine "wirklich schräge" Erleuchtung gekommen ist

Pol Espargaro: Was er bei Honda als Marc Marquez' Teamkollege gelernt hat

Pol Espargaro fuhr zwei Jahre lang neben Marc Marquez im Honda-Werksteam

Foto: Pol Pol

Drei unterschiedliche Fabrikate hat Pol Espargaro in seiner Karriere als Vollzeit-MotoGP-Pilot bewegt. Beginnend mit seiner Rookie-Saison in der Königsklasse (2014) fuhr er zunächst drei Jahre lang eine Yamaha M1 im damaligen Satellitenteam Tech3.

Anschließend fuhr Espargaro vier Jahre lang für den damals neuen MotoGP-Hersteller KTM und trieb im Werksteam die Entwicklung der RC16 federführend voran. Im Anschluss daran wechselte er für zwei Jahre ins Honda-Werksteam, um die RC213V zu fahren, mit der Marc Marquez sechsmal MotoGP-Weltmeister geworden ist.

Die Honda-Jahre liefen für Espargaro nicht so wie er sich das ausgemalt hatte. Und so kehrte er nach WM-Platz 12 (in der Saison 2021) und WM-Platz 16 (in der Saison 2022) ins KTM-Lager zurück. Bei Tech3-GasGas allerdings stand sein Jahr 2023 im Zeichen einer monatelangen Verletzung, die letztlich zur Folge hatte, dass der jüngere der beiden Espargaro-Brüder seine Vollzeitkarriere mit der Saison 2023 ausklingen ließ.

Seit Anfang 2024 rückt Pol Espargaro für KTM "nur" noch zu Testfahrten und zu vereinzelten Wildcard-Einsätzen aus. Die Honda-Zeit aber hat ihn geprägt, und das keineswegs aufgrund seiner Ergebnisse, sondern aufgrund einer Erkenntnis.

Marc Marquez, Pol Espargaro

Honda-Präsentation im Frühjahr 2021: Neuzugang Pol Espargaro mit Hoffnung

Foto: Pol Espargaro

Wie kam es im Winter 2020/21 überhaupt dazu, dass er KTM in Richtung Honda verließ? "Nach vier Jahren bei KTM hatte ich damals das Gefühl, dass ich meinen Teil der Arbeit erledigt hatte. Ich hatte dieses Motorrad von Null an die Spitze gebracht. Das war es für mich an der Zeit, es in andere Hände zu geben und mich selber mit neuem Schwung etwas anderem zu widmen", erinnert sich Pol Espargaro im offiziellen MotoGP-Podcast.

"Das war damals für niemanden einfach, aber manchmal braucht es einen solchen Schritt", so Pol Espargaro, um auf seinen damaligen Honda-Teamkollegen Marc Marquez zu sprechen zu kommen: "Gegen Marc hatte ich in meiner ganzen Karriere gekämpft, schon in der 125er-Klasse und in der 250er-Klasse. Als ich dann zu Honda kam, da war das nicht nur ein Wechsel zu Honda, sondern auch ein Wechsel auf den Posten des Teamkollegen von Marc."

"Ich wollte herausfinden, was dieser Kerl verdammt nochmal anstellt, um so schnell sein zu können", so Espargaro über Marquez. "Dass ich ein Motorrad entwickeln kann, das hatte ich, das hatten wir [bei KTM] gezeigt. Von da an ging es für mich [bei Honda] darum, dass ich mir selber beweise, was ich als Fahrer drauf habe auf einem Motorrad, mit dem ein anderer ständig gewinnt."

Marc Marquez, Pol Espargaro

Espargaros größter Honda-Erfolg: P2 hinter Marquez in Misano 2021

Foto: Pol Espargaro

Und was hat Espargaro in den letztlich zwei Jahren als Teamkollege von Marquez gelernt? "Jede Menge!", sagt er und erklärt: "Von außen magst du vielleicht eine Vorstellung davon haben, was er macht, aber wenn du wirklich drinsteckst, ist alles anderes."

"Irgendwie bin ich draufgekommen, dass er Dinge tut, wie ich sie bei KTM getan habe. Als beispielsweise Johann Zarco zu uns ins Team kam, da sagte er so etwas wie: 'Ich verstehe nicht, was dieser Kerl macht.' Und damit meinte er mich. Er wies auf einen bestimmten Bereich des Motorrads hin und sagte, dass dieser Bereich nicht gut sei. Daraufhin sagte ich, dass dieser Bereich in Wahrheit eine der Stärken des Bikes ist."

"So, wie sich das Motorrad verhielt, kam ich damit gut zurecht. Deshalb verstand ich nicht, weshalb [Zarco] einen solchen Kommentar dazu abgegeben hatte", erinnert sich Espargaro und spannt den Bogen zu seiner Honda-Zeit: "Als ich dann zu Honda kam, da war ich sozusagen der Johann. Ich wies darauf hin, dass das Bike in einem bestimmten Bereich richtig schlecht war. In Wahrheit aber war genau dieser Bereich eine der Stärken von Marc."

"Was ich also gelernt habe: Ein guter Fahrer kann sich auf die Probleme eines Motorrads einstellen und kann diese Probleme für sich selber zum Vorteil nutzen. Und wenn dann ein anderer Fahrer von außen kommt, dann sind für diesen Fahrer die Probleme riesig, für den Fahrer, der schon länger dort ist, aber nicht. Das ist wirklich schräg!"
Vorheriger Artikel "Zu viele Fehler": Pedro Acosta bewertet seine Rookie-Saison
Nächster Artikel Espargaro: "Ich hatte weniger Talent als andere MotoGP-Fahrer, aber ..."