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"Priorität Nummer eins": KTM will Tech3 als Partner über 2026 hinaus behalten

Pit Beirer spricht über die Zukunft von KTM und Tech3 - Das Satellitenteam spielt für den Erfolg eine Schlüsselrolle - Günther Steiner war auch schon in Österreich

"Priorität Nummer eins": KTM will Tech3 als Partner über 2026 hinaus behalten

Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Eigentümer Tech3 aufstellen werden

Foto: KTM/Sebas KTM/Sebas

Die Übernahme des MotoGP-Teams Tech3 durch Günther Steiner und ein Konsortium von Investoren ist abgeschlossen. In der Saison 2026 ändert sich zunächst nichts Grundlegendes. Man setzt weiterhin KTM-Motorräder ein. Der Hauptsponsor bleibt Red Bull, und mit Maverick Vinales sowie Enea Bastianini gehen die bisherigen Fahrer in die neue Saison. Sie haben Verträge mit KTM.

Für die Zukunft, also ab 2027, können die neuen Eigentümer das Team nach ihren Vorstellungen neu aufstellen. Das betrifft einerseits neue Sponsoren, die Fahrerfrage, aber auch die Frage nach dem Motorradpartner. Der Vertrag mit KTM läuft Ende 2026 aus.

Theoretisch könnten die neuen Eigentümer auch versuchen, Motorräder von einer anderen Marke zu beziehen. KTM möchte die Zusammenarbeit mit Tech3 über 2026 hinaus fortsetzen und auch künftig vier Motorräder im Feld haben.

"Absolut, das ist Priorität Nummer eins", bekräftigt KTM-Motorsportchef Pit Beirer. "Im Moment ist es so, dass kein einziger Hersteller derzeit einen Vertrag mit der Dorna für die nächste Vertragsperiode hat."

"Genau deshalb macht momentan natürlich auch niemand einen neuen Deal mit einem Satellitenteam, solange diese Vertragssituation nicht geklärt ist." Beirer schätzt, dass der Vertrag mit der Dorna über die Teilnahme von 2027 bis 2031 in den kommenden Wochen unterschrieben wird.

Er geht auch davon aus, dass Tech3 das Partnerteam von KTM bleiben wird: "Die Motivation ist da. Ich habe mit Günther Steiner gesprochen, er war in Österreich, und er möchte bei uns bleiben. Wir wollen auch, dass sie bei uns bleiben, wir arbeiten daran."

"Aber am Ende des Tages ist es natürlich ein freier Markt. Wenn Verträge auslaufen, ist es völlig normal, dass jeder mit jedem spricht. Für die Meisterschaft wäre es, glaube ich, am besten, wenn alles stabil bleibt, so wie es jetzt ist."

"Ich habe auch von der Dorna verstanden, dass es in ihrem größten Interesse liegt, dass kein Hersteller mehr Teams bekommt und am Ende einer nur noch ein Team hat. Ich kann nur sagen: Tech3 ist unser Wunschpartner für die Zukunft. Von Günther habe ich dasselbe Gefühl bekommen."

Gottfried Neumeister, Pit Beirer

KTM-CEO Gottfried Neumeister und Motorsportchef Pit Beirer

Foto: KTM/Sebas Romero

Vier Motorräder im Feld sind für die Wettbewerbsfähigkeit inzwischen entscheidend. An jedem Rennwochenende werden mehr Daten als nur mit zwei Motorrädern gesammelt, um die Set-ups zu optimieren. Auch für die langfristige Weiterentwicklung ist das enorm wichtig.

Deshalb betont Beirer: "Wir wollen zu 100 Prozent ein Satellitenteam haben. Das ist ein wichtiger Teil eines starken und gesunden MotoGP-Projekts. Ich finde, man braucht vier Motorräder, das ist die perfekte Zahl. Man ist einfach stärker, wenn man ein Satellitenteam hat."

Wie der Eigentümerwechsel bei Tech3 bislang verläuft

Bei der großen MotoGP-Präsentation in Kuala Lumpur war Steiner erstmals in seiner neuen Funktion als Tech3-CEO zu sehen. Er trat erstmals mit dem Team-Shirt auf die Bühne und sprach über die neue Saison.

Hinter den Kulissen hat im Winter bereits die Veränderung von Herve Poncharal zu den neuen Eigentümern begonnen. Wie sich der Führungswechsel in der Praxis auswirkt, schildert Teammanager Nicolas Goyon, der schon seit 2003 bei Tech3 arbeitet.

"Dieser Winter war irgendwie merkwürdig, weil der offizielle Führungswechsel ja erst am 31. Dezember vollzogen wurde", schildert Goyon. "Das bedeutet, dass Herve im gesamten Dezember noch das Unternehmen geleitet hat. Er war also noch der Teamchef."

Enea Bastianini, Günther Steiner

Günther Steiner ist in ständigem Austausch mit seinem neuen Team

Foto: KTM

"Aber er konnte keine Entscheidungen mehr treffen. Für ihn war klar: 'Ich bin nicht mehr der Chef, ihr müsst das mit der neuen Leitung klären.' Auf der anderen Seite beim neuen Management ging es erst am 1. Januar offiziell los, also konnten sie vorher ebenfalls noch keine Entscheidungen treffen."

"Daher haben wir diesen Winter im Grunde alles selbst gemanagt, aber wir wissen, wie das geht. Zum Glück mussten wir dieses Jahr keine Farben wechseln, hatten also denselben Sponsor, dieselbe Marke, dieselben Fahrer - das hat vieles vereinfacht."

"Unterm Strich verlief der Übergang also reibungslos, auch wenn wir im Dezember, sagen wir mal, auf uns allein gestellt waren. Seit dem 3. Januar bauen wir nun aktiv die Beziehung zum neuen Management auf."

"Wir stehen im engen Austausch, versuchen zu verstehen, wie sie arbeiten", so Goyon, der aber auch betont: "Auf technischer und sportlicher Seite läuft alles wie immer. Der eigentliche Unterschied durch das neue Management wird sich vermutlich erst im Laufe der Saison zeigen."

"Das wird vor allem Bereiche wie Marketing oder Kommunikation betreffen. Aber technisch gesehen bleibt alles beim Alten. Ich kenne dieses Unternehmen seit 23 Jahren in- und auswendig, weiß genau, wie der Laden funktioniert und wie man ihn führt."

Nicolas Goyon

Nicolas Goyon hat über den Winter die technische Vorbereitung geleitet

Foto: KTM/Sebas Romero

Einen Unterschied gibt es dennoch schon. Das Tech3-Hauptquartier befindet sich in Bormes-les-Mimosas in Südfrankreich. Poncharal war zwischen den Europa-Rennen ständig vor Ort. Auch Goyon wohnt unweit der Teambasis.

"Wenn irgendwo ein Problem aufgetaucht ist, bin ich einfach zu Herve ins Büro gegangen, habe angeklopft, und wir haben das direkt besprochen und gelöst. Jetzt ist die Situation natürlich etwas anders. Alle Fragen, die auftauchen, bespreche ich jetzt direkt mit Günther."

"Wir haben sozusagen täglich ein Briefing, sprechen jeden Punkt durch und treffen gemeinsam Entscheidungen. Es ist also im Grunde so: Statt bei Herve an die Tür zu klopfen, rufe ich jetzt jeden Abend bei Günther an. Genauso führen wir das Team weiter."

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