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Rossi in erster Startreihe: "Yamaha agiert jetzt cleverer"

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Rossi in erster Startreihe: "Yamaha agiert jetzt cleverer"
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24.08.2019, 18:00

Valentino Rossi startet in Silverstone zum zweiten Mal 2019 aus der ersten Reihe, hält sich für das Rennen aber bedeckt - Immerhin: Yamaha macht etwas besser als früher

Für MotoGP-Altmeister Valentino Rossi läuft das Wochenende zum Grand Prix von Großbritannien 2019 in Silverstone bislang gut. Den Freitag hatte der Yamaha-Werkspilot, nachdem ihm seine FT2-Zeit doch nicht gestrichen wurde, auf P4 abgeschlossen. In den Samstagstrainings präsentierte er sich mit P2 und P4 ebenfalls konkurrenzfähig. Im Qualifying fuhr er dann als Zweiter in die erste Startreihe.

Zwar wies Rossi in Q2 einen Rückstand von 0,428 Sekunden auf Polesetter Marc Marquez (Honda) und dessen neuen Silverstone-Streckenrekord auf. Doch nach zuletzt zähen Monaten startet Rossi nun zum zweiten Mal in dieser Saison aus der ersten Reihe. Entsprechend zufrieden äußert sich "The Doctor" in der Samstagspressekonferenz, an der er erstmals seit Austin im April dieses Jahres wieder teilnehmen durfte.

Erstmals seit Austin in der ersten Reihe

"Ich fühle mich hier schon seit Freitag richtig wohl auf dem Bike. Unser Tempo ist gut und das gilt auch für das Renntempo, wie man im vierten Freien Training gesehen hat. Dass es mit der ersten Startreihe geklappt hat, ist natürlich toll. Denn wenn man um das Podest mitkämpfen will, muss man heutzutage von den ersten fünf, sechs Startpositionen losfahren", so Rossi.

Auf seiner letzten Quali-Runde in Q2 hatte er den späteren Polesetter Marquez direkt hinter sich, was sich laut Marquez "so ergeben hat". Der WM-Spitzenreiter wiederum hatte Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller direkt hinter sich. Der Australier fuhr auf den dritten Startplatz und damit ebenfalls in die erste Reihe. Rossi hat die letzte Runde in dieser Dreiergruppe "sehr genossen", wie er sagt.

Rossi zufrieden: Yamaha agiert neuerdings "clever"

Ob es für Rossi am Sonntag mit einem dritten Podestplatz 2019 nach Termas de Rio Hondo und Austin klappen kann? "Das Gute ist, dass wir hier konkurrenzfähig sind", so der Yamaha-Pilot, der "dank einiger größerer Veränderungen seit Brünn nun wieder am Limit fahren kann", wie er sagt. In diesem Zusammenhang verweist er auf "einige clevere Dinge", die Yamaha neuerdings anwendet.

Valentino Rossi

Zum zweiten Mal nach Austin fuhr Rossi in dieser Saison in die erste Reihe

Foto: GP-Fever.de

Auf Nachfrage, welche "cleveren Dinge" das sind, holt Rossi aus: "Unsere Beschleunigung ist jetzt schon nach kleineren Anpassungen deutlich besser. Und wir haben etwas gefunden, um die Reifen besser zu schonen. Der Reifenverschleiß war in den vergangenen Jahren oft ein Problem für uns gewesen, vor allem im Vergleich zu Honda und Ducati. Auf diesem Gebiet agieren wir jetzt cleverer."

Abgesehen davon merkt Rossi an, dass es kein Zufall ist, dass Yamaha gerade in Silverstone (Startaufstellung zum GP Großbritannien 2019) so gut zurechtkommt: "Das Layout der Strecke und insbesondere die Kurvenradien liegen unserem Bike einfach. Es gibt hier viele mittelschnelle Kurven. Hinzu kommt der neue Asphalt, der richtig guten Grip bietet."

"Clever" ja, aber Topspeed bleibt ein großes Problem

Ein Aspekt, in dem Yamaha aber noch immer zurückliegt, ist der Topspeed. Auf die Honda von Marquez fehlten im Q2 sowohl Rossi als auch seinem Teamkollegen Maverick Vinales knapp zehn km/h. "Ja, das Überholen fällt uns schwer, weil wir oft hinter anderen Fahrern hängen und nicht vorbeikommen", sagt Rossi.

Valentino Rossi

Auf die Honda von Marquez verlieren Rossi und Vinales in Silverstone zehn km/h

Foto: LAT

Und so legt der Yamaha-Star den Finger in die Wunde: "Der Topspeed ist ein großes Problem für uns. Ich glaube, wir haben mittlerweile auf der Geraden das langsamste Motorrad von allen. Um vorne zu sein und Marquez zu blocken, der auch hier der Schnellste zu sein scheint, muss man wirklich sehr sehr schnell sein. Daher dürfte das schwierig werden."

Ausblick auf das Rennen: Podestplatz "wird schwierig"

Im 20-Runden-Rennen am Sonntag möchte Rossi "natürlich um das Podest mitfahren", will sich aber trotz seines wiedergefundenen guten Gefühls auf der M1 noch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen: "Es wird schwierig, denn es gibt fünf bis sechs Fahrer mit starkem Renntempo. Es wird darauf ankommen, direkt vom Start an alles richtig zu machen und das Maximum herauszuholen."

"20 Runden sind natürlich eine lange Renndistanz und es wird wohl recht heiß werden", verweist Rossi auf die Wettervorhersage für den Sonntag. Und mit einem Lachen fügt der Italiener abschließend hinzu: "Wir dürfen uns aber nicht beschweren, denn normalerweise haben wir ja hier fünf Grad [Celsius] und drei Tage lang Regen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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