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"Reset-Button" bei Yamaha: Jarvis erklärt internen Richtungswechsel

Bereits für die MotoGP-Saison 2019 stellte sich Yamaha intern neu oft und baut das neue Konzept für 2020 weiter aus - Rennchef Lin Jarvis erklärt die Veränderungen

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"Reset-Button" bei Yamaha: Jarvis erklärt internen Richtungswechsel

In der MotoGP-Saison 2020 will Yamaha im Kampf um den Titel endlich wieder eine Rolle spielen. Dafür arbeitet man bei den Wintertests und auch hinter den Kulissen hart. Bereits im Laufe der jüngsten Saison äußerten sich die Werkspiloten Maverick Vinales und Valentino Rossi positiv über die strukturellen Veränderungen bei Yamaha.

"Mehr als alles andere geht es um eine aufgeschlossene Grundhaltung. Das ist die größte Veränderung", sagt Renndirektor Lin Jarvis und analysiert die Fehler der Vergangenheit: "Wir legten uns 2016 auf einen Weg fest, der zu Beginn der Saison 2017 auch zu starken Ergebnissen führte. Maverick startete mit einem Doppelsieg, alles sah gut aus."

Doch das war laut Jarvis der Anfang eines falschen Weges. "Während wir diesen Weg weitergingen, verbesserten sich unsere Konkurrenten, arbeiteten an verschiedenen Bereichen. Wir verirrten uns hingegen immer mehr. Das ist die Realität."

Bei Yamaha arbeitete man zu lange aneinander vorbei

Teil des Problems seien "interne Inseln" gewesen. "Wenn man ein Unternehmen hat, muss man idealerweise die Fähigkeiten aller involvierten Mitarbeiter und Gruppen bündeln, sie zusammenführen. Ich denke, dass wir das nicht getan haben."

"Wir hatten eine Chassis-Gruppe, die am Chassis arbeitete. Eine Technikergruppe, die an der Elektronik arbeitete. Und dann noch die Motoren-Gruppe. Aber in der Situation, dass alle zusammenarbeiten, das Motorrad als Einheit sehen, die Testgruppe als Ganzes sehen, waren wir nicht", hält Jarvis selbstkritisch fest.

Lin Jarvis

Lin Jarvis steckt weiter große Hoffnungen in den neuen Yamaha-Ansatz

Foto: LAT

"Das mag daran gelegen haben, dass wir in einigen Bereichen Probleme hatten. Dann passiert es häufig, dass man sich abschottet", erklärt er weiter. Deshalb sei es Zeit für einen Neustart gewesen: "Der Reset, den wir im vergangenen Winter vornahmen, brachte uns hin zu einem offeneren Umgang miteinander und mit Problemen."

Jarvis spricht von "komplett neuer Herangehensweise"

Man habe sich gesagt: "OK, wir sind in Schwierigkeiten, aber wir wissen jetzt, wo wir Fehler gemacht haben, wir müssen Lösungen finden und brauchen dazu jeden an Bord. Es ist eine komplett neue Herangehensweise in unserer Entwicklung."

Die meisten Ingenieure seien noch dieselben, betont Jarivs. "Aber die Veränderung unseres Managementansatzes bedeutet, dass wir jetzt ganz anders zusammenarbeiten. Die Mentalität besteht jetzt mehr oder weniger darin, jeden Stein umzudrehen. Wenn es Probleme gibt, finden wir eine Lösung. Wenn sie nicht intern liegt, suchen wir extern."

Den durchschlagenden Erfolg brachte das 2019 zwar noch nicht. Doch in der zweiten Saisonhälfte war zumindest bei Vinales ein Aufschwung zu erkennen. Er war einer der weniger, der Marc Marquez in einem Rennen besiegen konnte. 2020 soll das noch häufiger gelingen. Dafür arbeitet Yamaha vor allem an mehr Topsspeed.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Teams Monster Energy Yamaha MotoGP
Urheber Juliane Ziegengeist