Sicherheitsbedenken: Rennleitung schlägt Holeshot-Verbot beim Start vor
Die MotoGP-Rennleitung schlug den Teams vor, Ride-Height-Systeme beim Start auf drei Strecken zu verbieten - Hintergrund sind Sicherheitsbedenken mehrerer Fahrer
MotoGP-Motorräder starten fast wie ein Dragster
Foto: Getty Getty
Die Rennleitung hat den MotoGP-Teams die Möglichkeit vorgeschlagen, den Einsatz von Ride-Height-Systemen bei den Rennstarts in Le Mans, Silverstone und Phillip Island zu verbieten. Dies geschah als Reaktion auf Sicherheitsbedenken der Fahrer.
Diese Initiative entstand aus den Gesprächen zwischen den Fahrern und der Rennleitung beim Treffen der Sicherheitskommission am Freitagabend im Paddock der Le-Mans-Strecke.
Bei diesem Treffen wiesen mehrere Fahrer auf das Sicherheitsrisiko hin, das der Einsatz von vorderem und hinterem Ride-Height-System beim Start auf bestimmten Streckentypen darstellen kann.
Zur Debatte standen die Layouts von Le Mans, Silverstone und Phillip Island. Bei allen drei Strecken erreichen die Fahrer die erste Kurve sehr schnell. Hinzu kommt, dass die erste Kurve in Schräglage angefahren wird.
Außerdem ist der Bremspunkt nicht hart genug, um das vordere Holeshot-System garantiert zu deaktivieren. All das kann zu sehr heiklen Situationen führen, worüber auf diesen drei genannten Strecken jedes Jahr diskutiert wird.
Die Bedenken der Fahrer veranlassten die Rennleitung dazu, den Teams die Möglichkeit anzubieten, über ein Verbot des Einsatzes dieser Systeme beim Start beider Rennen (Sprint und Grand Prix) auf diesen drei Strecken abzustimmen.
In einem Schreiben an die Teams heißt es: "Es wurde festgestellt, dass der Einsatz dieser Systeme auf diesen spezifischen Strecken ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Fahrer darstellt."
"Das betrifft insbesondere auch die Trajectory der Fahrer in Richtung Kurve 1 bei den Starts." Die Teams wurden gebeten, mitzuteilen, ob sie diese Sondermaßnahme befürworten.
In einer späteren Mitteilung ließ die Rennleitung die Teams wissen, dass es nach der Auswertung der eingegangenen Rückmeldungen für dieses Wochenende in Frankreich keine Änderungen geben werde.
Wäre die Änderung genehmigt worden, hätte der Zeitplan für den Samstag angepasst werden müssen, um eine zusätzliche Session einzuplanen, damit die Fahrer Starts ohne die Ride-Height-Systeme üben konnten.
Motorsport-Total.com geht davon aus, dass die Möglichkeit eines Verbots bei den Rennen in Silverstone (August) und Australien (Oktober) weiterhin auf dem Tisch liegt und demnächst besprochen wird.
Sollte diese außerordentliche Maßnahme genehmigt werden, wäre das ein erster Schritt hin zu der Art von Starts, die ab dem kommenden Jahr zur Norm wird, wenn das neue technische Reglement in Kraft tritt, das diese Ride-Height-Systeme ausdrücklich verbietet.
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