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Rivola wollte Bezzechi nach Sprint-Sturz "killen": Wie die Wende im GP gelang

Marco Bezzecchi war in Thailand der klar schnellste Fahrer

Foto: AFP

Aprilia hat dem MotoGP-Saisonauftakt 2026 in Thailand den Stempel aufgedrückt. Marco Bezzecchi war in allen drei Trainings Schnellster, eroberte die Poleposition und fuhr im Grand Prix souverän und ungefährdet zum Sieg.

Lediglich der Sprint sorgte für einen schwarzen Fleck im Zeugnis. In der zweiten Runde stürzte Bezzecchi, kurz nachdem er Marc Marquez die Führung abgenommen hatte. "Deswegen war ich ziemlich enttäuscht", sagt Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola nach dem Wochenende.

"Wenn du das Potenzial hast, so eine Art All-in zu gehen, dann musst du es auch wirklich machen, denn früher oder später denkst du an das, was du liegen gelassen hast. Falls das nicht passiert, dann vielleicht nur, weil du dominant bist - aber wir wissen, dass es bei uns nicht so laufen wird."

Damit meint Rivola, dass er nicht davon ausgeht, dass Aprilia auf allen Strecken derart dominieren wird. Der Fehler im Sprint kostete Bezzecchi letztendlich auch die WM-Führung nach dem ersten Rennwochenende. Er hat sieben Punkte Rückstand auf KTM-Fahrer Pedro Acosta.

Gerade nach dem Sprint war die Stimmung in der Aprilia-Box geknickt. Es war allen bewusst, welche Chance man vertan hatte. "Marco ist ein sehr intelligenter Kerl, echt ein schlauer Typ", betont Rivola. "Er wusste selbst, was der Fehler war."

Musste er ihn nach dem Sturz mental aufrichten? "Es gibt keinen Grund, dass ich ihm noch extra Scheiße mitgebe, wenn er sich selbst schon genug Scheiße macht", umschreibt das Rivola mit blumigen Worten.

"Ich glaube, es gibt Momente, da kann er hart zu mir sein, und Momente, da muss ich ihn unterstützen. Ja, ich habe versucht, ihn zu unterstützen - obwohl ich ihn in dem Moment am liebsten umgebracht hätte", sagt Rivola und lacht. "Aber am Ende war das Team zufrieden."

Massimo Rivola

Nach dem Sprint war Massimo Rivola überhaupt nicht glücklich

Foto: Mirco Lazzari gp/Getty Images

Nach insgesamt drei Stürzen am Samstag meldete sich Bezzecchi im Grand Prix eindrucksvoll zurück und eroberte einen Start-Ziel-Sieg. "Ja, es war superwichtig, nach dem Fehler ein gutes Rennen abzuliefern und natürlich so gut wie möglich zurückzuschlagen", sagt der Italiener.

"Ich wusste, dass ich mit dem Medium-Reifen über die längere Distanz ziemlich stark bin, aber einfach ist das nie. Ich habe einfach versucht, so gut wie möglich zu starten. Als ich vorne war, habe ich versucht, am Anfang eine kleine Lücke herauszufahren und dabei den Reifen zu managen."

"Hier ist der Verschleiß am Hinterreifen extrem hoch. Es war also nicht leicht, aber ich habe mich das ganze Rennen über gut gefühlt. Deshalb bin ich sehr, sehr happy. Die Jungs haben einen super Job gemacht - danke an sie."

In der zweiten Rennhälfte verwaltete er einen Vorsprung von fünf bis sechs Sekunden: "Na klar, ich wollte ein bisschen verwalten, aber in so einer Situation ist es auch sehr leicht, Fehler zu machen. Wenn du die Konzentration verlierst, während du alleine fährst, passieren Fehler sehr, sehr schnell."

"Deshalb war es hart. Also ja, ich habe natürlich versucht, viel zu managen, die Reifen nicht zu zerstören, aber gleichzeitig auch so gut wie möglich zu fahren, und die ganze Zeit fokussiert zu bleiben, damit mir kein Fehler passiert."

Marco Bezzecchi

Im Grand Prix fuhr Marco Bezzecchi fehlerfrei und souverän

Foto: Getty Images AsiaPac

Nagten die drei Stürze vom Samstag? "Solche kleinen Fehler nehmen dir ein Stück Selbstvertrauen. Ich glaube, der Crash im Qualifying war der einzige, den ich wirklich, sagen wir, besser nachvollziehen kann, weil du im Qualifying schon eher mal so einen Fehler machen kannst."

"Und auch der im Sprint: Vielleicht war ich da ein bisschen zu nervös, ich habe versucht, die Kurve zu sehr abzukürzen. Als ich mir die Bilder nochmal angesehen habe, dachte ich erst, ich hätte die weiße Linie berührt, aber ich glaube, ich habe sie nicht wirklich berührt."

"Ich war extrem nah dran, aber ich wollte einfach viel Kurvenspeed mitnehmen, und das hat mich dann zu Fall gebracht. Es war nicht einfach, aber zum Glück ging es mir gut." Mit dem souveränen Grand-Prix-Sieg machte Bezzecchi diese Scharte wieder wett.

Warum Raul Fernandez Platz zwei verlor

Aprilia brachte alle vier Fahrer in die Top 5. Raul Fernandez fuhr lange an der zweiten Stelle und wurde schließlich Dritter. Im letzten Renndrittel musste sich der Trackhouse-Fahrer noch Acosta geschlagen geben.

Warum brachen seine Rundenzeiten in der Schlussphase ein? "Wir haben im Sprint gesehen, dass wir einen ziemlich höheren Verbrauch am Hinterreifen hatten, vor allem auf den Geraden", erläutert Fernandez. Er versuchte, hinter Bezzecchi den Reifen zu managen.

"Aber die Sache ist: Aus irgendeinem Grund haben die beiden den Hinterreifen besser gemanagt als ich. In den letzten drei, vier Runden hatte ich auf den Geraden extrem viel Wheelspin. Ich habe versucht zu überleben. Wie auch immer, ich fühle mich gut mit dem Motorrad."

Raul Fernandez, Pedro Acosta

Am Schluss konnte Raul Fernandez die KTM von Acosta nicht in Schach halten

Foto: Getty Images AsiaPac

"Wir sind sehr gut in die Saison gestartet. Ich denke, ich bin ein besserer Fahrer, weil ich in schwierigen Momenten in der Box sehr ruhig bleibe. Das heißt, dass alle besser arbeiten. Unser Ziel muss sein, das ganze Jahr über in den Top 8 zu sein. In schwierigen Rennen müssen wir da sein."

Jorge Martin kam als Vierter ins Ziel, dicht gefolgt von Ai Ogura. Es stellt sich die Frage, ob Aprilia im letzten Jahr der 1.000er-Ära im Kampf um den WM-Titel ernsthaft mitreden kann. Nach Buriram hält man den Ball flach.

Bezzecchi meint: "Ganz sicher hat Aprilia diesen Winter gute Arbeit geleistet. Sie haben die ganze Pause über extrem hart gearbeitet, um uns ein paar wichtige Teile zu bringen, die wir ausprobieren konnten."

"Klar, das war wichtig, aber ich muss auch sagen: Es ist noch sehr, sehr früh, das jetzt abschließend zu beurteilen. Es ist erst ein Rennen, die Meisterschaft ist sehr, sehr lang. Also versuchen wir, ruhig zu bleiben. Immer hungrig bleiben und jedes Wochenende das Beste rausholen, was geht."

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