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Schwieriger MotoGP-Wechsel für Toprak Razgatlioglu: "Motivation lässt nach"

Toprak Razgatlioglu kämpft beim MotoGP-Test in Sepang mit der neuen Yamaha - Die Umstellung vom Superbike fällt ihm schwer - Auch die Motivation leidet spürbar

Schwieriger MotoGP-Wechsel für Toprak Razgatlioglu: "Motivation lässt nach"

Toprak Razgatlioglu ist in Sepang in der MotoGP-Realität angekommen

Foto: Icon Icon

Bei Toprak Razgatlioglu machte sich nach dem Sepang-Test Ernüchterung breit. Einerseits ist die neue V4-Yamaha noch nicht konkurrenzfähig, andererseits hatte der Superbike-Weltmeister Schwierigkeiten, sich an einen MotoGP-Prototypen zu gewöhnen. Auch die Sitzposition des 185 Zentimeter großen Türken war noch nicht optimal.

"Ich habe etwas gelernt, aber nicht viel, weil ich immer noch versuche, meinen Fahrstil zu ändern", sagt Razgatlioglu. "Ich bin auch ein bisschen sauer, weil die Rundenzeit einfach nicht kommen wollte." Sein Rückstand auf die Spitze betrug 1,9 Sekunden.

"Für mich ist es nicht leicht, auf die Liste zu schauen und meinen Namen so weit unten zu sehen, besonders nach der Superbike-Zeit. Meine beste Runde war eine 1:58,3, ideal vielleicht 1:58,1, aber eben keine 57. Wenn ich eine 57 gesehen hätte, wäre das wirklich gut für mich gewesen."

"Eigentlich hatte ich eine 1:57 erwartet, aber ich bin keine 57 gefahren. Am letzten Tag war es echt schwierig, und dadurch hat auch meine Motivation nachgelassen. Ich fahre genauso wie vorher, aber die Rundenzeit kommt einfach nicht."

"Mit gebrauchten Reifen habe ich ein gutes Set-up gefunden. Da hat es sich schon etwas besser angefühlt. Mit einem neuen Reifen bin ich Jack [Miller] gefolgt, einfach um die Linien in den Kurven zu verstehen. Jack ist in den langen Kurven sehr stark."

"Beim Bremsen ist es okay, da bin ich stark. Ich bremse hart, halte das Motorrad an - perfekt. Aber die langen Kurven, die verstehe ich immer noch nicht so richtig. Das Feedback vom Vorderreifen ist jetzt auch perfekt."

"Aber der Hinterreifen bleibt schwierig, weil er so sensibel ist. Ich tue mir schwer, den Grip richtig einzuschätzen. Es sieht so aus, als müssten wir beim Fahrwerk doch etwas anderes versuchen, weil ich beim Einlenken und beim Grip etwas mehr Unterstützung brauche."

Reifen und Fahrstil in der MotoGP ganz anders

Razgatlioglu beschreibt den Vergleich so: "Mit dem Superbike nutzte ich den Hinterreifen immer zum Einlenken, weil das Superbike nicht so leicht einlenkt wie die MotoGP. Da lasse ich das Heck leicht rutschen, stelle sie dann auf und beschleunige raus - das funktioniert dort."

"Aber in der MotoGP ist es genau andersrum. Du musst fahren wie auf einer Moto2, und das Gas ganz vorsichtig aufziehen, weil vor allem der Hinterreifen unglaublich sensibel ist." Kurvenspeed war für Razgatlioglu in Sepang auch ein großes Thema.

Die Michelin-Reifen funktionieren anders als die Superbike-Reifen von Pirelli. Ein Charakter ist, dass der Michelin-Hinterreifen bei Wheelspin einfach immer weiter durchdreht und nicht mehr stoppt. Das macht dem Rookie zu schaffen.

Toprak Razgatlioglu

Mit seiner Körpergröße ist es nicht einfach, eine optimale Sitzposition zu finden

Foto: Icon Sportswire

"Beim Pirelli spürst du das Durchdrehen und kannst es leicht kontrollieren", schildert er den Vergleich, "aber beim Michelin, wenn er einmal durchdreht, dann hört er nicht wieder auf. Das ist schwer zu verstehen."

"Klar, die anderen Fahrer kennen den Reifen und können vielleicht besser damit umgehen, aber für mich ist das noch echt schwierig. Mit einem neuen Reifen fällt es mir echt schwer, lange zu warten, bis ich das Gas aufmachen kann."

Der Unterschied zwischen einem Superbike und einem MotoGP-Prototypen ist wie Tag und Nacht. Razgatlioglu muss alles neu lernen. Vor allem an seinen beiden Testtagen mit den anderen Stammfahrern hat er gesehen, wie hoch das Niveau ist.

"Beim Bremsen ist es gar nicht so schlecht, das macht mir sogar Spaß mittlerweile. Aber das Tempo in den Kurven ist schwierig. Ich habe Alex Marquez gesehen. Sein Motorrad lenkt unglaublich ein, hat richtig gute Beschleunigung und viel Grip. Das ist bei mir momentan schwierig."

"Ich habe versucht, so zu fahren wie er, aber mein Motorrad lenkt einfach nicht so ein. Wir verlieren da ein bisschen. Klar, vielleicht liegt das nicht nur an meinem Stil, sondern auch am Set-up. Aber wir müssen etwas fürs Rennen finden."

Hoher Lenker wie ein "Touringbike"

Am letzten Testtag fuhr Razgatlioglu nicht mehr ausschließlich den niedrigsten Sitz, sondern einen etwas höheren, um die Aerodynamik-Elemente am Heck montieren zu können. Denn er hat bemerkt, dass sie in der Bremsphase eine große Hilfe sind.

Andererseits fuhr er weiter mit einem im Vergleich zu den anderen Fahrern relativ hohen Lenker. "Ich fahre jetzt quasi ein Touringbike", lacht Razgatlioglu. "Ich versuche es einfach mit meinem Superbike-Stil."

"In manchen Bereichen fühlt es sich super an, vor allem beim Bremsen bin ich wirklich stark mit diesem Lenker. Aber auf der Geraden verliere ich ein bisschen Topspeed, und in den Kurven verliere ich vielleicht auch etwas, da der Lenker so hoch ist."

Toprak Razgatlioglu

Auch mit dem MotoGP-Bike gelingen "Stoprak" seine berühmten Stoppies

Foto: Icon Sportswire

"Ich kann mich nicht richtig reinlegen, komme nicht richtig runter. Das ist eigentlich gar nicht mein Stil. Normalerweise fahre ich nicht so tief, aber jetzt fange ich an, meinen Stil anzupassen, weil man das in der MotoGP einfach braucht."

Razgatlioglu hat vor dem Saisonstart noch zwei Testtage in Buriram zur Verfügung. Diese Strecke kennt er. 2018 und 2019 fuhr er in Thailand in der Superbike-WM. Spätestens in Sepang ist dem 29-Jährigen bewusst geworden, wie schwierig der Wechsel in die MotoGP ist.

"Ich versuche, mich anzupassen. Mein Team sagt ständig: 'Fahr weicher, fahr geschmeidiger!'. Ja, klar, leicht gesagt. Nach der Superbike ist das echt verdammt schwierig. Ich versuche, schnell zu lernen. Ich hoffe, dass wir bald aufholen."

"Wie das möglich ist, weiß ich nicht, aber ich pushe jeden Tag weiter. Ich denke, die ersten fünf Rennen werden für mich echt schwierig, weil ich die Reifen erst verstehen muss. Vielleicht brauche ich ein paar Rennsimulationen, weil ich noch gar nicht weiß, wie sich der Reifen nach zwölf Runden verhält."

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