Stefan Bradl: Laguna Seca und sein größter MotoGP-Erfolg
Stefan Bradl schrieb beim MotoGP-Rennen in Laguna Seca 2013 ein besonderes Kapitel seiner Karriere - Wir blicken auf seinen größten Erfolg zurück
18 Runden führte Bradl das Rennen an, bis er noch Marquez geschnappt wurde
Foto: Getty Images
Der 21. Juli 2013 ist ein Datum, das in der Karriere von Stefan Bradl einen besonderen Platz einnimmt. Beim Grand Prix der USA in Laguna Seca schrieb der damalige LCR-Honda-Pilot nämlich deutsche MotoGP-Geschichte.
Bradl startete erstmals in der Königsklasse von der Poleposition und beendete das Rennen als Zweiter hinter Ausnahmetalent und Honda-Markenkollege Marc Marquez. Es war sein erstes und einziges Podium in der MotoGP und der sportliche Höhepunkt seiner Karriere in der höchsten Motorrad-WM-Klasse.
Sensation im Qualifying: Bradl schlägt Marquez
Schon der Samstag in Kalifornien sorgte für ungläubige Blicke im Fahrerlager. Auf der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn von Laguna Seca gelang Bradl eine perfekte Runde: Mit einer Zeit von 1:21.176 Minuten sicherte er sich seine erste MotoGP-Pole, gerade einmal 0,017 Sekunden vor Marquez.
Für den Deutschen war es ein besonderer Moment, denn er setzte sich damit gegen die damals bereits etablierten Spitzenfahrer der Königsklasse durch.
Laguna Seca galt als eine der speziellsten Strecken im Kalender. Der enge Kurs mit der berühmten Corkscrew-Kurve verlangte Mut, Präzision und absolutes Vertrauen in das Motorrad. Bradl fand an diesem Wochenende im Juli der Saison 2013 genau diese Mischung aus Geschwindigkeit und Konstanz.
Kampf gegen Marquez und ein historisches Podium
Im Rennen konnte Bradl die Pole zwar nicht in seinen ersten MotoGP-Sieg umwandeln, aber er bestätigte seine starke Leistung eindrucksvoll. Hinter dem späteren Weltmeister Marc Marquez überquerte er nach 32 Runden die Ziellinie als Zweiter. Valentino Rossi komplettierte das Podium auf Rang drei.
Besonders bemerkenswert: Bradl ließ dabei zahlreiche etablierte Namen hinter sich, darunter die damaligen Titelanwärter Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo. Bradl hatte an diesem Wochenende selbst das Tempo eines Spitzenfahrers.
Nachhaltige Bedeutung für Bradls MotoGP-Karriere
Der zweite Platz von Laguna Seca war für den Deutschen mehr als nur ein gutes Ergebnis. Er war der dahin größte Moment in Bradls noch junger MotoGP-Karriere.
Nach seinem Moto2-Titel 2011 war der Schritt in die Königsklasse eine große Herausforderung gewesen. Mit LCR kämpfte Bradl meist um konstante Ergebnisse und musste sich gegen die Werkspiloten von Honda, Yamaha und Ducati behaupten.
Das Podium in Kalifornien zeigte, welches Potenzial im Deutschen steckte. Es war außerdem ein historischer Moment für den deutschen Motorradsport: Bradl beendete eine lange Durststrecke ohne deutsches MotoGP-Podium in der Königsklasse. Für ihn persönlich sollte es der erste und einzige Podesterfolg bleiben.
Doch auch wenn Bradl später kein regelmäßiger Podiumskandidat wurde und seine MotoGP-Karriere von Verletzungen, wechselnden Bedingungen und der enormen Konkurrenz geprägt war, bleibt Laguna Seca 2013 sein persönliches Meisterstück.
Der zweite Platz gegen eine Generation von Superstars wie Marquez, Rossi, Lorenzo und Pedrosa gehört zu den größten Einzelerfolgen eines Deutschen in der modernen MotoGP.
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