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Jorge Martin siegt beim Sprint in Le Mans

Foto: AFP

Jorge Martin äußerst sich nach seinem Sieg im Moto GP Sprint von Le Mans ausführlich zu der aggressiven Startphase, sowie zum Umgang mit seiner Aprilia. Der Spanier betont dabei sowohl seine persönliche Weiterentwicklung als auch die Herausforderungen im Sprintverlauf.

Der Start sei ein wichtiger Faktor gewesen, erklärt Martin, aber entscheidend sei erst das gewesen, was danach kam. "Es hat definitiv sehr geholfen, am Anfang schnell zu sein, aber von da an begann das eigentliche Rennen. Ich musste viel pushen. Auch wenn ich die Kontrolle hatte und den Abstand zu Pecco halten konnte, war es nicht einfach, so schnell zu sein."

Martin erklärt weiter: "Als ich angefangen habe nachzudenken, habe ich in den letzten drei oder vier Runden Fehler gemacht. Wenn ich in diesem Flow bin, läuft es besser. Aber das Qualifying bleibt ein Problem, daran muss ich weiterarbeiten."

Aggressiver Start legt den Grundstein

In den ersten Kurven konnte der Spanier sieben Positionen gut machen. Auf die Frage, wie viel davon Glück oder Können gewesen sei, antwortet der "Martinator" offen: "Das ist schwer zu sagen. Vielleicht hatte ich Glück, weil es von Startplatz acht unmöglich ist, vorherzusehen, was die anderen machen. Der Start selbst war sehr gut, das war Können. Dann habe ich die richtige Stelle gefunden, vielleicht war das auch Glück. Aber der Bremspunkt beim Ausgang war geplant."

Auf die Frage, ob es sein bester Start überhaupt gewesen sei, widerspricht der Spanier. "Nein, das glaube ich nicht. Ich habe einfach gute Linien und gute Stellen gefunden, aber ich denke, Katar 2021 von Platz 15 auf Platz 3 war besser."

Seine Überholmanöver in den ersten Kurven seien das Ergebnis von Konzentration und Entscheidung gewesen. "Es ist eine Mischung aus Determination, Entscheidung und Konzentration. Es geht nicht darum, einfach loszufahren und zu schauen, was passiert. Es geht um Kontrolle über das Motorrad."

Frühe Überraschung an der Spitze

Dass er nach wenigen Kurven bereits in Führung lag, hatte er selbst nicht erwartet. "Ich habe nie gedacht, nach zwei Kurven Erster zu sein. Vielleicht habe ich an Platz vier oder fünf gedacht, aber dann habe ich einfach weiter gepusht."

Die Übernahme der Führung bringt ihn selbst kurzzeitig in eine ungewohnte Situation. "Ich war ein bisschen im Schock, ehrlich gesagt. Vor allem fünf oder sechs Runden vor Schluss dachte ich nur, ich muss das Rennen irgendwie zu Ende bringen. Ich habe nicht viel nachgedacht, ich bin einfach gefahren."

Gleichzeitig betont er auch seinen Lernprozess mit der Aprilia. "Ich lerne immer besser, wo ich das Motorrad einsetzen kann und wo nicht. Heute haben wir etwas am Set-up geändert, ohne es vorher zu testen, aber ich verstehe die Aprilia immer besser."

Bezzecchi - "Nicht erwartet, dass er es ist"

Marco Bezzecchi zeigt sich von Martins Raketenstart überrascht: "Ich habe ein Geräusch gehört, also habe ich mit einem Überholmanöver beim Richtungswechsel gerechnet. Natürlich habe ich nicht erwartet, dass er es ist. Ich war von seinem Start ziemlich überrascht, aber er startet immer sehr, sehr schnell", erklärt Bezzecchi.

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi von Jorge Martin überrumpelt

Foto: AFP

Der Italiener räumt zudem einen kleinen eigenen Fehler in der entscheidenden Phase ein, der ihm eine bessere Verteidigungsposition kostete: "Leider habe ich einen kleinen Fehler gemacht, weil ich zuerst vorbeigegangen bin, aber dann hatte ich ein starkes Wackeln, weil ich wirklich nicht richtig gebremst habe, um in die Kurve zu gehen.

Ich bin etwas weit rausgekommen und war dadurch nicht in einer guten Position für das Bremsen in der Schikane. Trotzdem war er sehr, sehr stark."

Für den morgigen Grand Prix von Frankreich bleibt Martin vorsichtig optimistisch. "Morgen müssen wir bereit sein, auf hundert Prozent zu fahren und auf alle Bedingungen vorbereitet zu sein. Es wird ein schwieriger Tag."

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