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"Schwierig, kein Spaß": Razgatlioglu hadert mit Yamaha-Chancenlosigkeit

In Jerez wurde er im Oktober Superbike-Weltmeister - In der MotoGP bleibt Toprak Razgatlioglu dort ohne Punkte und hat am Ende des Feldes keinen Spaß

"Schwierig, kein Spaß": Razgatlioglu hadert mit Yamaha-Chancenlosigkeit

Toprak Razgatlioglu ist mit der Gesamtsituation nicht zufrieden

Foto: Anadolu Anadolu

Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu hat an seinen ersten vier MotoGP-Rennwochenenden einen WM-Punkt gesammelt. Das gelang dem Türken in Austin, als er als 15. ins Ziel kam und damit der beste Yamaha-Fahrer war.

In der Regel kämpft der Pramac-Fahrer mit seinen drei Yamaha-Kollegen am Ende des Feldes. Das neue V4-Motorrad ist noch nicht konkurrenzfähig, um unter normalen Umständen aus eigener Kraft in die Top 10 zu fahren.

Razgatlioglus Grand-Prix-Ergebnisse lauteten bisher: 17, 17, 15 und 19. In der Superbike-WM war es Razgatlioglu in den vergangenen Jahren gewohnt, an jedem Rennwochenende um Siege zu kämpfen.

Jerez war besonders emotional. Im vergangenen Oktober gewann Razgatlioglu auf dieser Strecke seinen dritten Superbike-Weltmeistertitel. Jetzt konnte er in der MotoGP keinen einzigen WM-Punkt sammeln.

"Ja, es ist schwierig", gibt er nach dem Jerez-Wochenende zu. "Ich habe schöne Erinnerungen hier, aber mit dem MotoGP-Motorrad ist alles komplett anders. Bevor ich hierherkam, wusste ich, was mich erwartet."

"Aber ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Ich schaue mir auch die anderen Yamaha-Fahrer an, und normalerweise ist Fabio [Quartararo] hier sehr stark. Auch er versucht, mit diesem neuen Projekt sein Bestes zu geben."

"Das ist normal, denn er ist ebenfalls Weltmeister, und auch für ihn ist das nicht einfach. Im vergangenen Jahr holte er die Pole, dieses Jahr schaffte er diese Rundenzeiten nicht. Das ist auch für ihn sehr schwierig."

Toprak Razgatlioglu

Einen WM-Punkt hat der Superbike-Weltmeister bisher gesammelt

Foto: Anadolu

Seit den Wintertests betont Razgatlioglu, dass er als Rookie 2026 als Lehrjahr betrachtet. Dass er mit der neuen Yamaha kaum WM-Punkte sammeln kann, nagt dennoch am 29-Jährigen.

"Ich versuche immer, daran zu denken, dass das mein erstes Jahr ist, ein Lehrjahr. Aber manchmal ist es hart, heute besonders", sagte er direkt nach dem Grand Prix von Spanien.

"Ich hatte keinen Spaß, vor allem wegen der Strafe." Für einen Unfall mit Aprilia-Testfahrer Lorenzo Savadori im Sprint hatte Razgatlioglu eine Long-Lap-Strafe erhalten.

"Auch ohne die Strafe hätte ich kein Tempo gehabt, um mit der anderen Gruppe mitzuhalten. Aber gegen Ende des Rennens hatte ich ein gutes Tempo, ähnlich wie Fabio. Wir fuhren vergleichbare Rundenzeiten."

"Aber gegen Rennende war es zu spät. Wir müssen mein Potenzial am Anfang des Rennens mit neuen Reifen nutzen", sagt Razgatlioglu. "Das ist schwierig, aber wir lernen. Ich muss die Elektronik in den Griff bekommen. Das ist entscheidend."

Ex-Weltmeister Quartararo konnte bislang elf WM-Punkte sammeln. Alex Rins kommt auf drei Zähler. Jack Miller, der routinierte Teamkollege von Razgatlioglu im Pramac-Team, hat in der WM-Tabelle noch eine Null neben seinem Namen stehen.

"Es ist auf jeden Fall frustrierend", erlebt Miller derzeit den gleichen Frust wie Razgatlioglu. "Du arbeitest die ganze Woche hart, die ganze Vorsaison, du hast gewisse Ziele im Kopf und weißt gleichzeitig, dass es schwer ist, sie zu erreichen."

"Aber was willst du machen? Aufhören ist keine Option, also arbeiten wir weiter daran. Und ich bin überzeugt: Wenn man die Arbeit reinsteckt, dreht sich das Blatt irgendwann. Ich bin eben jemand, der auch aus einem Stein noch Blut herausholt."

In der Herstellerwertung ist Yamaha mit 14 Punkten auf dem letzten Platz. Auch in der Teamwertung belegen das Werksteam und Pramac die letzten beiden Plätze.

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