Reaktion auf Marquez-Trick in Jerez: MotoGP verschärft Boxengassen-Regel
Nach der umstrittenen Szene von Marc Marquez im Jerez-Sprint reagiert die MotoGP - Die Regel zur Einfahrt in die Boxengasse wird präzisiert
Nach dem Sturz in Jerez fuhr Marquez über die Wiese in die Boxengasse
Foto: AFP
Die MotoGP hat auf die Ereignisse beim Grand Prix von Spanien reagiert und die Regeln bezüglich der Einfahrt in die Boxengasse präzisiert. Ende April sorgte Marc Marquez im Jerez-Sprint für einen Präzedenzfall, über den viel diskutiert wurde.
Damals stürzte der Ducati-Werksfahrer bei einsetzendem Regen in der Zielkurve. Anschließend hob Marquez sein Motorrad wieder auf, wartete, bis alle Fahrer vorbeigefahren waren und fuhr dann über die Wiese in die Boxengasse.
Mit dieser Aktion verstieß er nicht gegen das Reglement, weshalb es auch keine Untersuchung der Rennkommissare gab. Marquez wechselte durch den Sturz zum richtigen Zeitpunkt das Motorrad und gewann anschließend den Sprint.
Nach Jerez forderten die MotoGP-Teams eine Klarstellung des Reglements. Die Grand-Prix-Kommission beschäftigte sich schließlich mit diesem Thema. Sie setzt sich aus Mitgliedern aller maßgeblichen Gremien zusammen.
In einer Mitteilung der Grand-Prix-Kommission heißt es: "Das Boxengassenverfahren wurde im Reglement formell aktualisiert, in Übereinstimmung mit dem Protokoll der Rennleitung, das vor dem GP von Frankreich herausgegeben wurde."
"In allen Sessions einschließlich der Rennen ist die einzig erlaubte Ein- und Ausfahrt zur Boxengasse die Nutzung des vorgesehenen Ein- und Ausfahrtspunkts und der vorgesehenen Route, die durch die gestrichelte weiße Linie definiert wird."
Ein Manöver, wie Marquez es in Jerez machte, ist somit nicht mehr erlaubt: "In allen Fällen gelten die spezifischen Informationen der Rennleitung für jede Strecke, die untersagte Routen festlegen."
"Falls die gestrichelte weiße Linie nicht überquert oder die vollständige Ein- und Ausfahrtsstrecke der Boxengasse nicht befahren wird, können die Rennkommissare entsprechende Strafen verhängen."
Das neue Verfahren ist auch explizit in den Informationen der Rennleitung festgehalten, die vor jedem Wochenende publiziert werden und auf Besonderheiten der jeweiligen Strecke eingehen.
Darin heißt es: "Jeder Fahrer, der nach der gestrichelten weißen Linie der Boxeneinfahrt stürzt, während der Motor noch läuft, sollte nach Möglichkeit eine weitere Runde fahren und nicht in die Boxengasse einfahren."
"Das Einfahren in die Boxengasse an diesem Punkt hinter der gestrichelten weißen Linie kann in allen Sessions, im Training und im Rennen, mit einer Strafe geahndet werden."
"Fahrer, die nach der gestrichelten Linie der Boxeneinfahrt stürzen und bei denen der Motor ausgeht, müssen den Anweisungen der Sportwarte folgen und hinter die erste Schutzlinie gebracht werden - entweder in Richtung Servicestraße oder in Richtung Boxeneinfahrt, je nach Anweisung."
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