Rins kämpft um Verbleib in der MotoGP: "Ich warte auf eine Antwort"
Alex Rins kämpft weiter um seine Zukunft in der MotoGP - Der Spanier spricht von noch einer offenen Option für 2027 und gibt Einblicke in die Situation bei Yamaha
Alex Rins muss um seine Zukunft in der MotoGP bangen
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Die Zukunft von Alex Rins in der MotoGP bleibt weiterhin offen. Der Yamaha-Pilot bestätigte am Rande des Grand Prix von Mugello, dass er noch auf eine Rückmeldung bezüglich eines möglichen Stammplatzes für die Saison 2027 wartet.
Trotz der schwierigen sportlichen Situation bei Yamaha gibt sich der Spanier gelassen, weiß aber zugleich, dass seine Chancen auf einen Verbleib in der Königsklasse begrenzt sind.
Rins: "Gibt noch einen freien Platz"
"Ich habe kein Motorrad, das es mir erlaubt, mein volles Potenzial zu zeigen. Was nächstes Jahr passieren wird? Ich weiß es nicht. Ich würde gerne in der MotoGP bleiben, aber die Zeit vergeht schnell", weiß Rins, der seit der Saison 2017 in der Königsklasse fährt, erst für Suzuki, dann LCR-Honda und schließlich Yamaha.
"Ich bin ruhig, weil ich meine Fähigkeiten kenne. Aber wenn es nicht klappt, geht das Leben weiter. Es gibt noch einen freien Platz in der MotoGP. Ich warte auf eine Antwort."
Bereits seit längerer Zeit steht fest, dass der Spanier Yamaha nach der Saison verlassen wird. Ab 2027 werden Jorge Martin und Ai Ogura die Plätze von Rins und Fabio Quartararo übernehmen. Während Quartararo seine Zukunft bereits vor Monaten mit Honda geklärt haben soll, ist Rins noch ohne festes Ziel für 2027.
Seine Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass sich der Fahrermarkt früh sortiert hat und nur noch wenige Plätze verfügbar sind. Gleichzeitig konnte Rins in seiner Zeit bei Yamaha nicht an die Leistungen anknüpfen, die ihn zuvor bei Suzuki und Honda ausgezeichnet hatten. Nach zehn Jahren in der MotoGP könnte der Fahrer aus Barcelona daher vor seinen letzten 15 Grands Prix in der Weltmeisterschaft stehen.
Bestes Saisonwochenende trotz Sturz
Ausgerechnet in Mugello zeigte Rins jedoch eines seiner stärksten Wochenenden des Jahres. Angesichts der offensichtlichen Defizite der aktuellen Yamaha und der Tatsache, dass sich der Hersteller aus Iwata bereits stark auf die Entwicklung des neuen Prototyps für 2027, war seine Leistung besonders bemerkenswert.

In Mugello war Rins konstant bester Yamaha-Pilot, bis er stürzte
Foto: Getty Images Europe
Rins war der einzige der vier Yamaha-Piloten, der sich direkt für den zweiten Qualifying-Abschnitt qualifizieren konnte. Im Sprint belegte er den zwölften Platz, exakt von jener Position aus gestartet, auf der er sich qualifiziert hatte. Im Grand Prix selbst lag er auf Rang 15, ehe er in der elften Runde stürzte und ausschied.
Zwar sind diese Ergebnisse keine Argumente, mit denen sich ein Fahrer besonders empfehlen kann. Sie spiegeln jedoch die aktuelle Realität bei Yamaha wider. Neben Rins betrifft dies auch Jack Miller, dessen MotoGP-Zukunft ebenfalls ungewiss ist.
Nur noch wenige Optionen für 2027
Die verbliebenen Möglichkeiten für Rins scheinen sich derzeit auf die Teams Trackhouse und Tech3 zu beschränken. Bei Trackhouse deutet vieles darauf hin, dass Enea Bastianini dort eine Maschine erhalten wird. Offen ist lediglich, wer die zweite Aprilia des Teams fahren wird. Die jüngsten Leistungen von Raul Fernandez, insbesondere sein Sieg im Sprint von Mugello, könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Auch bei Tech3-KTM sind noch zwei Plätze zu vergeben. Als Kandidaten werden Maverick Vinales, Brad Binder, Luca Marini und Senna Agius aus der Moto2 gehandelt.
Schwierige Situation innerhalb Yamahas
Dass sowohl Rins als auch Quartararo nicht mehr Teil des Yamaha-Projekts für 2027 sein werden, sorgt auch intern für eine besondere Konstellation. Der Hersteller arbeitet bereits intensiv an der Zukunft und dem neuen Prototyp und teilt nicht mehr sämtliche Entwicklungsinformationen mit der aktuellen Fahrerpaarung.
Während Quartararo seinen Fokus inzwischen darauf legt, einfach nur unverletzt anzukommen, kann sich Rins keine Zurückhaltung leisten. Er benötigt weiterhin überzeugende Leistungen, um seine Chancen auf einen MotoGP-Verbleib zu wahren.
Die Situation wirkt sich nach seinen Aussagen auch auf das Arbeitsumfeld aus. So verrät Rins: "Das Gute ist, dass ich mit meiner Arbeitsgruppe ein sehr gutes Verhältnis habe. Innerhalb des Teams ist es allerdings nicht mehr wie früher, da will ich euch nichts vormachen. Jetzt habe ich gesehen, wie manche Menschen wirklich ticken."
"Es stehen noch viele Rennen an, aber ich versuche, so professionell und respektvoll wie möglich zu bleiben - so, wie man es mir zu Hause beigebracht hat", erklärt der Spanier.
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