Roll-out der RC214V: Honda präsentiert 2027er-Motorrad erstmals im Video
Honda gewährt erstmals einen Blick auf die neue RC214V für die MotoGP 2027 - Welche Eindrücke Testfahrer Takaaki Nakagami nach dem ersten Roll-out schilderte
Takaaki Nakagami beim Test der ersten RC214V im Dezember
Foto: Screenshot Screenshot
Honda hat erstmals Videoaufnahmen seines neuen MotoGP-Prototyps für die Saison 2027 veröffentlicht. Obwohl das Motorrad bereits im Dezember in Sepang erstmals auf der Strecke unterwegs war, ließ sich der Hersteller fast drei Monate Zeit, bevor er nun die ersten bewegten Bilder des Roll-outs zeigte.
Der erste Test der neuen RC214V fand am Mittwoch, dem 17. Dezember, auf dem Sepang International Circuit statt. Dort arbeitete das Test- und Entwicklungsteam mehrere Tage lang an dem neuen Prototypen. Am Steuer saß Testpilot Takaaki Nakagami.
Bis zum nächsten offiziellen MotoGP-Test in Barcelona am 18. Mai wird Testfahrerkollege Aleix Espargaro weiterhin an der Entwicklung der aktuellen RC213V für die Saison 2026 arbeiten. Nakagami konzentriert sich dagegen vollständig auf die Weiterentwicklung der neuen RC214V für das kommende Reglement.
Nach dem Barcelona-Test wird auch Espargaro in das Entwicklungsprogramm der 2027er-Maschine einsteigen und gemeinsam mit Nakagami an der neuen Technik arbeiten. Als erster Termin, an dem die Stammfahrer von Honda die RC214V selbst testen können, ist aktuell der offizielle Test in Brünn am 22. Juni vorgesehen.
Nakagami gibt positives Feedback
Im veröffentlichten Video äußert sich Nakagami positiv über das neue Motorrad: "Der erste Eindruck ist, dass das Bike superleicht ist. Das hat mich ein wenig überrascht, sogar unter diesen Bedingungen. Ja, wirklich ziemlich gut", so der Japaner.
Die RC214V entsteht im Hinblick auf das neue technische Reglement der MotoGP, das ab 2027 in Kraft tritt. Dieses sieht eine Reduzierung des Hubraums von derzeit 1000 auf 850 Kubikzentimeter vor. Zudem werden die aerodynamischen Möglichkeiten eingeschränkt und die Ride-Height-Devices während der Fahrt verboten.
Eine weitere große Änderung betrifft den Wechsel des Reifenaufstatters ab 2027: Statt Michelin wird künftig Pirelli die Einheitsreifen für die Königsklasse liefern.
Das Honda-Video zeigt, dass der erste Test unter nassen Streckenbedingungen stattfand. Das Motorrad war dabei mit profilierten Reifen ausgerüstet. Welche Marke konkret verwendet wurde, lässt sich im Video nicht eindeutig erkennen.
Allerdings konnte Motorsport.com, eine Partnerseite von Motorsport-Total.com, bestätigen, dass Pirelli bereits Reifenprototypen der neuen MotoGP-Mischungen nach Sepang gebracht hat, die im kommenden Jahr debütieren und Michelin ersetzen sollen.
Aprilia und Ducati noch ohne Roll-out
Auffällig ist zudem eine Aero-Konfiguration, die noch stark an die aktuelle Generation erinnert und 2027 damit eigentlich nicht zulässig wäre. Denn dann müssen Frontverkleidungen fünf Zentimeter schmaler und kürzer sein. Zusätzlich wird die Höhe des Hecks - inklusive sämtlicher Flügelelemente - um zehn Zentimeter reduziert.
Honda ist nicht der einzige Hersteller, der bereits mit Blick auf 2027 testet. Auch Yamaha und KTM haben ihre Prototypen für die neue Regelära bereits auf die Strecke gebracht.
KTM absolvierte die ersten Fahrten ebenfalls im Dezember und testete in dieser Woche erneut im Rahmen eines privaten Tests im spanischen Jerez. Dort war erneut Pol Espargaro im Einsatz. Neben KTM waren auch Yamaha und Aprilia vor Ort.
Aprilia gehört derzeit gemeinsam mit Ducati zu den einzigen Herstellern im MotoGP-Feld, die bislang noch keinen Prototypen für die Saison 2027 auf der Strecke getestet haben.
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