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Rins, Miller, Binder und Co.: Mehrere MotoGP-Fahrer vor ungewisser Zukunft

Fünf Fahrer werden sich aus der MotoGP verabschieden und schielen auf die Superbike-WM - Ducati hat klare Vorstellungen für den Nachfolger für Bulega

Rins, Miller, Binder und Co.: Mehrere MotoGP-Fahrer vor ungewisser Zukunft

Brad Binder und Alex Rins sehen sich nach Optionen in der Superbike-WM um

Foto: Getty Getty

Mehrere MotoGP-Fahrer werden nach der Saison 2026 das Paddock der Königsklasse verlassen. Dazu zählen Brad Binder, Alex Rins, Jack Miller, Franco Morbidelli und Maverick Vinales. Ihre Zukunft ist offen.

"Mein Manager ist sicher gerade unterwegs und macht seinen Job", sagt Binder zu seiner aktuellen Situation. "Wir müssen also abwarten, was passiert. Ich meine, es ist klar: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere."

"Also schauen wir mal, schauen wir mal, was wir finden können. Und dann treffen wir eine Entscheidung." Der Südafrikaner gibt aber auch zu, dass er momentan noch nichts Konkretes hat: "Wer weiß das schon jetzt. Schauen wir mal, schauen wir mal."

Auch Miller hängt derzeit in der Luft. "Momentan nichts. Sobald ich etwas habe, sage ich es euch", meinte er zuletzt auf dem Sachsenring. Gerüchte bringen den Australier mit Yamaha in der Superbike-WM in Verbindung.

Auch Binders Manager soll sich Gerüchten zufolge im Superbike-Paddock umgehört haben, vor allem bei den Ducati-Teams Aruba, Go Eleven und Barni. Aber auch Franco Morbidelli könnte ein Kandidat für das Ducati-Werksteam sein.

"Nein, es gibt nichts, was ich sagen kann", hielt sich Morbidelli zuletzt am Sachsenring ebenfalls bedeckt über seine Zukunft. Zunächst muss die Zukunft von Nicolo Bulega final geklärt werden.

Er hat von Ducati ein MotoGP-Angebot, um für VR46 zu fahren. Es soll sich um einen Einjahresvertrag mit einer Option auf ein zweites Jahr handeln. Die Details werden noch zwischen Ducati, VR46 und Bulega geklärt.

Bulegas Superbike-Platz heiß begehrt

Wenn Bulegas MotoGP-Zukunft formal erledigt ist, können sich die Verantwortlichen bei Ducati überlegen, wer im nächsten Jahr der Teamkollege von Iker Lecuona sein wird. Die Liste an Interessenten ist lang.

Stefano Cecconi, Serafino Foti und Gigi Dall'Igna können sich mit einer Entscheidung Zeit lassen. Denn sie wissen, dass die Panigale das beste Motorrad im Feld ist und die Fahrer Schlange stehen, um diesen Platz zu erhalten.

"Zunächst einmal möchte ich betonen, dass es noch keinen Namen für einen möglichen Nachfolger gibt", wird Aruba-Chef Cecconi von GPOne.com zitiert. "Zuallererst muss es ein Fahrer sein, der wirklich Lust darauf hat."

Nicolo Bulega

Der Ducati-Platz in der Superbike-WM ist heiß begehrt

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

"Ein Fahrer, der sich freut, sich diesem Projekt anzuschließen. Jemand, der sich ausgeschlossen fühlt, wütend auf die Welt ist oder auf Rache oder Wiedergutmachung sinnt, verkörpert nicht den Geist, den wir bei einem Fahrer gerne sehen."

"Ich möchte jemanden, der glücklich ist, hier zu sein, der das als den besten Ort ansieht, an dem man sein kann. Der mit den Bedingungen zufrieden ist und sich nicht unterschätzt oder als Opfer einer Ungerechtigkeit fühlt."

"Wenn man mit dieser Einstellung anfängt, dann möchte ich, ehrlich gesagt, niemanden bezahlen, nur um es ihm zu zeigen: Ich möchte Leute, die überzeugt sind, am richtigen Ort zu sein."

Auch Rins hat sein Interesse bekundet: "Ehrlich gesagt, nein, ich habe nichts in diesem Paddock für nächstes Jahr. Wir versuchen, etwas in der Superbike-WM zu finden, aber momentan habe ich nichts."

"Wir versuchen einfach, ein gutes Motorrad zu finden. Wie ich schon bei den vorherigen Grands Prix gesagt habe, kämpfe ich seit drei Jahren sehr. Es fehlt ein wenig, um vorne dabei zu sein, um aufs Podium zu kommen."

Das letzte Spitzenergebnis gelang Rins im Frühling 2023 mit dem Sieg in Austin. Er will im nächsten Jahr auf jeden Fall Rennen fahren: "Wenn man sich selbst noch wettbewerbsfähig fühlt, will man nicht seine Karriere beenden."

"Also, ja, sicher, dieser Platz, dieser Ducati-Platz - falls Bulega hierher käme, wäre sicher ein gefragter Platz. Aber ja, schauen wir mal", so Rins. Binders letzter Podestplatz datiert auf den Saisonauftakt 2024.

Miller stand seit Frühling 2023 nicht mehr auf dem Podium. Morbidelli hat im Vorjahr zwei dritte Plätze erobert, steht aber aktuell im Schatten seines VR46-Teamkollegen Fabio Di Giannantonio.

Es gibt noch einen weiteren Fahrer, der im Poker um den freien Ducati-Platz oder auch um einen Platz im BMW-Team mitmischen könnte: Manuel Gonzalez. Sollte er nicht den Platz bei Tech3 bekommen, könnte sich auch Gonzalez Richtung Superbike-WM orientieren.

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