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Stefan Bradl fühlt sich als Vollzeit-Rennfahrer: "Ich gehöre auf Prototypen"

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Stefan Bradl fühlt sich als Vollzeit-Rennfahrer: "Ich gehöre auf Prototypen"
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Stefan Bradl hat nach zuletzt guten Rennen Blut geleckt - Ein Comeback als Stammfahrer würde den Deutschen reizen, aber es kommt nur die MotoGP infrage

Als Ersatz für den verletzten Marc Marquez bestritt Stefan Bradl fast die gesamte MotoGP-Saison 2020. Bei elf der 14 Rennen war der Deutsche für das Honda-Werksteam am Start. Fünfmal fuhr er in die WM-Punkteränge. Die Plätze acht in Le Mans und sieben in Portimao waren seine besten Ergebnisse.

Hat er drüber nachgedacht, wieder Vollzeit-Rennfahrer zu werden? "Ja", gibt Bradl zu. "Ich habe das Wochenende in Portimao genossen. Ich habe den Speed, die Motivation und alles. Insgesamt gesehen war es eine gute Saison für mich."

Stefan Bradl, Repsol Honda Team

Stefan Bradl, Repsol Honda Team
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Stefan Bradl, Repsol Honda Team

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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Stefan Bradl, Repsol Honda Team

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Stefan Bradl, Repsol Honda Team

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Stefan Bradl, Repsol Honda Team

Stefan Bradl, Repsol Honda Team
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

"Am Anfang war es eine große Herausforderung für mich. Es war für mich mental und physisch schwierig", gibt er im Rückblick zu, dass die spontane Berufung zum Rennfahrer nicht einfach war. Denn durch Corona stand im Frühjahr alles still.

Bradls geplantes Testprogramm wurde dadurch im Frühling auch vorerst eingestellt. Deswegen brauchte er etwas Zeit, um ab Brünn konkurrenzfähig zu werden: "Dass ich am Ende des Jahres dieses Ergebnis holen konnte, macht mich sehr glücklich. Es ist ein tolles Gefühl!"

Superbike-WM ist für Bradl keine Option

Ein Comeback als Vollzeit-Rennfahrer war für 2021 aber praktisch ausgeschlossen, da Bradl einerseits in der MotoGP bleiben will und er andererseits ein gutes Verhältnis zu Honda hat. Ein Markenwechsel kann immer schwierig sein.

Die Superbike-WM ist für den Deutschen ausgeschlossen: "Ich bin interessiert daran, in der MotoGP zu bleiben. Die Superbike-WM ist für mich momentan keine Option, weil ich mich auch als Testfahrer sehr wohl damit fühle, Prototypen zu fahren. Das ist meine Heimat."

 

Stefan Bradl

2017 fuhr Stefan Bradl mit Ten-Kate-Honda in der Superbike-WM

Foto: Honda

"Ich habe die Superbike-WM ein Jahr probiert, aber hier fühle ich mich viel besser. Ich wurde auf Prototypen geboren und habe fast meine gesamte Karriere im Grand-Prix-Sport verbracht. Mein Fahrstil ist auch dafür gemacht. Ich bin als Testfahrer happy."

"Die vergangenen Wochen und Monate habe ich gezeigt, dass nicht immer nur die Position wichtig ist, sondern der Speed und welche Rundenzeiten man fahren kann. Das ist als Testfahrer wichtig. Ich bin glücklich, mit HRC weiterzumachen, weil wir eine sehr gute Beziehung haben."

Für die viele Arbeit und auch die zuletzt guten Ergebnisse wird Bradl von Honda geschätzt. Es stand außer Frage, dass man einen anderen Testfahrer engagieren würde. Mit Andrea Dovizioso gab es nur erste Gespräche. Cal Crutchlow hatte man keinen Testfahrervertrag angeboten.

Bradl: Man fühlt sich oft eingesperrt

Dass Bradl die Saison mit einem starken Wochenende abschließen konnte, war für ihn "wie ein Befreiungsschlag". Bei 'ServusTV' gibt er zu: "Ich fühlte mich auch oft eingesperrt, speziell wenn es schwierig war - wenn man sich schwertut auf dem Motorrad und die Ergebnisse auch nicht kommen."

Stefan Bradl, Alberto Puig

Teamchef Alberto Puig steht hinter Stefan Bradl und lobt seine Leistung

Foto: Motorsport Images

"Wenn man im Repsol-Werksteam ist, dann wird von einem etwas erwartet. Man hat eines der besten Bikes auf diesem Planeten. Und dann heißt es: 'Nutz es halt einfach'. Aber dieses einfach umsetzen - keiner gibt dir die Werkzeuge, dass du es so einfach umsetzen kannst."

"Speziell in diesem Corona-Jahr habe ich mich schon oft eingesperrt gefühlt. Ich habe auch umdenken müssen. Du gehst abends ins Hotel, kommst in der Früh wieder an die Rennstrecke und hast überhaupt keine Zeit, um mal eine halbe Stunde vom Sport abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen."

"Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, weil man dranbleiben muss. Aufgeben ist keine Option. Man muss sich durchbeißen. Es geht immer weiter, auch wenn es schwierig ist. Speziell in diesem Jahr war es für mich schon so, dass ich mich eingesperrt gefühlt habe. Aber ich habe einen Weg gefunden, dass ich trotzdem zeigen konnte, dass noch etwas da ist. Das war schon eine Genugtuung für mich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP , Superbike-WM
Fahrer Stefan Bradl
Urheber Gerald Dirnbeck