Seit 2013 dabei: Andrea Dovizioso "stolz" auf Ducati-Aufschwung

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Seit 2013 dabei: Andrea Dovizioso
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
01.10.2018, 10:52

Andrea Dovizioso spricht über den harten Weg, den Ducati seit seiner Ankunft 2013 hinter sich hat - Im Fokus steht immer die Weiterentwicklung für die Zukunft

Andrea Dovizioso, Ducati Team
2. Andrea Dovizioso, Ducati Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team, Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP, Andrea Dovizioso, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Podium: 1. Marc Marquez, 2. Andrea Dovizioso, 3. Andrea Iannone
Andrea Dovizioso, Ducati Team
2. Andrea Dovizioso, Ducati Team

Als Andrea Dovizioso zur MotoGP-Saison 2013 zu Ducati wechselte, war es sportlich gesehen nicht gerade der beste Zeitpunkt, den Wechsel zu den Roten zu wagen. Ducati hatte zu diesem Zeitpunkt seit 2010 kein Rennen mehr gewonnen, und Valentino Rossi hatte die Truppe nach mageren drei Podestplätzen in zwei Jahren gerade wieder verlassen. Rund fünf Jahre später ist Ducati neben Honda nun die Topadresse in der MotoGP.

Dovizioso hat Ducatis gesamten Weg zurück an die Spitze mitgemacht und steht als Vizeweltmeisters des Vorjahres symbolisch für den Aufschwung des gesamten Teams. Er selbst bestätigt, dass "ein großer Unterschied" zwischen der Ducati-Truppe 2013 und Ducati 2018 besteht. Vor allem mit der Verpflichtung von Gigi Dall’Igna im Jahr 2014 ging es für die Italiener bergauf.

"Ich kam ein Jahr vor Gigi zu Ducati", erinnert sich "Dovi" zurück. "Am Anfang hatten wir große Probleme, aber das ist normal. Damals waren wir zu weit weg. Wir mussten verstehen, was wir ändern müssen", berichtet Dovizioso, der in seinem ersten Jahr in Rot kein einziges Mal auf dem Podium stand. 2014 und 2015 folgten erste Podestplätze, ehe man ab 2016 endlich auch in der Lage war, Rennen zu gewinnen.

Laut Dovizioso ist es ganz normal, dass es einzige Zeit gedauert habe, ehe die Arbeit hinter den Kulissen Früchte getragen habe. Es sei "sehr schwierig" gewesen, doch man habe sich "Schritt für Schritt" verbessert. Er sei "stolz", Teil des ganzen Projekts zu sein. Damit meint er in erster Linie gar nicht unbedingt die Ergebnisse, sondern vielmehr den Fakt, dass die Ducati-Truppe es gemeinsam geschafft habe, sich wieder nach vorne zu arbeiten.

Zuletzt in Aragon wurde "Dovi" Zweiter. Obwohl er das Duell um den Sieg gegen Marc Marquez verlor, beweist der 32-Jährige wieder einmal Weitsicht und erklärt: "Ich freue mich darüber, wie sehr wir uns im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessert haben. Darum geht es." In dieser Hinsicht sei der zweite Platz in Aragon sogar wichtiger gewesen, als sein Sieg in Misano zwei Wochen vorher.

Denn Aragon war für Dovizioso und die Desmosedici historisch immer eine schwierige Strecke. Dass man dort bis zum Schluss um den Sieg kämpfen konnte, habe die gemachten Fortschritte "bestätigt" und sei wichtig für die Zukunft. Generell betont "Dovi", dass es immer wichtig sei, einige Dinge aus den Wochenenden mitzunehmen. Das gilt auch für die letzten fünf Rennen des Jahres.

Den WM-Titel hat der Italiener angesichts von 72 Punkten Rückstand auf Marquez zwar bereits abgehakt. Trotzdem weiß er, dass die anstehenden Rennen im Hinblick auf die Zukunft wichtig sind. "Phillip Island ist ganz sicher die schlechteste Strecke für unser Bike. Es wird ein interessantes Wochenende werden, denn ich denke, dass wir dort dieses Jahr sehr konkurrenzfähig sein können", zeigt sich Dovizioso optimistisch.

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