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Rossi-Probleme: Michelin macht Fahrstil verantwortlich, der "Doctor" kontert

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Rossi-Probleme: Michelin macht Fahrstil verantwortlich, der "Doctor" kontert
Autor:
Co-Autor: Lewis Duncan
18.07.2020, 16:10

Valentino Rossi kämpft in Jerez mit Grip-Problemen: Michelin-Manager Piero Taramasso verweist auf Rossis Fahrstil, doch der Italiener weist die Kritik von sich

Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi wird beim MotoGP-Saisonauftakt in Jerez nur von Position elf ins Rennen starten. Nach einem enttäuschenden Trainingsauftakt am Freitag steigerte sich Rossi am Samstagmorgen bei etwas kühleren Bedingungen und schaffte den Sprung ins Q2. Doch im Qualifying am Nachmittag kämpfte Rossi erneut mit der Haftung und verlor über eine Sekunde auf Markenkollege Fabio Quartararo.

Michelin-Rennsport-Manager Piero Taramasso zog das Interesse auf sich, als er gegenüber 'Sky Italia' behauptete, Rossis Fahrstil sei für die Probleme mit den Reifen verantwortlich. "Rossi hat einen besonderen Fahrstil. Er lehnt sich verglichen mit anderen Fahrern weniger weit neben das Motorrad. Deshalb belastet er den Reifen auf der Flanke stärker und die Reifentemperatur steigt an", nennt Taramasso seine Theorie.

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Box: Yamaha Factory Racing

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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, mit Carmelo Ezpeleta

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, mit Carmelo Ezpeleta
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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Der Michelin-Verantwortliche behauptet also, dass Rossi größere Schräglagen fährt, weil er seinen Oberkörper weniger stark einsetzt als seine Kollegen. Das belastet die Reifen stärker, die Reifentemperatur steigt an und der Verschleiß nimmt zu. Doch Rossi möchte das nicht so stehen lassen.

"Ich stimme Taramasso nicht zu. Ich habe das Interview mitbekommen. Wenn man sich die Bilder anschaut, dann sieht man, dass ich mich weit neben das Motorrad lehne. Ich habe intensiv daran gearbeitet", kommentiert Rossi, der nach seiner Rückkehr zu Yamaha vor einigen Jahren stark am Fahrstil arbeitete und sich seitdem deutlich weiter neben das Motorrad lehnt.

Valentino Rossi nennt andere Ursache für die Reifenprobleme

"Mit den Bridgestone-Reifen lehnten wir uns noch weiter neben das Motorrad. Jetzt mit den Michelin-Reifen kann man sich nicht zu weit nach außen lehnen", fügt Rossi hinzu, der ständig seinen Fahrstil optimiert, um mit der deutlich jüngeren Konkurrenz mitzuhalten.

Laut Rossi haben die Reifenprobleme eine andere Ursache: "In meiner Karriere bevorzugte ich immer harte Reifen - vorne und hinten. Die besten Rennen meiner Karriere fuhr ich mit harten Reifen. Die Michelin-Reifen sind jetzt ziemlich weich. Sie haben eine sehr weiche Karkasse und weiche Mischungen. Das ist nicht leicht für mich, zumal ich größer bin als der Durchschnitt."

Valentino Rossi

Valentino Rossi wünscht sich von Michelin härtere Reifen

Foto: Motorsport Images

"Ich bin schon sehr dünn, aber mein Gewicht ist höher", ist sich Rossi bewusst. "Ich verstehe Taramasso aber auch, wenn er behauptet, dass es mein Problem und kein Michelin-Problem ist. Die anderen Fahrer sind ja schnell. Ich stimme ihm zu, dass wir eine Lösung finden müssen, aber ich stimme nicht zu, dass es daran liegt, weil ich mich zu wenig neben das Motorrad lehne."

Yamaha-Markenkollegen haben keine Reifenprobleme

Und was sagen die Yamaha-Markenkollegen zu Rossis Problemen? Fabio Quartararo holte sich in Jerez die Pole-Position. Maverick Vinales steht ebenfalls in Reihe eins. "Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben wir große Verbesserungen erzielt, vor allem bei Hitze", stellt Vinales fest.

"Die Konstanz ist viel besser. Das Motorrad verhält sich von einem Training zum nächsten sehr ähnlich. Wir können deshalb viel besser an der Abstimmung arbeiten und die Reifen besser verstehen. Hier in Jerez haben wir keine Probleme mit den Reifen", bemerkt Vinales.

"Es ist bei der Hitze ziemlich überraschend, wie gut die Reifen funktionieren", staunt Rossis Teamkollege. "Sicher haben wir Schwächen und Stärken. In Jerez haben wir aber viele Stärken, die wir morgen nutzen müssen."

 

Maverick Vinales

Maverick Vinales hat im Gegensatz zu Valentino Rossi keine Probleme mit den Reifen

Foto: Motorsport Images

Fabio Quartararo stimmt Rossi zu, dass Yamaha auch 2020 ein Problem mit dem Topspeed hat. Die M1 macht die Zeit nach wie vor in den Kurven gut und ermöglicht höhere Kurvengeschwindigkeiten als die Maschinen von Honda und Ducati.

"Es stimmt, dass unser Motorrad beim Topspeed und der Leistung zurückliegt. Das sieht man. Doch wir haben eine andere Stärke. Das Motorrad lenkt gut ein und lässt sich gut verzögern", schildert Quartararo. "Ich denke, dass wir sehr intensiv daran arbeiten müssen, die Reifen zu kontrollieren."

"Doch man kann nicht immer nur die positiven Aspekte vereinen. Mit 25 Runden alten Reifen fühlte ich mich am Ende von FT4 nicht allzu schlecht. Unser großes Problem ist der Topspeed, aber das Reifen-Management ist meiner Meinung nach nicht so schwierig", so der Franzose.

Bis zu Platz vier alles offen?

Mit den Fortschritten vom zweiten zum dritten Freien Training zeigt sich Rossi zufrieden: "Wir verbesserten uns im Vergleich zum Freitag. Wir hatten gestern einen schwierigen Tag. Ich fühlte mich vor allem am Vormittag wohler. Meine Rundenzeiten waren gut. Am Nachmittag hatte ich bei der Hitze ein bisschen mehr zu leiden."

Ein Podium ist in Jerez aber außer Reichweite. "Ich denke, dass die Top 3 - Maverick (Vinales), Quartararo und Marquez - zu schnell sind. Doch danach folgt eine große Gruppe von Fahrern, die ein ähnliches Tempo fahren. Im Qualifying fuhr ich nicht besonders gut. Wir müssen uns natürlich verbessern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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