"So schnell wie ein Moto2-Pilot" - Warum Francesco Bagnaia durchgereicht wurde

Ducati-Pilot Francesco Bagnaia kommt beim Grand Prix von Großbritannien als 14. ins Ziel und verliert endgültig den Anschluss an WM-Leader Fabio Quartararo

"So schnell wie ein Moto2-Pilot" - Warum Francesco Bagnaia durchgereicht wurde

Francesco Bagnaia ist einer der Verlierer des MotoGP-Wochenendes in Silverstone. Vor dem Rennstart in England zählte der Ducati-Pilot zu den großen Favoriten für den Sieg. Nach einer starken Startphase wurde Bagnaia durchgereicht. Im finalen Renndrittel verlor der Italiener viele Positionen und rutschte bis auf die 14. Position zurück.

"In den letzten Runden fuhr ich so schnell wie ein Moto2-Pilot. Ich hatte große Schwierigkeiten", berichtet Bagnaia und erklärt: "Es ist offensichtlich, dass irgendetwas nicht funktioniert hat. Ich war das gesamte Wochenende über sehr schnell. Ich fuhr im Training Longruns mit gebrauchten Reifen und war drei Sekunden schneller als im Rennen"

"Ich kann mir nicht erklären, was passiert ist. Wir müssen die Daten analysieren und uns mit Michelin unterhalten", deutet Bagnaia ein Reifenproblem an und fügt hinzu: "In einer Meisterschaft wie dieser, der Königsklasse der Motorräder, müssen alle Komponenten der Maschine top sein."

Francesco Bagnaia sieht die Schuld bei den Reifen

"Es war erneut ein Rennen, bei dem ich Punkte verloren habe, obwohl es nicht unsere Schuld war", ärgert sich Bagnaia und schreibt die WM ab. Mit dem Sieg in Silverstone baute Yamaha-Pilot Fabio Quartararo seine Führung in der WM weiter aus. "Fabio hat die Meisterschaft bereits gewonnen, weil 70 Punkte zu viel sind", so Bagnaia.

Francesco Bagnaia

Im finalen Renndrittel ließ der Hinterreifen stark nach

Foto: Motorsport Images

Magere zwei WM-Punkte kassierte Bagnaia, obwohl er in den Trainings und in den Qualifyings immer an der Spitze zu finden war. Hatte er die gleichen Probleme wie Landsmann Valentino Rossi, der ebenfalls durch ein Reifenproblem durchgereicht wurde?

"Ich sah auch, dass Valentino Probleme hatte. Wir müssen uns mit Michelin unterhalten, um zu verstehen, was nicht funktioniert hat. Ich kam in Kurve 7 von der Linie ab, weil ich am Kurveneingang einen Hinterrad-Rutscher hatte. Der Vorderreifen hingegen fühlte sich sehr gut an", erklärt Bagnaia.

"Das gesamte Wochenende kam ich mit dem weichen Vorderreifen sehr gut zurecht. Damit fuhr ich meine schnellste Rundenzeit. Das Gefühl war unglaublich. Es war richtig, den weichen Vorderreifen zu verwenden. Vom Hinterreifen kann ich das nicht behaupten", ärgert sich Bagnaia.

Großer Frust, weil die WM in weite Ferne rückt

In der Meisterschaft sind Joan Mir (Suzuki) und Johann Zarco (Pramac-Ducati) nun die ersten Verfolger von Fabio Quartararo. Francesco Bagnaia fiel auf die vierte Position zurück. "Fabio hat im Moment einen großen Vorsprung. Wir geben aber noch nicht auf und werden unser Bestes geben, um vor ihm zu landen. Doch man muss sich ehrlich eingestehen, dass er im Moment der stärkste Fahrer ist", bemerkt Bagnaia.

Francesco Bagnaia, Fabio Quartararo

Francesco Bagnaia liegt 70 Punkte hinter Fabio Quartararo

Foto: Motorsport Images

"Er behauptet sich immer an der Spitze und hat bei schwierigen Bedingungen nie Probleme. Wir müssen positiv bleiben und versuchen, vor ihm zu landen. Doch so ist es schwierig, weil man das gesamte Wochenende über bestmöglich arbeitet und dann gibt es im Rennen plötzlich ein Problem, das man das gesamte Wochenende über nicht hatte", ärgert sich Bagnaia über die Probleme im Rennen.

"Es ist frustrierend, weil wir am vergangenen Wochenende ein gutes Ergebnis einfahren konnten. Es ist sehr wichtig, Punkte auf Quartararo gutzumachen. Die Situation ist sehr schwierig, auch weil ich das gesamte Wochenende über stark war. Ich war richtig schnell", zeigt sich Bagnaia mit seiner Leistung in Silverstone zufrieden und trauert den verlorenen Punkten hinterher.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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