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"Strecke liegt uns": Yamaha-Teams in Misano geschlossen stark, aber ...

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"Strecke liegt uns": Yamaha-Teams in Misano geschlossen stark, aber ...
Autor:
Co-Autor: Valentin Khorounzhiy
13.09.2019, 16:27

Maverick Vinales, Fabio Quartararo, Valentino Rossi, Franco Morbidelli ordnen starken Yamaha-Tag ein - Unterschiedliche Ansichten zu neuen Teilen im Werksteam

Vier Yamaha-Piloten gibt es im MotoGP-Feld 2019 und am Trainingstag zum Grand Prix von San Marino in Misano fuhren alle vier in die Top 5 des Tagesergebnisses. Damit haben sowohl das Werksteam mit den Piloten Maverick Vinales und Valentino Rossi als auch das Satellitenteam von Petronas mit den Piloten Fabio Quartararo und Franco Morbidelli den starken Eindruck des Misano-Test von vor zwei Wochen bestätigt.

Fotos: MotoGP in Misano

Vinales war am Freitag mit einer im FT2 gefahrenen Rundenzeit von 1:32,775 Minuten der Schnellste. Quartararo, der an beiden Testtagen Ende August und auch im FT1 am Freitagvormittag das Tempo vorgegeben hatte, war Zweitschnellster. Rossi reihte sich als Vierter ein, Morbidelli als Fünfter. Der einzige Nicht-Yamaha-Pilot in den Top 5 des Freitagsklassements war Marc Marquez (Honda) als Drittschnellster. Sorgen angesichts der Yamaha-Performance macht sich der Tabellenführer allerdings keine.

Vinales mit bewährten Teilen fast so schnell wie beim Test

Der Tagesschnellste Vinales probierte am Nachmittag zwar kurzzeitig die neue Carbon-Schwinge an seiner M1. Für die Zeitattacke am Schluss der Session zog er aber das Bike mit der herkömmlichen Aluminium-Schwinge vor. Damit gelang ihm die Tagesbestzeit. Den neuen Auspuff hatte der Spanier am Vormittag kurz probiert, am Nachmittag gar nicht. Beide Neuerungen waren vor zwei Wochen beim Misano-Test erstmals zu sehen gewesen.

"Wir sind hier sehr konkurrenzfähig. Das ist mal das Wichtigste", bemerkt Vinales, der "fast so schnell war wie beim Test", wie er anführt. Beim zweitägigen Test war der Spanier mit einer Zeit von 1:32,576 Minuten der insgesamt Fünftschnellste gewesen. Am Freitag war er im Vergleich dazu lediglich 0,199 Sekunden langsamer

Quartararo nach Beinahe-Stürzen: "Spüre das Limit"

Quartararo, der im Tagesergebnis gerade mal 0,057 Sekunden langsamer war als Vinales, erklärt: "Ich bin langsamer als beim Test, bin damit aber nicht der einzige. Die Bedingungen waren heute nicht ganz so gut. Beim Test konnten wir wie wilde Tiere in die Kurven hineinbremsen. Das war heute nicht möglich."

Trotzdem waren die Yamaha-Teams geschlossen stark. "Diese Strecke liegt unserem Bike einfach", bemerkt Quartararo. Und so denkt der MotoGP-Rookie schon mal zwei Tage weiter: "Es wäre natürlich großartig, sollte am Sonntag einer von uns das Rennen gewinnen. Abgesehen von dem einen Sieg, den Maverick [in Assen] eingefahren hat, haben in diesem Jahr ja nur Honda, Ducati und Suzuki gewonnen."

Fabio Quartararo

Quartararo hatte am Freitag gleich mehrere Vorderradrutscher zu überstehen

Foto: LAT

Allerdings hatte Quartararo am Freitag gleich mehrere Schrecksekunden zu überstehen. Im FT1 wäre er im schnellen Rechtsknick auf der Gegengerade (Kurve 11) beinahe gestürzt. Im FT2 ging er in der Kurvenpassage 1/2 mehrmals geradeaus, um einen Sturz zu vermeiden. An dieser Stelle wurde auch Teamkollege Morbidelli gesichtet, wie er geradeaus durch die asphaltierte Auslaufzone fuhr.

"Das Vorderrad ist mir heute ein paar Mal weggerutscht. Das Positive ist aber, dass es immer mit Vorwarnung passierte und nicht urplötzlich, sodass ich gestürzt wäre", sagt Quartararo und glaubt zu wissen, wo die Grenze ist: "Ich spüre das Limit. Das ist gut."

 

Der wildeste seiner Beinahe-Stürze war jener am Vormittag in Kurve 11. "Da ist mir ein bisschen das Vorderrad weggerutscht und als ich über den Randstein kam, bin ich von den Fußrasten abgerutscht", erinnert sich Quartararo. Der 20-Jährige spricht von einem "wirklich seltsamen Moment" und atmet auf: "Zum Glück bin ich nicht gestürzt, denn das ist immerhin eine der schnellsten Kurven im gesamten Kalender."

Rossi mit "noch nicht fantastischer Balance"

Rossi, der den Trainingstag auf seiner Heimstrecke als Viertschnellster beendet hat, bezeichnet es als "besonders positiv, dass wir mit unterschiedlichen Konfigurationen in die Top 5 gefahren sind". Denn im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Vinales, der die Tagesbestzeit mit der Alu-Schwinge an seiner M1 fuhr, war Rossi in beiden Sessions durchgängig mit der neuen Carbon-Schwinge und mit dem neuen Auspuff unterwegs. Die beiden Petronas-Yamaha-Piloten hingegen fahren generell noch ohne die neuen Teile.

Valentino Rossi

Trotz P4: Rossi ist mit dem Rückstand auf die Kollegen noch nicht happy

Foto: LAT

"Insgesamt funktioniert unser Bike auf dieser Strecke richtig gut. Das Tempo auf den Longruns stimmt und auch bei der Zeitattacke lief es nicht so schlecht", fasst Rossi den Yamaha-Auftritt als Ganzes zufrieden zusammen. "Was mich persönlich betrifft", so der Routinier weiter, "müssen wir die Balance des Bikes noch ein bissen verbessern. Die ist noch nicht fantastisch, vor allem beim Beschleunigen."

"Ich bin zwar Viertschnellster, muss aber noch näher an Vinales und Quartararo herankommen", so Rossi in Anspielung auf seinen Rückstand von 0,695 beziehungsweise 0,638 Sekunden auf die beiden erwähnten Kollegen. Der Rückstand hält Rossi aber nicht davon ab, den Freitag als "insgesamt positiv" zu bewerten. "Jetzt müssen wir einfach so weitermachen", meint der erfahrene Italiener.

Carbon-Schwinge und Auspuff überzeugen Rossi - Vinales noch nicht

Was die Carbon-Schwinge und den neuen Auspuff betrifft, hat Rossi noch keine abschließende Meinung, aber zumindest eine Tendenz: "Nach dem Test war ich mir ziemlich sicher, dass beide Teile ein Fortschritt sind. An diesem Wochenende sind die Bedingungen aber andere."

"Speziell heute Morgen bot die Strecke wesentlich weniger Grip. Deshalb mussten wir mit der Abstimmungsarbeit für das Wochenende quasi wieder von vorn beginnen. Trotzdem hatte ich mit den Teilen, die ich am Bike hatte, ein gutes Gefühl. Ich denke, das ist der Weg in die Zukunft - Schritt für Schritt", tendiert Rossi zu den Neuerungen.

Maverick Vinales, Valentino Rossi

Schwinge und Auspuff: Vinales tendiert zu den alten Teilen, Rossi zu den neuen

Foto: LAT

Vinales meint dazu: "Wir brauchen noch mehr Runden, um genau zu verstehen, ob die neuen Teile wirklich besser sind. Ich hatte heute mit dem Standard-Bike ein besseres Gefühl." Der Spanier will daher kurzfristig entscheiden, ob er die neuen Teile im weiteren Verlauf des Wochenendes doch länger einsetzt oder er sich wie schon bei seiner Zeitattacke auf die herkömmliche Schwinge und den alten Auspuff konzentriert.

"Sollte es notwendig werden [die neuen Teile zu fahren], dann werde ich es versuchen", so Vinales. "Wenn ich sehe, dass Valentino damit schnell und konstant ist und einen guten Rhythmus fahren kann, dann werde ich es auch probieren. Im Moment habe ich aber mit dem Standard-Bike ein besseres Gefühl."

Und Morbidelli? Der Italiener in Diensten des Petronas-Yamaha-Teams fuhr als Fünfter am Freitag zwar ebenfalls in die Top 5, gibt aber ungeachtet dessen offen zu, dass ihm die eine schnelle Runde noch am meisten Schwierigkeiten bereitet: "Die Zeitattacke ist mein Schwachpunkt. Da muss ich mich noch verbessern."

Weitere Co-Autoren: Oriol Puigdemont. Mit Bildmaterial von LAT.

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