"Bestes Satellitenteam": Smith und Espargaro loben Tech 3

Die KTM-Werksfahrer Espargaro und Smith begannen ihre MotoGP-Karriere bei Tech 3. Für sie ist die künftige Zusammenarbeit Tech-3-KTM der richtige Schritt.

Die Ankündigung, dass Tech 3 ab der MotoGP-Saison 2019 nicht mehr mit Yamaha sondern mit KTM zusammenarbeiten wird, war die erste große Überraschung in diesem Kalenderjahr. Die beiden aktuellen KTM-Werksfahrer Pol Espargaro und Bradley Smith kennen den Rennstall von Herve Poncharal bestens. Der Spanier debütierte 2014 in der Königsklasse und fuhr drei Jahre die Kunden-Yamaha. Smith war schon in der Moto2 zwei Jahre bei Tech 3 und von 2013 bis 2016 im MotoGP-Team.

Im Gespräch mit 'Motorsport.com' sind beide überzeugt, dass Tech 3 mit dem Wechsel zu KTM den richtigen Schritt macht. "Es macht absolut Sinn", so Smith. "KTM will das beste Kundenteam haben und es gibt nur Tech 3 und Pramac, denn das sind die beiden besten Teams, die schon fantastische Ergebnisse geschafft haben." Der Brite selbst eroberte mit Tech-3-Yamaha zwei Podestplätze und wurde 2015 WM-Sechster.

"Pramac ist ein Ducati-Team und Tech 3 war möglich", so Smith weiter. "Herve und seine Mannschaft haben ein fantastisches Programm, sie sind sehr professionell. Jahr für Jahr erzielen sie mit unterschiedlichen Fahrern fantastische Ergebnisse. Das zeigt, dass sie eine sehr gute Arbeitsweise haben. Für das KTM-Team wird es eine sehr gute Ergänzung sein." Bisher erhielt Tech 3 die Vorjahresmaschinen von Yamaha. Von KTM soll der Rennstall dann immer aktuelle Motorräder bekommen.

Das war auch für Poncharal ein entscheidender Grund für den Wechsel. "Sie sind ein junges Team", meint Espargaro über seinen ehemaligen Rennstall. "Sie sind gute Leute, die lernen wollen, gute Resultate erzielen wollen und sich einbringen wollen. Und KTM wird ihnen die Möglichkeit geben, sich in das Projekt einzubringen. Wir können das Motorrad gemeinsam weiterentwickeln. Und wir können das Motorrad noch deutlich verbessern. Wir werden sie brauchen, KTM wird sie brauchen. Sowohl für KTM als auch für Tech 3 ist das eine gute Idee."

Für die Rennabteilung im oberösterreichischen Munderfing kommt viel Arbeit zu. Die Motorräder für Tech 3 müssen im nächsten Jahr zusätzlich aufgebaut werden. "Im Haus wird eine parallele Infrastruktur aufgebaut", erklärt KTM-Teammanager Mike Leitner. "Dort gibt es einen technischen Leiter, denn Sebastian Risse ist an der Strecke. Ich bin auch bei 19 Grands Prix und den Tests vor Ort. Wenn man Rennen fährt, ist es der schwierige Teil, dass im Haus die Infrastruktur weiterwächst, um für die Aufgaben für 2019 gewappnet ist." Parallel dazu muss auch ein neues Moto2-Bike für den Triumph-Motor entwickelt werden.

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Rennserien MotoGP
Fahrer Bradley Smith , Pol Espargaro
Teams Red Bull KTM Factory Racing , Tech 3
Artikelsorte News
Tags motogp zukunft, tech-3-ktm