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Problem mit V4-Motor stoppt Yamaha: Technikchef Bartolini nimmt Stellung

Schwere Tage für Yamaha beim Sepang-Test - Fabio Quartararo verletzt - Problem mit neuem V4-Motor stoppt das Testprogramm - Ingenieure auf Ursachenforschung

Problem mit V4-Motor stoppt Yamaha: Technikchef Bartolini nimmt Stellung

Die neue V4-Yamaha blieb am Mittwoch in der Box

Foto: Gold Gold

Yamaha wird beim Vorbereitungstest für die MotoGP-Saison 2026 in Sepang von einer Hiobsbotschaft nach der anderen getroffen. Am Dienstag verletzte sich Fabio Quartararo bei einem Sturz in einer schnellen Kurve. Er zog sich Abschürfungen am linken Arm und einen Fingerbruch an der rechten Hand zu.

Der Franzose trat die Rückreise von Malaysia nach Europa an und flog zunächst nach Spanien, wo für Mittwoch eine Untersuchung in Barcelona vorgesehen war. Der Plan ist, dass er bis zum nächsten Test, der in rund zwei Wochen in Thailand stattfindet, wieder fahren kann.

Nachdem Quartararo am Dienstag gestürzt war, fuhr er noch einmal auf die Strecke. Er rollte jedoch mit einem technischen Problem in Kurve 2 aus. Bereits am Abend begannen die Techniker mit der Untersuchung. Es stellte sich heraus, dass es ein Problem mit dem neuen V4-Motor gab.

Da die Ursache für das Motorproblem nicht eruiert werden konnte, stellte Yamaha den Fahrbetrieb ein. Am Mittwoch blieben Alex Rins, Jack Miller, Toprak Razgatlioglu sowie die beiden Testfahrer Augusto Fernandez und Andrea Dovizioso in der Box. Die Mechaniker gingen zurück ins Hotel.

"Wir haben untersucht, was das Problem war, aber keine eindeutige Ursache gefunden", erläutert Yamaha-Technikdirektor Massimo Bartolini gegenüber MotoGP.com. "Wir haben zwar eine Vermutung, doch was das Problem genau ausgelöst hat, versuchen wir nun herauszufinden."

Massimo Bartolini, Takahiro Sumi

Technikchef Massimo Bartolini nimmt Stellung zur Entscheidung

Foto: Mirco Lazzari gp/Getty Images

In der Yamaha-Zentrale in Japan begannen die Analysen, und auch die Technikabteilung in Italien wurde zu Rate gezogen. Im Laufe des Mittwochs gab es aber keine klare Antwort, weshalb nicht gefahren werden konnte.

"Da die Sicherheit unserer Fahrer und auch der anderen Fahrer oberste Priorität hat, haben wir entschieden, erst vollständig zu verstehen, was passiert ist und was wir tun müssen, um sicher zu sein, bevor wir wieder auf die Strecke gehen", erklärt Bartolini die Entscheidung.

"Deshalb haben wir uns heute dagegen entschieden, zu fahren, setzen die Analysen fort und hoffen, bis heute Abend eine Lösung zu finden, damit wir morgen wieder fahren können." Mittwochabend Malaysia-Zeit gab es noch keine Entscheidung, ob der Test am Donnerstag fortgesetzt wird.

Wie groß ist der Rückschlag für Yamaha?

Abgesehen von diesem Motorproblem fiel das erste Feedback der Fahrer zum neuen V4-Motorrad nicht gerade positiv aus. Das Kurvenverhalten liegt noch deutlich unter dem Niveau des alten Reihenvierzylinders. Auf der Geraden war die V4-Yamaha bislang das langsamste Motorrad.

Am Dienstagnachmittag wurde Miller als schnellster Yamaha-Fahrer mit 335,4 km/h gemessen. Die schnellste KTM und die schnellste Ducati lagen jeweils bei 345,0 km/h, die schnellste Aprilia fuhr 343,9 km/h und die beste Honda kam auf einen Wert von 342,8 km/h.

Für Yamaha wiegt es schwer, einen Testtag und womöglich noch einen weiteren zu verpassen. "Es handelt sich um ein komplett neues Bike", sagt Bartolini. "Wir haben keine Erfahrungswerte, keine Historie, und die Fahrer müssen sich auch erst daran gewöhnen."

Alex Rins

Die Fahrer nennen noch viele Schwächen des neuen V4-Prototypen

Foto: Getty Images AsiaPac

"Für unsere Fahrer, außer Toprak, ist alles anders als bei den vorherigen Bikes. Sie brauchen einfach Zeit. Auch für uns Techniker sind alle Referenzen neu. Wenn wir hier gar nicht fahren, starten wir praktisch bei null, und ja, das ist ein Nachteil. Aber das gehört eben zu diesem Job."

"Diese zwei Tage waren eigentlich dafür vorgesehen, das Gesamtpaket abzustimmen und die Fahrer fahren zu lassen. Das geht jetzt leider nicht. Unterm Strich ist das der kleinere der beiden möglichen Nachteile: Ein großer Teil der Arbeit ist erledigt, und mit dem Rest können wir leben."

"Die Fahrer verstehen das, weil es im Interesse aller ist. Natürlich wäre es besser, keine Probleme zu haben und die gesamte Streckenzeit nutzen zu können. Die Zeit, die wir hatten, haben wir gut genutzt - besonders während des Shakedowns und in diesem Test."

Die beiden Testfahrer und Razgatlioglu testeten an allen drei Shakedown-Tagen. Rins, Quartararo und Miller absolvierten zwei Shakedown-Tage. Dazu waren alle am Mittwoch im Einsatz. Yamaha konnte also insgesamt doch einige Kilometer zurücklegen.

Am 21. und 22. Februar stehen in Buriram (Thailand) noch zwei offizielle Testtage zur Verfügung, ehe dort Ende des Monats der Saisonauftakt folgt.

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