"Spanisches Traumgespann": Kevin Schwantz schwärmt vom Ducati-Duo 2027
Schwantz nennt Acosta und Marquez ein "spanisches Traumgespann" - Warum Acosta sogar dafür bezahlen würde, Teamkollege von Marc Marquez zu werden
Pedro Acosta und Marc Marquez bei ihrem Duell in Thailand
Foto: AFP
Hinter den Kulissen sind die großen Puzzlesteine für die MotoGP-Saison 2027 an ihre Plätze gefallen. Vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung von Ducati wird im nächsten Jahr Pedro Acosta der neue Teamkollege von Marc Marquez sein. Acosta verabschiedet sich damit von KTM.
Es wird ein Generationenduell. Marquez wird zu Beginn der kommenden Saison 34 Jahre alt sein. Acosta wird erst nach den ersten Saisonrennen seinen 23. Geburtstag feiern. Als Marquez sein WM-Debüt gab, war Acosta noch knapp drei Monate von seinem vierten Geburtstag entfernt.
Einen Vorgeschmack auf das Stallduell lieferte das Sprintrennen in Thailand. Die beiden Spanier zeigten ein enges Rad-an-Rad-Duell. Acosta ging aus diesem Zweikampf nach einer späten Strafe gegen Marquez als Sieger hervor.
Aus Sicht der Fans entsteht bei Ducati im nächsten Jahr ein "Traumteam". Das findet Ex-Weltmeister Kevin Schwantz im Gespräch mit der AS: "Definitiv ein spanisches Traumgespann für den italienischen Hersteller."
"Es wird interessant sein zu sehen, wie Marc sich erholt, denn ich glaube nicht, dass er den Saisonstart hatte, den er sich vorgestellt hatte. Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nicht, dass er bei 100 Prozent ist."
"Vielleicht ist er körperlich bei 100 Prozent, aber er ist nicht genau dort, wo er sein muss", findet der 500er-Weltmeister von 1993. "Zumindest ist es nicht der Marc, den wir aus der Vergangenheit kennen und gesehen haben."
Da die Teams noch keinen kommerziellen Vertrag mit MotoGP-Promoter MSEG abgeschlossen haben, werden keine Fahrerverpflichtungen offiziell bestätigt. Deshalb spricht auch kein Fahrer konkret über seine Zukunftspläne.
Als Acosta zuletzt in Austin, wo er auch Schwantz getroffen hat, auf die Traumteam-Aussage angesprochen wurde, hatte er eine klare Antwort bereit: "Die Zeit wird es zeigen. Ich weiß nicht, wie er darüber denkt, aber für mich ist es das auf jeden Fall."
"Es ist nicht alltäglich, dass man auf der anderen Seite der Box neben einem neunfachen Weltmeister ist, oder wie viele Titel er bis dahin gewonnen haben wird. Für mich wäre das definitiv ein Traum, der wahr würde."
Acosta betont weiter, wie besonders das ist: "Ich glaube, so einige Leute in diesem Fahrerlager, außer vielleicht seinem Bruder, würden dafür bezahlen, ein Jahr oder auch länger mit Marc als Teamkollegen zu verbringen. Warum sollte ich das nicht wollen?"
Der aktuelle KTM-Fahrer hat einen starken Start in die Saison 2026 gezeigt und war der einzige Fahrer, der in den ersten Überseerennen in der Lage war, den dominierenden Aprilias konstant Paroli zu bieten.
Mit Blick auf das Jerez-Rennen Ende April liegt er auf dem dritten Gesamtrang, hinter dem Aprilia-Duo Marco Bezzecchi und Jorge Martin, aber vor den Ducatis von Fabio di Giannantonio und Marquez.
Marquez hatte Acosta bereits Anfang März als "besonders" gelobt und ihn als herausragendes Talent unter den neuen Fahrern bezeichnet. "Acosta ist der Anführer der jüngeren Generation. Er ist etwas Besonderes", so Marquez im spanischen Radiosender Onda Cero.
"Aber eine echte Rivalität entsteht erst, wenn man in den letzten Rennen um einen Titel kämpft. Ich hoffe, noch viele weitere Rennen mit Pedro Acosta bestreiten zu können, denn er ist der Maßstab der jüngeren Generation und wird einer der Fahrer sein, die eine MotoGP-Ära prägen", ist der aktuelle MotoGP-Superstar überzeugt.
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