Rennkommissare drohen Morbidelli: Beim nächsten Mal Durchfahrtsstrafe!
Die Rennkommissare rund um Simon Crafar zeigen Franco Morbidelli klare Grenzen auf - Beim nächsten unsportlichen Verhalten droht mehr als eine Long-Lap-Strafe
Die Rennkommissare drohen Franco Morbidelli mit härteren Strafen
Foto: VR46 VR46
Franco Morbidelli musste jüngst den Rennkommissaren öfter einen Besuch abstatten. Am vergangenen Wochenende in Barcelona wurde der Italiener zweimal bestraft. Zunächst wurde er am Samstag nach dem Unfall mit Jorge Martin im Sprint mit einer Long-Lap-Strafe belegt, anschließend gab es auch nach dem Grand Prix eine Strafe.
Weil Morbidelli nach seinem Sturz nicht die Anweisungen der Sportwarte beachtet hatte, erhielt er die nächste Strafe. Zum einen bekam er eine Geldstrafe von 2.000 Euro, zum anderen musste er in Misano im ersten Training die ersten zehn Minuten aussetzen.
Trotzdem stellte der VR46-Ducati-Fahrer am Freitagvormittag Trainingsbestzeit auf. Auch in Misano gab es bereits ein Treffen mit den Rennkommissaren. Am Donnerstag kam es zu einer Aussprache über die Situation mit den Sportwarten in Barcelona.
"Ja, also gestern Morgen sind wir zu den Rennkommissaren gegangen, um über die Situation zu sprechen, weil das vergangene Wochenende in Barcelona für ihn ein bisschen hart war", sagt VR46-Teammanager Pablo Nieto in der englischen TV-Übertragung von Dorna Sports.
"Sagen wir es so: Wir haben die Strafe von zehn Minuten bekommen, weil er das Motorrad genommen und auf die Strecke gefahren ist, obwohl die Sportwarte ihm gesagt hatten, dass er nicht rausfahren darf."
"Aber manchmal, mit all dem Stress und dem Druck, passiert so etwas. Und dann haben wir den Stewards erklärt, dass es völlig korrekt war, diese Entscheidung zu treffen und damit abzuschließen."
Im Paddock kursierten Gerüchte, dass Morbidelli beim nächsten Vergehen nicht nur eine Long-Lap-Strafe erhalten, sondern deutlich härter bestraft werden könnte. Auch das war Thema beim Gespräch mit den Rennkommissaren, wie Nieto bestätigt.
"Ja, das ist ein anderer Punkt", so der Teammanager diesbezüglich. "Wir haben auch über die gesamte Situation gesprochen, weil er bereits eine Long-Lap-Penalty hatte. In Mugello gab es mit Vinales eine Aktion, die ein bisschen am Limit war."
"Die Rennkommissare haben entschieden, dass er beim nächsten Mal, wenn er etwas macht, eine Durchfahrtsstrafe bekommen wird. Wir müssen also einfach ein bisschen vorsichtiger sein, besonders im ersten Teil des Rennens."
"Das ist der Moment, in dem man am meisten unter Stress steht und am ehesten Fehler passieren können." Morbidelli muss sich nun in Acht nehmen. Denn eine Long-Lap-Strafe kostet nur wenige Sekunden, während ihn eine Durchfahrtsstrafe an das Ende des Feldes zurückwerfen würde.
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