Sicherheits-Upgrade am Sachsenring - Fankultur wird ausgezeichnet
Der Sachsenring wird pünktlich zum diesjährigen MotoGP-Event sicherer gemacht - Gleichzeitig erhält die Traditionsstrecke eine besondere Auszeichnung
Die MotoGP am Sachsenring soll ab 2026 noch sicherer werden
Foto: ADAC ADAC
Der Sachsenring bereitet sich intensiv auf die neue Motorradsaison vor, und das sowohl auf als auch neben der Strecke. Während aktuell Bauarbeiten zur Verbesserung der Sicherheit laufen, gibt es parallel eine besondere Anerkennung für die traditionsreiche Fankultur rund um die Rennstrecke.
Gezielte Umbauten für mehr Sicherheit
Seit Mitte Februar wird laut einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks an mehreren Abschnitten der Traditionsstrecke gearbeitet. Hintergrund sind Auflagen des Motorrad-Weltverbands FIM, die vor allem die Sicherheit der Fahrer erhöhen sollen.
Im Fokus steht unter anderem die sogenannte Sachsenkurve. Nach einem schnellen Bergabstück gelegen, sind die Anforderungen an die Streckensicherheit hier entsprechend hoch. Der bisherige Grünstreifen zwischen Asphalt und Kiesbett wird entfernt und teilweise durch Asphalt ersetzt, um Stürze weniger riskant zu machen.
Auch an anderen Stellen wird nachgebessert: Zugänge für Streckenposten werden verbreitert, um im Ernstfall schneller reagieren zu können. Insgesamt bleiben die Eingriffe jedoch überschaubar. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 300.000 Euro und werden zur Hälfte vom Freistaat Sachsen getragen.
Lehren aus Zwischenfällen gezogen
Besonderes Augenmerk gilt zudem dem Ausgang des sogenannten Omega. Obwohl dieser Streckenabschnitt vergleichsweise langsam ist, kam es hier im vergangenen Jahr während des MotoGP-Wochenendes zu mehreren Zwischenfällen. Fahrer, die von der Strecke abkamen, verloren auf dem Grünstreifen häufig die Kontrolle.
Die Lösung: Auch hier wird der Untergrund angepasst, um ein sichereres Zurückkehren auf die Strecke zu ermöglichen. Zusätzlich entsteht eine Drainage entlang der Strecke, die Regenwasser effizient ableiten soll - ein wichtiger Schritt, gerade mit Blick auf wechselhafte Wetterbedingungen wie beim Grand Prix 2025.
Als immaterielles Kulturerbe anerkannt
Neben den baulichen Maßnahmen sorgt eine Nachricht abseits der Strecke für Aufmerksamkeit: Die Fankultur rund um den Sachsenring wurde offiziell in die sächsische Landesliste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Eine Bewerbung hatte der Streckenbetreiber, der ADAC Sachsen, Mitte 2025 eingereicht.
Damit wird eine Tradition gewürdigt, die sich über nahezu ein Jahrhundert entwickelt hat - seit Ende der Neunziger insbesondere um den deutschen Lauf der Motorrad-Weltmeisterschaft. Allein beim Grand Prix 2025 wurden über 250.000 Besucher gezählt.
Die Anerkennung unterstreicht die besondere Atmosphäre des Events. Der Freistaat Sachsen hat die Fankultur zudem für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen. Eine Entscheidung darüber wird für 2027 erwartet.
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