Quartararo in Motegi auf P8: "Besser acht Punkte mitnehmen als verlieren"

Fabio Quartararo wird beim Japan-Grand-Prix zwar nur Achter, baut seine WM-Führung aber dennoch aus - Überholen bleibt für ihn auch in Motegi "unmöglich"

Quartararo in Motegi auf P8: "Besser acht Punkte mitnehmen als verlieren"
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Zwar reichte es für Fabio Quartararo beim Grand Prix von Japan nur für Rang acht. Seine WM-Führung konnte der Yamaha-Pilot aber ausbauen. Francesco Bagnaia (Ducati) stürzte auf der Schlussrunde. Aleix Espargaro (Aprilia) kam nach einem technischen Problem noch vor dem Start nicht über Platz 16 hinaus.

"In Anbetracht der Umstände ist es besser acht Punkte mitzunehmen, anstatt acht Punkte zu verlieren. Es ist auf der einen Seite also gut und auf der anderen Seite frustrierend", resümiert Quartararo sein Rennen, in dem er die meiste Zeit an achter Stelle lag.

Dabei wäre mehr möglich gewesen, glaubt der Franzose. "Unser Potenzial war es sicher nicht, mit Jack zu kämpfen. Er war heute auf einem anderen Level", spricht er den überlegenen Rennsieg von Ducati-Pilot Jack Miller an, der vom Start weg allen davon fuhr.

Quartararo: Top-5-Ergebnis war möglich

"Wir hätten mit Marc, mit Miguel kämpfen können", sagt Quartararo. Marquez (Honda) wurde Vierter, Oliveira (KTM) Fünfter. "Aber ich kann einfach nicht überholen."

"Wir stecken hinter den anderen fest, auch weil wir ganz anders fahren als die anderen. In den Sektoren zwei und drei mache ich zwar Zeit gut, verliere dann aber in den Sektoren vier und eins wieder. Das ist wirklich frustrierend, denn ich könnte schneller fahren. Aber es ist nicht möglich", hält der WM-Leader fest.

An einem zu hohen Druck im Vorderreifen, unter dem Quartararo in der Vergangenheit des Öfteren litt, habe es aber nicht gelegen. "Wir haben gelernt, den Druck im Vorderreifen unter Kontrolle zu halten. Dieses Mal gab es damit kein Problem", betont er.

WM-Leader hadert mit Änderung am Bike

"Wir passen den Druck, mit dem wir starten, entsprechend an, je nachdem von welcher Position wir ins Rennen gehen. Wenn wir von vorne starten, ist der Druck an anderer, als wenn wir hinteren vielen anderen Fahrern sind. Dann verwenden wir einen niedrigeren Ausgangsdruck und das hat heute gut funktioniert."

Gleichzeitig gibt der Yamaha-Pilot zu: "Uns sind auch ein paar Fehler unterlaufen. Wir haben vor dem Rennen eine Änderung vorgenommen. Es betraf nicht den Reifen, aber es war etwas, das uns in puncto Pace ein bisschen langsamer gemacht hat."

Welche Änderung das war, verrät Quartararo nicht. Nur so viel: "Wir glaubten wir, dass es keine großen Auswirkungen haben würde. Aber das war dann doch der Fall, und leider auf negative Weise. Es war ein kleiner Fehler unsererseits. Ich denke allerdings, auch bei der Reifenwahl haben wir nicht die richtig entschieden."

Zum Schluss fast von Bagnaia abgeräumt

Der 23-Jährige fuhr hinten die Medium-Mischung, während viele im Feld angesichts der hohen Streckentemperatur auf den harten Hinterreifen setzten. "Aber mit so wenig Trainingszeit im Trockenen hatten wir nur den weichen und den Medium-Reifen probiert, nicht aber den harten. Das war ein Fehler."

Denn in der Schlussphase rückte ihm Bagnaia, der hinten den harten Pneu montiert hatte, gefährlich auf die Pelle. Eine späte Attacke in Kurve 3 der letzten Runde scheiterte jedoch: Bagnaia rutschte beim Versuch, innen hineinzustechen, weg und stürzte.

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia flog mit seiner Ducati auf der Schlussrunde noch ab

Foto: Motorsport Images

Dabei hatte Quartararo Glück, dass ihn Bagnaia nicht mitriss. "Ich habe nicht gesehen, aber gehört, wie er gestürzt ist. Er muss also ziemlich nah gewesen sein", so der Franzose.

"Ich wusste, dass er kommen würde. Aber ich saß hinter Maverick fest. Er hatte zwar eine gute Pace, aber ich hing hinter ihm fest und kam einfach nicht vorbei. Ich habe fast das ganze Rennen hinter Maverick verbracht und konnte noch nicht mal einen Überholversuch starten. Das war nicht gerade spaßig."

Mit Blick auf die WM wirkte sich das Rennen für Quartararo dennoch positiv aus. Weil er vom Fehler Bagnaias und dem Pech von Espargaro profitierte, hat er mehr Vorsprung als vorher. Auf Bagnaia sind es 18, auf Espargaro 25 Zähler bei noch vier Rennen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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