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Savadori ordnet Aprilia-Erfolg ein: "Eine wunderschöne Emotion"

Lorenzo Savadori steht selten im Rampenlicht, doch sein Anteil an Aprilias Stärke ist groß - Der Testfahrer erklärt, warum ihn der aktuelle Erfolg ganz besonders erfüllt

Savadori ordnet Aprilia-Erfolg ein: "Eine wunderschöne Emotion"

Lorenzo Savadori arbeitet seit 2019 im Hintergrund am Erfolg des Projekts

Foto: Getty Getty

Beim offiziellen MotoGP-Test in Jerez stand bei Aprilia vor allem eines im Fokus: die Bestätigung der aktuell starken Form des Projekts. Die RS-GP präsentiert sich seit mehreren Rennen und Entwicklungsstufen deutlich konkurrenzfähiger.

Für Lorenzo Savadori, der seit dem Start des MotoGP-Projekts 2019 eine zentrale Rolle in der Entwicklungsarbeit spielt, hat die aktuelle Performance eine besondere Bedeutung.

Auf die Frage, wie es sich anfühle, ein Motorrad mitentwickelt zu haben, das inzwischen zu den stärksten im Feld der Königsklasse zählt, sagt der Testfahrer: "Es ist schön, sehr schön. Ich arbeite sehr gern mit [Marco] Bezzecchi und natürlich auch mit Jorge [Martin] zusammen, da es viel gegenseitigen Respekt gibt."

Savaori schätzt Vertrauen von Team und Fahrern

Der Italiener betont insbesondere die enge Abstimmung innerhalb des Teams. Viele der getesteten Lösungen seien im Entwicklungsprozess mehrfach validiert worden, auch dank des Vertrauens der Stammfahrer in seine Arbeit und die der Ingenieure.

"Oft haben die Fahrer, auch in der Vergangenheit, mir und den Ingenieuren vertraut. Das hat die Entwicklung des Motorrads beschleunigt. Das macht mich sehr glücklich."

Besonders die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit von Aprilia erfüllt Savadori mit Stolz, auch wenn er den Erfolg eher als kontinuierlichen Prozess denn als Zielpunkt sieht: "Es ist eine andere Art von Zufriedenheit, etwas mehr verteilt über die Zeit."

"Aber die Wahrheit ist: Seit 2019 arbeiten wir daran, dieses Projekt wachsen zu lassen. Zu sehen, dass Aprilia jetzt so weit vorne ist, ist eine wunderschöne Emotion. Aber wir müssen weiter Druck machen." Damit spielt er auch auf die stetige Entwicklungsarbeit während der Saison an, die in Jerez erneut im Fokus stand.

Mehr Testfahrer nötig? Martin relativiert

Was das Testteam angeht, setzt Aprilia allein auf den Input von Savadori, während andere Teams mehrere Testfahrer im Kader haben. Für eine Aufstockung sieht Stammpilot Jorge Martin aktuell jedoch keinen akuten Bedarf: "Ich denke, wir brauchen das im Moment nicht. Sava macht einen unglaublichen Job."

Gleichzeitig verweist der Weltmeister von 2024 auf die Belastungssituation im Entwicklungsalltag, insbesondere bei unvorhersehbaren Zwischenfällen oder körperlichen Problemen eines Testfahrers. So erinnert er an Savadori Sturz im Jerez-Sprint.

"Wenn er zum Beispiel am Samstag stürzt und Schmerzen hat - am Sonntag musste er abbrechen -, dann ist er am Montag beim Test vielleicht nicht bei 100 Prozent. In diesem Fall könnte ein zweiter Fahrer wirklich hilfreich sein", so Martin.

Grundsätzlich betont der Spanier jedoch, dass ein gut arbeitender und sensibler Testfahrer viele Aufgaben allein abdecken könne. "Normalerweise kann ein Fahrer mit gutem Gefühl uns sehr gut helfen." Und das sei bei Savadori und dem Team der Fall. "Alles andere ist nicht meine Entscheidung. Das liegt bei Aprilia."

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