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Regenprognose für Sonntag in Le Mans: Wiederholt sich Zarcos Wunder?

Johann Zarco hätte nichts dagegen, wenn es auch diesmal wieder einen verregneten Frankreich-Grand-Prix gibt - Was er und Kollegen zum Thema Regen sagen

Regenprognose für Sonntag in Le Mans: Wiederholt sich Zarcos Wunder?

Johann Zarco: Der Le-Mans-Sieger 2025 hofft für Sonntag nicht auf Regen, aber ...

Foto: Getty Getty

Gibt es am Sonntag im MotoGP-Rennen zum Grand Prix von Frankreich 2026 in Le Mans mal wieder einen Überraschungssieger? Gut möglich, denn laut Wettervorhersage Stand Donnerstag wird für Sonntagnachmittag von einer Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent ausgegangen.

Am Trainingstag (Freitag) soll es in Le Mans noch trocken sein, am Tag des Qualifyings und des Sprints (Samstag) überwiegend trocken. Für den Tag des Grand Prix aber stellt sich der eine oder andere MotoGP-Pilot schon mal auf eine Wiederholung des Szenarios aus dem Vorjahr ein. Damals war Lokalmatador Johann Zarco auf der LCR-Honda der große Triumphator, fuhr er doch im Regen von fast ganz hinten zum Sieg.

Gestartet war Zarco im Frankreich-Grand-Prix 2025 vom elften Startplatz. Am Ende der ersten Runde aber wurde er als 17. geführt. Sein großer Vorteil: Im Unterschied zu den meisten anderen im Feld hatte er von Beginn an auf Regenreifen gesetzt. Als die anderen im Flag-to-Flag-Rennen zum Motorradwechsel an die Box kamen, blieb Zarco auf der Strecke und fuhr zum umjubelten Heimsieg.

Denkt Zarco angesichts der Wettervorhersage für Sonntag insgeheim schon an eine mögliche Wiederholung seines Triumphs von 2025? "Ich schätze, die französischen Fans sind wohl die einzigen, die für den Grand Prix auf Regen hoffen", so Zarco mit einem Grinsen in der Pressekonferenz am Donnerstag in Le Mans.

Johann Zarco

Dagegen hätte Zarco nichts, sollte auch Le Mans 2026 ein Regenrennen werden

Foto: Getty Images Europe

"Wenn es regnet, sind meine Chancen sicherlich besser", sagt der LCR-Honda-Pilot und denkt dabei nicht nur an das Wochenende in Le Mans 2025 zurück, sondern auch an das Wochenende in Jerez 2026: "In Jerez haben wir gesehen, dass ich im Trockenen selbst mit einer guten Pace nicht um das Podium mitkämpfen kann. Gegen Ende des Rennens hatte ich große Probleme."

"Wenn es regnet", so Zarco weiter, "stehen die Chancen auf das Podium besser. Es ist zwar nicht so, dass ich jetzt für Sonntag darauf hoffen würde, denn es ist mir egal. Aber ich weiß schon, dass ich versuchen werde mein Chance zu nutzen, wenn es regnet".

In der MotoGP-Fahrer-WM 2026 rangiert Zarco vor Beginn des Frankreich-Wochenendes außerhalb der Top 10, nämlich auf dem 14. Tabellenplatz. Angeführt wird die Tabelle von Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi. In der Saison 2023 war Bezzecchi (damals auf VR46-Ducati) in Le Mans der Sieger. Damals war es ein trockenes Rennen. Welches Wetter wäre dem aktuellen WM-Spitzenreiter für Sonntag am liebsten?

"Nass wäre okay, aber wenn es trocken ist, macht das Fahren mehr Spaß. Deshalb würde ich trockene Bedingungen bevorzugen", sagt Bezzecchi und fügt hinzu: "Letzten Endes sind die Bedingungen für alle gleich. Es wird einfach darum gehen, dass wir uns entsprechend anpassen können und schnell sind mit dem, was wir haben."

Neben Vorjahressieger Johann Zarco zählt auch Vorjahresweltmeister Marc Marquez zu den Regenspezialisten im MotoGP-Feld. Am zurückliegenden Rennwochenende in Jerez (Spanien) gewann er auf feuchter Strecke den Sprint am Samstag.

Marc Marquez

Marc Marquez fuhr im Jerez-Sprint auf feuchter Strecke zum Sieg

Foto: Getty Images Europe

Und obwohl Marquez mit der Ducati GP26 bei trockenen Bedingungen derzeit nicht so konkurrenzfähig und vor allem nicht so konstant ist wie es 2025 der Fall war, würde er einen trockenen Frankreich-Grand-Prix bevorzugen. "Wenn du auf Regen hoffst, dann heißt das, dass du im Trockenen nicht schnell bist. Deshalb hoffe ich auf trockene Bedingungen. Wenn es nass ist, ist es immer eine Lotterie", so Marquez.

Für Marquez' Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia ist die wichtigste Frage bezüglich Konkurrenzfähigkeit im Regen die, ob es Grip gibt oder nicht. "Der Fahrstil ist gar nicht so sehr das, was den Unterschied macht. In meinem Fall ist es so, dass es vom Grip abhängt, ob ich bei Regen schnell bin oder nicht", sagt der MotoGP-Weltmeister von 2022 und 2023 und gibt zwei Beispiele.

"Auf der Strecke in Thailand war ich extrem schnell und habe dort das bislang letzte Regenrennen (2024; Anm. d. Red.) gewonnen. Auf anderen Strecken tue ich mich hingegen sehr schwer", sagt Bagnaia und spannt den Bogen zum Wochenende des Spanien-Grand-Prix 2026, als im Qualifying und auch Sprint mit Regenreifen gefahren wurde: "In Jerez hatte ich große Schwierigkeiten. Es war sehr schwierig, das Bike umzulegen, ich hatte keinen Grip. Für mich hängt [bei Regen] alles vom Grip ab."

Pedro Acosta, Brad Binder, Enea Bastianini

Bei KTM hätte man kein Problem mit einem Regenrennen am Sonntag

Foto: Getty Images Europe

Im Lager von KTM, wo an diesem Wochenende überraschend Jonas Folger zum Zug kommt, hätte man grundsätzlich nichts dagegen, wenn es ein Jahr nach dem verregneten Frankreich-Grand-Prix 2025 auch im Frankreich-Grand-Prix 2026 regnen würde.

"Normalerweise ist meine KTM bei nassen Bedingungen sehr schnell. Ich denke aber, dass wir auch für trockene Bedingungen gerüstet sind", sagt KTM-Werkspilot Pedro Acosta. Auch Teamkollege Brad Binder findet, dass "unser Motorrad im Nassen richtig gut funktioniert". Allerdings gibt er auch zu: "Ehrlich gesagt wäre ich lieber superschnell, wenn es trocken ist. Sollte es aber tatsächlich nass sein, dann werden wir versuchen, die Chance zu nutzen."

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