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Q2 das Highlight für Fabio Quartararo: "Natürlich wollen wir mehr, aber ..."

Fabio Quartararo am Sachsenring in den drei wichtigen Sessions in den Top 10, doch mehr ist nicht drin - Was Yamaha bräuchte, aber 2026 nicht mehr bekommen wird

Q2 das Highlight für Fabio Quartararo: "Natürlich wollen wir mehr, aber ..."

Quartararo brillierte am Sachsenring im Q2 und, so gut es ging, auch in den Rennen

Foto: Alexander�Trienitz Alexander�Trienitz

P6 im Qualifying am Samstagvormittag, P9 im Sprint am Samstagnachmittag, P7 im Grand Prix am Sonntag: Fabio Quartararo hat am MotoGP-Wochenende des Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring mal wieder für Yamaha die Kohlen aus dem Feuer geholt.

Dass er bester Yamaha-Fahrer war und damit auch die zweite japanische Marke, nämlich Honda, komplett hinter sich gelassen hat, das ist für Quartararo aber kein Anlass, Luftsprünge zu machen. Der MotoGP-Weltmeister von 2021, für den die laufende Saison die insgesamt achte und letzte auf einer Yamaha ist, wartet in einem Sonntagsrennen schon seit April 2025 (Jerez) auf ein Top-3-Ergebnis, auf einen Sieg sogar schon seit Juni 2022 (Sachsenring).

Am diesjährigen Sachsenring-Wochenende hatte Quartararo vor allem an einer Disziplin Freude, nämlich dem Qualifying. "Ja, das Qualifying hat Spaß gemacht", spricht er auf seine starke Q2-Runde an, die ihm für den Sprint und für den Grand Prix einen Platz in der zweiten Startreihe eingebracht hat.

Im Sprint fiel Quartararo allerdings gleich zu Beginn ein paar Positionen zurück, und zwar von der sechsten auf die neunte. Genau auf dieser neunten Position kam er nach 15 Runden auch ins Ziel. Was war der Grund für den frühen Verlust von drei Positionen?

"Es war ein harter Kampf mit [Jorge] Martin", sagt Quartararo und berichtet: "In Kurve 3 wären wir beinahe kollidiert, in Kurve 5 haben wir uns dann berührt und in Kurve 8 war er sehr optimistisch. Ich beschwere mich aber nicht, das ist Racing. Ich kam aus Kurve 7 extrem schlecht heraus, obwohl der Grip eigentlich gut war. So haben mich Jorge, 'Pecco' [Bagnaia] und Acosta überholt. Von da an fuhr ich das gesamte Rennen auf einer Position."

Im Grand Prix am Sonntag kam Quartararo auf P7 ins Ziel. Realistisch wäre aber auch an diesem Tag der neunte Platz gewesen, wie er erklärt: "Mein Ziel war P9, denn die Pace war exakt die gleiche wie am Vortag. Weil Alex [Marquez] und 'Diggia' gestürzt sind, ist es am Ende P7 geworden, aber ja, das Ziel für den Tag war P9."

Fabio Quartararo

Neue Teile wird es bei Yamaha für Quartararo und Co. 2026 nicht mehr geben

Foto: Getty Images Europe

"Natürlich wollen wir mehr, aber das ist nun mal das Level, das wir haben", sagt Quartararo, der bei Yamaha im weiteren Verlauf der Saison keine Updates mehr erwartet. Auf die entsprechende Nachfrage, ob es in der zweiten Saisonhälfte neue Teile geben werde, reagierte er am Sonntag am Sachsenring mit einem simplen Kopfschütteln.

So muss sich Quartararo damit trösten, dass das Qualifying, in dem er als Fahrer eher noch einen Unterschied bewirken kann als auf einer Renndistanz, mal wieder der Höhepunkt seines Wochenendes war. "Das Qualifying lief hier wirklich gut, ich muss sagen, viel besser als erwartet. Auf die Distanz gesehen war mir klar, dass Martin, 'Pecco' und Acosta eine bessere Pace haben als wir", so der am Saisonende von Yamaha zu Honda wechselnde Ex-Weltmeister.

Das Problem, das Quartararo auf dem Sachsenring auf die Distanz gesehen hatte, beschreibt er so: "Abgesehen vom Qualifying konnte ich es nicht genießen. Insbesondere im zweiten Sektor fuhren mir die anderen davon, weil sie mehr Grip und ein besseres Turning haben. In diesem Bereich müssen wir stärker werden, aber wir können keine Lösung finden."

Mit "die anderen" meint Quartararo im Grunde alle anderen Hersteller außer Honda. Denn die vier Piloten einer Honda RC213V fuhren in Deutschland sowohl im Sprint als auch im Grand Prix hinter ihm. Dass in Reihen der anderen Hersteller allen voran Ducati auf dem Sachsenring besser aufgestellt war als Yamaha, das ist auch Jack Miller aufgefallen.

Fabio Quartararo, Jack Miller

Quartararo und Miller: Beide im Q2, beide mit selbem Problem auf die Distanz

Foto: Alexander Trienitz

Miller, der im Yamaha-Satellitenteam Pramac fährt, hatte den Einzug ins Q2-Segment des Qualifyings - anders als Quartararo - überraschenderweise schon im Training am Freitag geschafft. In diesem klassierte er sich als starker Fünfter. Als er sich tags darauf im Q2 ans Hinterrad der Werks-Ducati von Wochenend-Dominator Marc Marquez klemmte, wurde Miller eines klar.

"Bei jeder Beschleunigung hat er die Kraft besser auf den Boden gekriegt. Ich rede hier nicht von der reinen Motorleistung, sondern von der Traktion. Im ersten Moment, wenn er ans Gas ging, war er immer einen Tick besser als ich. Das reine Kurventempo ist bei uns gar nicht so schlecht und das Bremsen ist sogar richtig gut. Wir müssen einfach noch etwas finden, wenn es darum geht, die Kraft auf den Boden zu bekommen", so die Analyse von Miller.

Allerdings: Genau wie für Quartararo, der nach Saisonende 2026 zu Honda wechselt, sind auch die Tage von Miller auf einer Yamaha M1 gezählt. Für den Australier ist im Pramac-Team für 2027 kein Platz mehr, denn als neuer Teamkollege von Toprak Razgatlioglu kommt Izan Guevara an Bord, der aktuell für das Pramac-Team in der Moto2-WM fährt.

Jack Miller, Fabio Quartararo

Miller und Quartararo: Zwei von drei Piloten, die Yamahas MotoGP-Programm verlassen

Foto: Getty Images Europe

Ebenfalls keine Zukunft bei Yamaha hat Alex Rins. Der aktuelle Teamkollege von Quartararo muss sich genau wie Miller einen neuen Platz suchen und dabei zwangsläufig außerhalb der MotoGP-WM Ausschau halten. Rins spricht bereits mit Teams in der Superbike-WM, unter Dach und Fach ist aber noch nichts.

Unter Dach und Fach ist hingegen, dass das MotoGP-Werksteam von Yamaha in den Jahren 2027 und 2028 mit Jorge Martin und Ai Ogura an den Start gehen wird MotoGP 2027: Wer fährt wo? Alle Wechsel und Verträge im Überblick.

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