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Suzuki in Katar: Mir lobt "gute Basis" - neues Chassis mit Vor- und Nachteilen

"Wir sind nicht weit weg", sagt MotoGP-Champion Joan Mir nach den ersten beiden Testtagen in Katar - Woran er und Suzuki-Teamkollege Alex Rins arbeiten

Suzuki in Katar: Mir lobt "gute Basis" - neues Chassis mit Vor- und Nachteilen

Den ersten von zwei MotoGP-Wintertests in Katar beendete das Suzuki-Duo mit Weltmeister Joan Mir und Teamkollege Alex Rins auf den Plätzen acht (+0,575 Sekunden) und zehn (+0,718). Während Mir den Tag vorzeitig abschloss, erwischte Rins eigenen Angaben zufolge keine freie fliegende Runde.

"Wir haben natürlich versucht, mit dem weichen Reifen eine Zeitattacke zu starten", erklärt er. "Aber ich hatte etwas Pech. Der erste Reifen fühlte sich nicht so gut an, ich hatte einige Rutscher. Mit dem zweiten Reifen ging es besser. Ich lief jedoch auf einen Fahrer auf und hatte einen kleinen Fehler, als ich ihn überholte."

Trotz des Rückstands und eines späten Sturzes in Kurve 2 ist Rins mit dem ersten Test zufrieden. "Ich denke, wir befinden uns auf einem guten Weg", sagt der Suzuki-Pilot. "Wir haben viele Dinge ausprobiert, darunter auch den neuen Motor für 2022."

Mir: "Es ist normal, schon für 2022 zu arbeiten"

Weil die Motorenentwicklung für 2021 eingefroren ist, hat Suzuki schon damit begonnen, an der Spezifikation für das kommende Jahr zu arbeiten. Rins hält fest: "Der Motor hat sich recht ähnlich angefühlt, nur mit etwas mehr Geschwindigkeit auf der Geraden, was gut ist. Danach haben wir ja bereits im Vorjahr gesucht."

Auf die Frage, ob diese Vorarbeit womöglich von der Vorbereitung auf die aktuelle Saison ablenke, sagt der Spanier nur: "Nein. Wir haben ja genug Testtage." Und auch MotoGP-Champion Mir meint: "Es ist normal, schon für 2022 zu arbeiten. Einen Motor baut man ja nicht in ein paar Stunden. Das braucht viel Zeit und Verständnis."

Deshalb sei es richtig, so früh wie möglich damit zu beginnen, "um am Ende einen guten Kompromiss zu finden", weiß Mir. "Gleichzeitig ist es aber natürlich genauso wichtig, für diese Saison zu arbeiten." Und genau das tut Suzuki.

Neues Suzuki-Chassis mit gemischtem Feedback

So verrät der Weltmeister nach dem zweiten Testtag: "Wir haben heute ein neues Chassis ausprobiert und wir haben verschiedene Teile der Elektronik ausprobiert, um ein bisschen mehr zu verstehen, was funktioniert und was nicht. Wir haben auch die verschiedenen Reifen ausprobiert. Ich bin mit der Leistung und der Rundenzeit recht zufrieden, denn wir sind nicht weit weg. Wir haben eine gute Basis."

In Bezug auf das neue Chassis, dass "keine Revolution" sei, sieht Mir Vor- und Nachteile. "Es war ein bisschen besser beim Handling, aber in einigen anderen Bereichen wie zum Beispiel beim Bremsen ist es nicht so gut. Daran müssen wir arbeiten und wissen, ob wir es mit dem Setting beheben können oder nicht."

Suzuki GSX-RR

Keine Revolution, aber eine Weiterentwicklung ist das neue Chassis

Foto: Motorsport Images

Um das herauszufinden, wolle er die drei kommenden Testtage - ebenfalls in Katar - nutzen. Da sich das Motorrad im Vergleich zum Vorjahr nicht stark verändert habe, gehe es vor allem darum, "an den kleinen Dingen zu arbeiten und unsere Schwächen zu verbessern", so Mir, "etwa was die fliegende Runde betrifft."

Holeshot Device 2.0 bei Suzuki noch nicht aktiv

Suzuki arbeite deshalb "an ein paar Einstellungen, um unsere Performance auf frischen Reifen zu verbessern", erklärt der Spanier. Auf eine Rennsimulation will er bis zum Ende der Tests warten: "Bis dahin haben wir das bestmögliche Set-up erarbeitet."

Angesprochen auf das Holeshot Device, das Suzuki bis dato zwar am Start, nicht aber während der Fahrt verwenden konnte, sagt Mir: "Wenn es jeder benutzt und es funktioniert, dann müssen wir Suzuki dazu drängen, es auch zu tun. Ich erinnere mich, dass Ducati die ersten waren, die es als Starthilfe nutzten, und wir es ein paar Rennen später ebenfalls hatten. Also schätze ich, wir müssen abwarten."

"Wir haben es im Moment nicht. Aber unsere Startvorrichtung funktioniert gut und bringt gute Leistungen. Und die MotoGP bedeutet, sich immer weiter zu verbessern. Wenn wir es brauchen, werden wir es also ergänzen", stellt der Suzuki-Pilot klar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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