Suzuki passt Strategie an: Fährt MotoGP-Weltmeister Joan Mir damit zum Sieg?

Die Erkenntnisse vom ersten Katar-Rennen sollen beim zweiten Lauf helfen: Joan Mirs Elektronik-Ingenieur spricht exklusiv über die neue Strategie für Sonntag

Suzuki passt Strategie an: Fährt MotoGP-Weltmeister Joan Mir damit zum Sieg?

Beim Saisonauftakt der MotoGP zeigte Weltmeister Joan Mir eine starke Leistung. Aus der vierten Startreihe kämpfte sich der Titelverteidiger durch das Feld und war auf Kurs zu Platz zwei. Eine nicht ganz perfekte Linie in der letzten Kurve und der Topspeed-Nachteil der Suzuki kosteten Mir beim Sprint zur Ziellinie zwei Positionen. Doch für das zweite Rennen sollte man den Spanier zu den Kandidaten für den Sieg zählen.

Claudio Rainato, Joan Mirs Elektronik-Ingenieur, gibt im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' einen Einblick, wie Suzuki das zweite Rennen angehen möchte. Laut Rainato muss Mir seine Qualifying-Performance steigern und zu Rennbeginn härter attackieren.

"Wir müssen das Qualifying verbessern, um in der Startaufstellung weiter vorne zu stehen. Das ist etwas, auf das wir uns monatelang konzentriert haben. Wir möchten, dass Joan in dieser Saison regelmäßig aus der zweiten Reihe startet", nennt Rainato die erste Hürde, die es am bevorstehenden Wochenende zu meistern gilt.

Joan Mir

Joan Mir musste beim Saisonauftakt von der zehnten Position starten

Foto: Motorsport Images

Neben einem besseren Qualifying sieht Joan Mirs Elektronik-Ingenieur auch noch bei der Rennstrategie Potenzial. "Wir müssen die Reifen stärker rannehmen. Ich denke, dass es diesbezüglich noch ein bisschen Luft gibt", lässt der Suzuki-Ingenieur durchblicken.

"Das war der Schlüssel im Rennen am Sonntag. Deshalb haben wir uns in der Vorsaison sehr stark darauf konzentriert", spricht Rainato über den Umgang mit den Reifen. Die Erkenntnisse des ersten Rennens sind diesbezüglich extrem wertvoll.

"Das Limit der Reifen war nicht eindeutig. Wenn man etwas riskiert, dann kann das auch schiefgehen. Das war bei einigen Fahrern der Fall", kommentiert Rainato. "Jetzt verfügen wir über die Information, weil er 22 Runden am Stück fuhr. Doch zuvor hatten wir diese Info nicht. Wenn er härter gepusht hätte, dann wäre das ein Glücksspiel gewesen. Aber ja, ich denke, er hätte härter attackieren können."

Der Plan für das zweite Rennen besteht also darin, weiter vorne zu starten und wenn möglich einen Ausreißversuch zu starten, um auf der Zielgeraden nicht wieder überholt zu werden. Eine ähnliche Strategie verhalf Yamaha-Pilot Maverick Vinales zum Sieg. Doch Vinales startete drei Reihen weiter vorn als Mir.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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