Quartararo mit Platz drei in Spielberg happy: Für die WM "so wichtig"

Yamaha-Pilot Fabio Quartararo wird im ersten Spielberg-Rennen Dritter und baut seinen Vorsprung in der WM aus - "Schöner Kampf" mit Jack Miller

Quartararo mit Platz drei in Spielberg happy: Für die WM "so wichtig"

Ein dritter Platz auf einer von Yamahas "Angststrecken": Damit war Fabio Quartararo am Sonntag in Spielberg mehr als zufrieden. "Ich bin wirklich glücklich mit dem dritten Platz. Es war ein langes Rennen, aber ich versuchte, fokussiert zu bleiben und mein Bestes zu geben", resümiert der Franzose den Steiermark-Grand-Prix.

Er war nach einem Unfall in der dritten Runde zunächst abgebrochen, wenig später dann aber über eine Renndistanz von 27 Runden fortgesetzt worden. Quartararo startete aus der ersten Reihe und ordnete sich zunächst an vierter Stelle ein.

In Runde sechs bremste er sich dann mit einem beherzten Manöver an Ducati-Konkurrent Jack Miller vorbei und behauptete Rang drei bis ins Ziel. Das Podest teilte Quartararo sich mit Premierensieger Jorge Martin (Pramac-Ducati) und Weltmeister Joan Mir (Suzuki), deren Pace er im Rennen nicht mitgehen konnte.

Starker Kampf mit Jack Miller um Platz drei

"Joan ist hier immer super schnell und konnte mit Jorge davonfahren", hält der Yamaha-Pilot fest. "Ich hingegen habe auf dieser Strecke immer ein paar Probleme." Dennoch gelang es ihm, erst Miller und dann auch dessen Ducati-Markenkollegen Johann Zarco aus dem Pramac-Satellitenteam hinter sich zu halten.

"Die Ducatis hinter mir zu haben, sie zu hören, das war nicht einfach. Auch Jack in Kurve 3 zu überholen. Ich habe superhart gebremst, es war ein schöner Kampf", so Quartararo.

 

Dabei bereitete ihm Kurve 3 am Freitag noch Kopfzerbrechen. Immer wieder verbremste sich der Franzose und musste die Strecke verlassen. "Wir haben etwas am Motorrad gefunden, das mir half", erklärt er. "Ich denke, das hat mich auch in die Lage versetzt, heute um das Podest mitzukämpfen. Das Team hat tolle Arbeit geleistet."

Für Spielberg 2 das Podium wieder im Visier

Für die kommende Woche, wenn die MotoGP für ein weiteres Rennen auf dem Red Bull Ring gastiert, habe er "eine klare Vorstellung davon, was wir noch verbessern müssen". Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Hinterreifen, wie Quartararo verrät.

"Im Rennen ist es für uns immer sehr schwierig, den Hinterreifen nicht zu überhitzen. Daran möchte ich arbeiten - mit meinem Fahrstil und am Motorrad. Aber wir waren schon jetzt ziemlich schnell. Gestern bin ich 1:22,9 gefahren und das Gefühl war gut."

"Wir müssen also beim Set-up nichts Verrücktes ausprobieren, sondern nur Feinheiten am Fahrstil ändern. Ich habe im Rennen schon einiges ausprobiert, das gut funktioniert hat." Damit hofft er, nächste Woche wieder ums Podest kämpfen zu können. Denn: "Mit einem weiteren dritten Platz wäre ich sehr glücklich."

Dritte Plätze für WM entscheidend

Dass er in Spielberg nicht um den Sieg mitkämpfen können würde, war Quartararo von vornherein klar. "Ich wusste, dass hier in Österreich Joan und auch die Ducatis sehr schnell sind. Ich war deswegen nicht besorgt, denn wir haben ja ein gewisses Punktepolster. Aber das Podium hier ist so wichtig", weiß der WM-Leader.

"Ich denke, mehr als auf die Siege wird es auf die drei dritten Plätze ankommen, die ich erreicht habe - am Sachsenring, in Le Mans und hier. Das ist der Unterschied zum Vorjahr: Da hieß es Sieg oder P15", erinnert er sich an sein Auf und Ab.

"Die Konstanz ist besser geworden. Und genau so gewinnt man eine Weltmeisterschaft. Joan hat das im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt", nimmt er sich den amtierenden Weltmeister zum Vorbild. In der Gesamtwertung führt Quartararo nach diesem Rennen mit 40 Punkten Vorsprung auf Zarco. Mir fehlen 51 Zähler.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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