"Russisch Roulette": Wieder Kritik an Michelins MotoGP-Reifen

Pol Espargaro führt seine Probleme in Jerez auf einen schlechten Reifen zurück - Es ist nicht die erste Kritik an der Qualitätskontrolle von Reifenhersteller Michelin

"Russisch Roulette": Wieder Kritik an Michelins MotoGP-Reifen

MotoGP-Reifenhersteller Michelin hat weiterhin keinen leichten Stand. Nachdem die Franzosen in der Vergangenheit - aus verschiedenen Gründen - bereits mehrfach in der Kritik standen, gibt es auch nach dem Rennen in Jerez wieder scharfe Töne. Dieses Mal von KTM-Pilot Pol Espargaro. Der Spanier kam bei seinem Heim-Grand-Prix als Elfter über die Linie und hadert nach dem Rennen mit der Qualität seiner Reifen.

"Es ist schade, denn eigentlich hatten wir eine klare Vorstellung von den Reifen", berichtet Espargaro und erklärt: "Gestern (am Samstag; Anm. d. Red.) haben wir den Medium-Reifen bei verschiedenen Bedingungen ausprobiert. In FP4 fuhren wir damit 39,3 und waren mit dem gebrauchten Reifen in den Top 10." Im Rennen am Sonntag sei auf der gleichen Mischung aber plötzlich "alles anders" gewesen.

"Ich habe keine Ahnung. Es ist ein Glücksspiel, es ist 'Russisch Roulette'", kritisiert Espargaro den Reifenhersteller und erklärt: "Manchmal bekommt man einen guten (Reifen) und manchmal einen schlechten. Dann muss man den - so gut es eben geht - managen." So habe es sich in Jerez direkt ab Runde eins "nicht gut" angefühlt. Teamkollege Bradley Smith, der sich ebenfalls für den Medium-Reifen entschied, habe eine "viel bessere" Traktion gehabt.

In dieser Saison - und auch in der Vergangenheit - berichteten bereits mehrere Piloten von Qualitätsschwankungen der Michelin-Pneus. Dani Pedrosa schilderte nach dem Saisonauftakt in Katar beispielsweise ein ähnliches Problem wie Espargaro. Und auch Honda-Kollege Cal Crutchlow hielt schon nach Katar fest: "Wir haben ein Problem mit der Qualitätskontrolle."

Am Sonntag feierte Michelin übrigens seinen 400. Sieg in der Königsklasse der Motorrad-WM. Man hätte sich in Clermont-Ferrand sicher gewünscht, dass es zumindest an diesem besonderen Tag einmal keine Kritik gibt.

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