Stefan Bradl auf Platz 18: Plötzlich kein Grip im Vergleich zum Katar-Test

Am ersten Trainingstag für den Grand Prix in Katar kommt Stefan Bradl nicht an seine Zeiten vom Test heran - Der Grip am Hinterreifen ist deutlich schlechter

Stefan Bradl auf Platz 18: Plötzlich kein Grip im Vergleich zum Katar-Test

Nach positiv verlaufenen Testfahrten hatte Stefan Bradl am Trainingstag für den MotoGP-Saisonauftakt 2021 auf dem Losail-Circuit in Katar Rückstand. Dem Ersatzfahrer von Marc Marquez im Honda-Werksteam fehlten 1,2 Sekunden auf die Spitze. Das bedeutete im engen Feld Platz 18.

Bradl suchte nach der optimalen Abstimmung für das Rennen, weil man am letzten Testtag wegen des vielen Sandes auf der Strecke nicht vernünftig fahren konnte. "Deshalb wollten wir das heute machen", sagt der Deutsche.

Es traten aber unerwartete Schwierigkeiten auf: "Es war kein großartiger Tag, weil wir mit dem Grip Mühe hatten. Wir sind uns noch nicht sicher, warum das aufgetreten ist. Wir wissen, dass wir es besser können und müssen uns verbessern."

"Es geht um den Grip am Hinterreifen. Im Vergleich zum Test hat sich das markant verändert. Beim Test hatten wir kaum Gripprobleme. Heute gab es große Probleme. Wir müssen herausfinden, woher diese Probleme kommen."

Andere Wetterverhältnisse als beim Test

Könnte es am Grip der Dunlop-Reifen liegen? Die beiden kleinen Klassen haben vergangenes Woche drei Tage lang auf dem Losail-Circuit getestet. Jetzt teilt man sich das Wochenende mit der MotoGP. "Ich glaube nicht", vermutet Bradl andere Ursachen für den Gripverlust.

Stefan Bradl

Der Einzug in die Top 10 war für den Deutschen am Freitag nicht in Reichweite

Foto: Motorsport Images

"Das Motorrad verhält sich anders als beim Test. Tagsüber war es heißer als beim Test und am Abend war die Luftfeuchtigkeit höher als beim Test. Die anderen Fahrer konnten eine ähnliche Rundenzeit wie beim Test fahren. Das gelang auch den anderen Honda-Fahrern - außer mir."

Bradls beste Zeit beim Test lautete 1:54,4 Minuten. Am Freitag konnte er 1:54,6 Minuten nicht unterbieten. Deshalb ist seine Zielsetzung klar: "Ich möchte die Rundenzeit vom Test wiederholen. Schritt für Schritt. Wir haben keine Eile, wollen uns aber natürlich verbessern."

"Es ist nicht die beste Strecke für Honda. Das wissen wir schon lange. Man muss auf dieser Strecke sehr präzise fahren und auf der Ideallinie bleiben. Deshalb scheint Yamaha hier stark zu sein, aber auch Ducati. Am Sonntag könnten sich die Wetterverhältnisse verändern."

Während der Wind am Freitag nur moderat blies, sollte es speziell am Sonntag deutlich windiger werden. "Es kommt auch drauf an, aus welcher Richtung der Wind weht. Nach der langen Gerade beeinflusst der Wind stark den Bremspunkt für die erste Kurve", erklärt Bradl.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Bester Honda-Pilot: Pol Espargaro auf Q2-Kurs, aber zwei Mal im Kiesbett

Vorheriger Artikel

Bester Honda-Pilot: Pol Espargaro auf Q2-Kurs, aber zwei Mal im Kiesbett

Nächster Artikel

Ducati am Freitag Spitze, aber Miller macht sich "ein bisschen Sorgen"

Ducati am Freitag Spitze, aber Miller macht sich "ein bisschen Sorgen"
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Losail 1
Subevent FT2
Fahrer Stefan Bradl
Teams Repsol Honda Team
Urheber Gerald Dirnbeck