Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

24h Le Mans 2026: Livestream und TV-Übertragung

WEC
24h Le Mans
24h Le Mans 2026: Livestream und TV-Übertragung

Starke Form beim Le-Mans-Vortest: Toyota traut den Gegnern nicht

WEC
24h Le Mans
Starke Form beim Le-Mans-Vortest: Toyota traut den Gegnern nicht

24h Le Mans 2026 Qualifying: So funktioniert die zweiteilige Hyperpole

WEC
24h Le Mans
24h Le Mans 2026 Qualifying: So funktioniert die zweiteilige Hyperpole

McLaren-Teamchef gibt zu: Status als Kundenteam wird 2026 zum Nachteil

Formel 1
Monaco
McLaren-Teamchef gibt zu: Status als Kundenteam wird 2026 zum Nachteil

Fahrernoten Monaco: Max Verstappen ohne Rennergebnis auf dem Podium!

Formel 1
Monaco
Fahrernoten Monaco: Max Verstappen ohne Rennergebnis auf dem Podium!

Red Bull findet Ursache für Verstappen-Ausfall: Motorwechsel bereits geplant

Formel 1
Monaco
Red Bull findet Ursache für Verstappen-Ausfall: Motorwechsel bereits geplant

Grünes Licht für die Concorde-Vereinbarung der MotoGP

MotoGP
Grünes Licht für die Concorde-Vereinbarung der MotoGP

DTM eSports Championship: Moritz Löhner triumphiert auf dem Lausitzring

Allgemeines
DTM eSports Championship: Moritz Löhner triumphiert auf dem Lausitzring

Razgatlioglu sucht weiter nach dem Schlüssel zur MotoGP-Yamaha

Toprak Razgatlioglu erlebt in Le Mans sein bislang stärkstes MotoGP-Wochenende, bleibt nach Rang 13 aber selbstkritisch - Was den Türken am meisten ausbremst

Razgatlioglu sucht weiter nach dem Schlüssel zur MotoGP-Yamaha

Toprak Razgatlioglu verließ Le Mans mit drei weiteren WM-Punkten

Foto: Getty Getty

Toprak Razgatlioglu hat in Le Mans erneut kleine Fortschritte gezeigt, auch wenn der Pramac-Pilot weiterhin mit der Anpassung an die MotoGP hadert.

Mit Startplatz 16 gelang ihm sein bislang bestes Qualifying der Saison, im Sprint fuhr er auf Rang 14, im Hauptrennen sammelte er als 13. weitere WM-Punkte. Trotzdem bleibt der dreimalige Superbike-Weltmeister nach dem Wochenende selbstkritisch.

Schon am Freitag hatte Razgatlioglu erklärt, dass ihm der traditionsreiche Kurs in Le Mans alles andere als leichtfällt. Der Türke war dort noch in keiner anderen Rennklasse gefahren. "Diese Strecke ist sehr schwierig, weil man eher wie in Moto2 oder Moto3 fahren muss. Das ist für mich etwas kompliziert", sagt er.

Gleichzeitig betont der Rookie aber auch, dass er sich Schritt für Schritt verbessere: "In jeder Session lerne ich ein bisschen mehr und verstehe das Motorrad etwas besser."

Razgatlioglu: Im Rennen fehlt etwas

Vor allem das Verhalten der Maschine über die Renndistanz beschäftigt Razgatlioglu weiter intensiv. Nach dem Sprint schilderte er, dass er noch immer keinen konstanten Zugang zur Yamaha gefunden habe. Während andere mit klar definierten Basis-Set-ups arbeiten, befinde er sich noch in einer permanenten Anpassungsphase.

"Ich habe immer noch dieselben Probleme. Vor allem beim Anbremsen und mit den Reifen fühle ich mich nie konstant", erklärt der 29-Jährige rückblickend. Besonders auffällig sei der Unterschied zwischen dem Qualifying und dem Rennen gewesen.

"Im Qualifying habe ich mich wirklich gut gefühlt. Endlich konnte ich den Vorderreifen richtig nutzen", sagt Razgatlioglu. Dadurch seien sowohl das Einlenkverhalten als auch der Grip deutlich besser gewesen. Im Rennen habe sich das Motorrad dagegen wieder "komplett anders" angefühlt. "Als würde es nicht funktionieren."

Aktuell müsse er vor allem daran arbeiten, seinen Fahrstil an die Rennen anzupassen. Über ein oder zwei schnelle Runden funktioniere vieles zwar bereits ordentlich, über die komplette Distanz verliere er jedoch regelmäßig das Gefühl für die Front.

Starker Reifenabbau am Vorderrad

Entsprechend hatte der Pramac-Pilot im Grand Prix selbst zu kämpfen, vor allem mit dem Reifenabbau. Besonders der weiche Vorderreifen bereitete ihm gegen Rennende Probleme.

"Der Vorderreifen war komplett zerstört, speziell auf der rechten Seite", berichtet Razgatlioglu. In schnellen Rechtskurven habe er kaum noch Vertrauen gehabt, weil sich der Vorderreifen permanent bewegt habe. Hinzu kam ein Fehler in der letzten Runde in Kurve 9, als er geradeaus fahren musste und mehrere Sekunden verlor.

Trotzdem zieht Razgatlioglu auch Positives aus dem Wochenende. Yamaha habe sich in Le Mans "jeden Tag verbessert", erklärt er, auch wenn das Resultat noch nicht dort liege, wo er es sich wünsche. Dabei richtet sich sein Blick intern vor allem auf Markenkollege Fabio Quartararo, der bei seinem Heimrennen Sechster wurde.

Für Razgatlioglu ist er aktuell die wichtigste Referenz innerhalb des Yamaha-Lagers. "Fabio hat an diesem Wochenende einen unglaublichen Job gemacht", sagt der Türke. Der Rückstand schmerze ihn besonders deshalb, weil beide auf derselben Maschine sitzen.

"Ich schaue mir ständig die Daten an und versuche zu verstehen, warum wir diese Pace nicht haben." Quartararo habe offenbar etwas gefunden, das ihm selbst noch fehle.

Razgatlioglu analysiert dabei sehr genau die unterschiedlichen Rennphasen. Mit vollem Tank und viel Grip tue er sich derzeit besonders schwer, einen konstanten Rhythmus zu fahren. Gegen Rennende werde sein Gefühl dagegen oft besser. Allerdings habe in Le Mans genau in dieser Phase der Vorderreifen massiv nachgelassen.

Razgatlioglu hadert mit Sitzposition

Auch beim Set-up sucht Yamaha weiterhin nach Lösungen. In Le Mans probierte Razgatlioglu eine andere Abstimmung als seine Kollegen, verlor dadurch aber beim Einlenkverhalten. Für den Katalonien kündigte er deshalb einen neuen Ansatz an.

"Wir werden dort etwas mehr in Richtung von Fabios Set-up gehen", verrät er. Bereits im ersten Training wolle man prüfen, ob dieses Konzept besser zu seinem Fahrstil passe.

Das größte Defizit sieht Razgatlioglu aktuell weiterhin in der Kurvenmitte. "Beim Bremsen sind wir inzwischen nah dran, aber beim Einlenken verlieren wir noch viel", erklärt er. Gerade Barcelona werde deshalb ein wichtiger Test für ihn sein.

Die Strecke verlange ein Motorrad mit starkem Turning-Verhalten und biete gleichzeitig wenig Grip - Eigenschaften, mit denen Yamaha momentan noch zu kämpfen hat.

Hinzu kommen ergonomische Probleme auf der MotoGP-Maschine. Razgatlioglu fühlt sich auf der Yamaha weiterhin ungewohnt hoch positioniert. "Ich sitze immer noch zu hoch", sagt der Türke offen. Obwohl die Front bereits deutlich tiefergelegt worden sei, bleibe das Gefühl seltsam. "Das ist nicht mein Stil."

Für 2026 müsse er sich daran anpassen, langfristig hofft er jedoch auf Änderungen am Motorradkonzept. "Vielleicht können wir nach den neuen Regeln im nächsten Jahr einen anderen Sitz machen. Aber dieses Jahr muss ich mich so anpassen."

Vorheriger Artikel MotoGP-Zukunft: Liberty Media setzt auf Rennen in Stadtnähe
Nächster Artikel MotoGP-Comeback rückt näher: Vinales erhält Freigabe seiner Ärzte

Aktuelle News