Privater MotoGP-Test mit Michelin- und Pirelli-Reifen: Drei Hersteller dabei
Aprilia, KTM und Yamaha führen diese Woche den ersten privaten Test der gerade begonnenen Saison durch - Dabei stehen auch die Pirelli-Reifen für 2027 im Fokus
Für Aprilia greift Testfahrer Lorenzo Savadori in den Lenker
Foto: Getty Getty
Von diesem Montag bis Mittwoch stehen auf dem Circuito de Jerez in Spanien drei Tage privater MotoGP-Tests auf dem Programm. Aprilia, KTM und Yamaha nutzen die Gelegenheit, um ihre Maschinen der Saison 2026 zu testen und auch Teile des kommenden 2027er-Materials auszuprobieren.
Nach den offiziellen Vorsaisontests in Sepang (3. bis 5. Februar) und Buriram (21. bis 22. Februar) geht es für die Test- und Entwicklungsteams von drei der fünf MotoGP-Hersteller nur zwei Wochen nach dem Saisonauftakt in Thailand mit der Arbeit weiter.
Aufgrund der Konzessionsregeln werden Aprilia und KTM in Jerez mit ihren Testfahrern antreten. Bei Aprilia übernimmt Lorenzo Savadori die Tests. KTM hat seine Auswahl noch nicht offiziell bekanntgegeben, doch alles deutet darauf hin, dass Pol Espargaro und/oder Dani Pedrosa auf die Strecke gehen werden.
Yamaha, als einziger Hersteller mit vollen Konzessionsvorteilen, könnte jeden seiner Stammpiloten einsetzen, also Fabio Quartararo, Alex Rins sowie die Pramac-Fahrer Jack Miller und Toprak Razgatlioglu. In der Praxis werden jedoch laut Teamlogik die Testfahrer Augusto Fernandez und Andrea Dovizioso in Jerez fahren.
Blick auf die 2027er-Maschinen
Besonders interessant an den drei Testtagen ist, dass den Teams sowohl die Michelin-Reifen von 2026 zur Verfügung stehen als auch die neuen Pirelli-Mischungen, die der Hersteller entwickelt, um das Feld ab 2027 exklusiv auszustatten.
Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass KTM und Yamaha ihre Testzeit in Jerez zwischen der aktuellen Maschine mit Michelin-Reifen und dem 850-ccm-Prototypen für 2027 aufteilen werden. KTM war bereits am 12. Dezember mit der RC16 des Jahres 2027 in Jerez unterwegs, gefahren von Pol Espargaro. Yamaha testete seinen 2027er-Prototypen Mitte Dezember in diskreten privaten Sessions in Iwata.
Aprilia und Ducati warten noch ab
Die einzigen beiden Hersteller, die noch nicht mit ihren 2027er-Bikes gefahren sind, sind die italienischen Marken. Aprilia wird in Jerez das 2026er-Bike weiterentwickeln, das in Thailand glänzte, und hat zusätzlich Pirelli-Reifen, um deren Verhalten zu studieren.
Ob der 2027er-Prototyp erstmals auf die Strecke geht, ist offen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber gering. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Bike, das in Buriram den Auftaktsieg holte.
Ducati hatte ursprünglich einen Jerez-Test geplant, verschiebt diesen aber zugunsten eines privaten Tests in Misano am 13./14. April, direkt nach dem Katar-Grand-Prix, dessen Austragung derzeit noch unsicher ist. Dort wollen die Ingenieure erstmals den 2027er-Prototyp mit Pirelli-Reifen testen, pilotiert von Nicolo Bulega.
Auch Aprilia wird bei den Misano-Tests mit der RS-GP27 fahren, unabhängig davon, ob das Bike diese Woche in Jerez debütiert. So werden bis Mitte April alle fünf MotoGP-Hersteller ihren 850-ccm-Prototyp für die Saison 2027 präsentiert haben.
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