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Rennbericht

Remy Gardner: MotoGP-Einsatz als Bewerbung für Pramac-Yamaha 2025?

Yamaha-Ersatzpilot Remy Gardner spricht über seinen MotoGP-Start auf dem Sachsenring und erklärt, ob er eine Chance bei Pramac-Yamaha sieht

Remy Gardner: MotoGP-Einsatz als Bewerbung für Pramac-Yamaha 2025?

Remy Gardner feiert am Wochenende sein Comeback in der MotoGP. Im Yamaha-Werksteam springt der Australier für den verletzten Alex Rins ein. Beim Deutschland-Grand-Prix stellt sich Gardner einer großen Herausforderung. Die Yamaha M1 kennt er nur vom Probesitzen. Zudem ist der Sachsenring ein anspruchsvoller Kurs und die letzten Erinnerungen an die MotoGP liegen bereits mehr als eineinhalb Jahre zurück.

"Es wird sicher nicht einfach, aber das ist nachvollziehbar. Ich habe nur einen Tag auf dem Motorrad, bevor ich am Samstag mein erstes Rennen damit fahre", ist sich Gardner der Herausforderung bewusst. Nach seiner enttäuschenden MotoGP-Debütsaison mit Tech-3-KTM wechselte er in die Superbike-WM, in der er seit 2023 für GRT-Yamaha antritt.

Im WSBK-Paddock fühlt sich Gardner mittlerweile heimisch. Dennoch freut er sich, zumindest vorübergehend ein Teil des MotoGP-Fahrerlagers zu sein. "Es ist eine tolle Gelegenheit, um wieder ein MotoGP-Bike zu fahren. Ich bin dankbar, dass sich Yamaha bei mir meldete", bemerkt er.

"Ich erhielt den Anruf am Sonntag und war ehrlich gesagt etwas schockiert. Ich fuhr gerade Motocross und hatte einen entspannten Tag", berichtet Gardner, der sich sehr geehrt fühlt, dass er von Yamaha ausgewählt wurde. Dass er im Zweifel als MotoGP-Ersatzpilot einspringt, war nach dem Wechsel von KTM zu Yamaha aber nicht vertraglich festgelegt.

Remy Gardner

Remy Gardner gewann 2021 das Moto2-Rennen auf dem Sachsenring

Foto: Motorsport Images

An den Sachsenring hat Gardner gute Erinnerungen. In der Saison 2021 gewann er hier das Moto2-Rennen. "Es ist keine schlechte Strecke für mich, ich mag den Kurs. Hier hatte ich auf dem Moto2-Bike den einfachsten Sieg meiner Karriere", so der ehemalige Moto2-Weltmeister.

Kann sich Remy Gardner für die MotoGP-Saison 2025 empfehlen?

Der Einsatz in Deutschland ist eine gute Chance, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie sich die MotoGP-Bikes seit 2022 weiterentwickelt haben. Andererseits ist es auch eine Chance, sich für die Saison 2025 ins Gespräch zu bringen, in der noch einige Plätze unbesetzt sind. Unter anderem gibt es im neuen Yamaha-Satellitenteam Pramac noch freie Plätze.

Remy Gardner

Remy Gardner fuhr im November 2022 sein bisher letztes MotoGP-Rennen

Foto: Motorsport Images

Sieht er den Sachsenring-Einsatz als Bewerbung für 2025 an? "Nein, so denke ich nicht. Aber mal sehen, was passiert", kommentiert Gardner. "Wir gehen es Schritt für Schritt an. Ich will das Fahren genießen."

Einen Wechsel zu Pramac schließt Gardner nicht kategorisch aus. "Aber es gibt im Moment kein Angebot", bemerkt er und versucht, diesen Gedanken auszublenden: "Ich denke nicht daran, möchte meine Arbeit aber gut erledigen."

Angst vor Verletzung: Back-to-Back-Events in der Superbike-WM

"Ich muss im Kopf behalten, dass ich nächste Woche in Donington fahre und es dann ein Back-to-Back-Rennen in Most gibt. Im Moment konzentriere ich mich auf meine Saison in der Superbike-WM", stellt Gardner klar.

Remy Gardner

Remy Gardner will die WSBK-Saison 2024 in den Top 5 beenden

Foto: Yamaha

Deshalb ist das oberste Ziel, das MotoGP-Wochenende unverletzt zu überstehen. "Ich habe mir tatsächlich Gedanken gemacht, ob ich es tun soll", gesteht er. "Immerhin riskieren wir hier etwas. Doch andererseits erhält man nicht jeden Tag so eine Chance. Man muss clever agieren. In der Superbike-WM kämpfe ich um die Top 5 in der Meisterschaft. Das ist mein Hauptziel."

Aktuell belegt Gardner in der Superbike-WM die siebte Position. Er ist zweitbester Yamaha-Pilot, nur 22 Punkte hinter Yamaha-Werksfahrer Andrea Locatelli. Im Vergleich zum Vorjahr läuft es für Gardner in der WSBK deutlich besser. Die Umstellung zu den Pirelli-Reifen fiel ihm nicht leicht. Doch mittlerweile kommt er besser mit den WSBK-Reifen zurecht.

Warum sich Yamaha um einen Ersatz für Alex Rins bemühte

Auf Grund der geringen Vorbereitungszeit war es für Yamaha nicht einfach, einen Ersatz für Alex Rins zu finden. Theoretisch hätte man den Platz nicht nachbesetzen müssen. Doch da Yamaha das M1-Projekt schnell wieder zum Erfolg führen möchte, sind Erfahrungswerte von großer Bedeutung. Je mehr Daten Yamaha sammelt, desto besser sind die Aussichten.

Massimo Meregalli

Massimo Meregalli erklärt, warum Yamaha mit Ersatz antritt

Foto: Motorsport Images

"Es war ein zusätzlicher Job für uns, das innerhalb von drei Tagen zu organisieren", bemerkt Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Wir haben es hinbekommen und möchten diese Chance nutzen, um ihm wieder das Fahren einer MotoGP-Maschine zu ermöglichen, aber auch um Informationen zu sammeln."

"Wir haben viel Arbeit vor uns", bemerkt Meregalli, der sich vorstellen kann, mit Gardner neue Entwicklungen zu testen: "Es gibt einige Dinge, die wir noch nicht testen konnten. Wenn sich die Chance bietet, dann werden wir diese Dinge mit ihm testen."

Aktuell passiert bei Yamaha einiges. Vor einigen Rennen debütierte ein neues Aeropaket und in Assen fuhren die beiden Werkspiloten mit einem neuen Motor. "Wenn man nichts unternimmt, dann kann man sich auch nicht verbessern. Doch wenn man etwas probiert, dann stößt man eventuell auf Fortschritte", erklärt Meregalli. Einen derartigen Tatendrang wünschen sich auch die Honda-Piloten, die sehnsüchtig auf Verbesserungen warten.
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