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Rätsel bei VR46: Di Giannantonio kann seit drei Rennen nur eine Ducati nutzen

Bei VR46 fahndet man seit Wochen nach der Ursache - Di Giannantonio kann nur mit einem seiner beiden Motorräder schnell fahren - in Misano gab es erste Fortschritte

Rätsel bei VR46: Di Giannantonio kann seit drei Rennen nur eine Ducati nutzen

Bei den vergangenen Rennen funktionierte nur eine GP26 von Di Giannantonio

Foto: Qian Qian

In den vergangenen Wochenenden standen Fabio Di Giannantonio und sein VR46-Team vor einem Rätsel. Denn nur mit einer seiner beiden Ducatis hatte er ein gutes Gefühl und war schnell. Das zweite Motorrad funktionierte nicht und "Diggia" bezeichnete es als "Dämonen-Bike".

"Ehrlich gesagt", sagte Di Giannantonio zuletzt in Misano, "sind es jetzt drei Rennen, bei denen ich nur ein Motorrad benutze, weil das andere Motorrad etwa eine Sekunde und mehr langsamer ist."

"Wir tauschen also Teile aus und versuchen zu verstehen, was da los ist, aber es ist immer noch nicht wirklich in Ordnung. Deshalb bin ich mit der Arbeit wirklich langsam, weil ich keine Vergleiche anstellen kann."

Denn der Italiener konnte nur an seinem Nummer-1-Motorrad arbeiten. Ist ein Fahrer im Training auf der Strecke unterwegs, wird normalerweise am zweiten Motorrad die Abstimmung verändert.

Kommt der Fahrer zurück an die Box, fährt er mit dem zweiten Motorrad wieder auf die Strecke hinaus und überprüft, ob die Änderungen ein besseres Gefühl vermitteln. Das konnte Di Giannantonio zuletzt nicht tun.

"Seit dem Sachsenring ist das passiert, eigentlich seit Silverstone, aber wir haben alles ausgetauscht, was durch die Stürze am Sachsenring möglicherweise beschädigt wurde."

"Aber das Motorrad funktioniert immer noch nicht normal, also ja, wir wissen es immer noch nicht. Ich dachte, wir wüssten es, aber das tun wir nicht. Deshalb habe ich auch in Aragon gesagt, dass unser Wochenende nicht so geradlinig war."

Fabio Di Giannantonio

Mit nur einem Motorrad wurde "Diggias" Arbeit beeinträchtigt

Foto: Danilo Di Giovanni/Getty Images

"Wir waren nicht in der Lage, Dinge auszuprobieren und Risiken einzugehen. Wenn man sich erinnert, habe ich gesagt, dass ich am Set-up und bei den Änderungen mehr Risiken eingehen wollte, aber offenbar konnte ich das nicht."

"Das Motorrad ist auch dasjenige, mit dem ich Freitagmorgen in Aragon gestürzt bin. Das Motorrad ist wirklich seltsam, also bremst es uns im Moment ein wenig aus. Aber deshalb bin ich wirklich glücklich, dass wir zumindest schnell sind."

Im Laufe des Rennwochenendes in Misano gelangen dennoch Fortschritte mit dem problematischen Motorrad. Am Samstag hatte Di Giannantonio damit wieder ein etwas besseres Gefühl.

"Es sieht so aus, als würde das Dämonen-Motorrad langsam wieder normal funktionieren. Samstagmorgen habe ich es benutzt, ich war mit der Pace ziemlich zufrieden, also läuft im Moment alles besser, glücklicherweise."

Topergebnisse blieben für Di Giannantonio in den vergangenen Wochen allerdings aus. Auf dem Sachsenring eroberte er im Sprint den dritten Platz, stürzte aber im Grand Prix früh.

In Silverstone wurde er im Sprint Fünfter und im Grand Prix Sechster, in Aragon stürzte Di Giannantonio im Sprint und wurde im Grand Prix Siebter. Zuletzt in Misano wurde es im Sprint Platz vier und im Grand Prix Platz sieben.

Gleichzeitig gewann Ducati-Werksfahrer Marc Marquez beide Rennen in Aragon und in Misano. "Marc macht einen unglaublichen Job, natürlich ist Marc Marc", sagt Di Giannantonio zu diesem Vergleich.

"Aber es scheint auch, dass die Entwicklung, die er vorantreibt, besser ist als unsere, also müssen wir uns verbessern, wir müssen lernen und wir müssen versuchen, besser zu werden." In der WM ist Di Giannantonios Rückstand auf Marquez auf 51 Punkte angewachsen.

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