Takaaki Nakagami erklärt: Welche Probleme er mit der Honda RC213V hat

Im Vergleich zu 2020 mischt Takaaki Nakagami in Spielberg nicht im Spitzenfeld mit - Er erklärt die Probleme der RC213V und gibt zu, dass man bisher keine Lösung hat

Takaaki Nakagami erklärt: Welche Probleme er mit der Honda RC213V hat

Takaaki Nakagami wartet weiterhin auf seinen ersten Podestplatz in der MotoGP. Im vergangenen Jahr scheiterte er mit der Honda RC213V Jahrgang 2019 mehrmals knapp. In der Saison 2021 hat er aktuelles Werksmaterial zur Verfügung. Ein vierter und ein fünfter Platz waren seine bisher besten Ergebnisse.

Nach elf Grands Prix hält der Japaner mit 55 WM-Punkten Platz zwölf in der Weltmeisterschaft. Im vergangenen Jahr hatte Nakagami nach elf Rennen 92 Zähler auf dem Konto. Bemerkenswert ist der Vergleich zwischen den Spielberg-Rennen 2020 und 2021.

Beim zweiten Österreich-Rennen 2020 war Nakagami beim Rennabbruch Zweiter. Da er für den Neustart keinen frischen Hinterreifen hatte, konnte er dieses Ergebnis nicht halten. Die Performance war aber dennoch besser als 2021, wo er aus eigener Kraft nicht in die Nähe des Podiums kam.

Warum dieser Rückschritt? "Es sind viele Dinge", meint der Japaner. "Ich kann nicht sagen, dass ich mit dem Motorrad ein wirklich gutes Gefühl habe. Es liegt auch an der Elektronik, ich weiß es nicht genau. Das Hinterrad dreht immer stark durch. Deswegen überhitzt der Reifen sehr schnell."

"Wenn die Performance des Reifens nachlässt, kann ich nichts mehr tun. Die Rundenzeiten werden immer langsamer und langsamer. Das ist schwierig zu kontrollieren und zu managen. Deshalb ist es schwierig, die Rundenzeiten zu halten. Das ist unser Hauptproblem."

Takaaki Nakagami

Nach elf Rennen hat der Japaner deutlich weniger WM-Punkte als im Vorjahr

Foto: Motorsport Images

Alle Honda-Fahrer haben mit wenig Grip am Hinterrad zu kämpfen. Mittlerweile fahren Marc Marquez, Pol Espargaro, Alex Marquez und Nakagami mit etwas unterschiedlichen Spezifikationen und Set-ups, denn Honda probiert in alle Richtungen etwas.

"Nach den Trainings besprechen wir alles mit dem Team. Ich erkläre alles. Wir haben das Problem identifiziert und wissen, wo wir verlieren. Aber wir haben noch keine Lösung dafür gefunden. Das ist das Hauptproblem", hält Nakagami fest.

"Im Qualifying bin ich um eine Zehntelsekunde schneller gefahren als am ersten Spielberg-Wochenende, aber das Gefühl war gleich. Man kommt sehr schnell ans Limit. Ich hatte kein Vertrauen, um mit der Spitzengruppe mithalten zu können."

"Im Vorjahr hatte ich mehr Vertrauen zum Motorrad und ich hatte das Gefühl, dass ich um das Podest kämpfen konnte. Aber jetzt waren diese beiden Wochenenden sehr schwierig. Wir versuchen eine Lösung zu finden, aber momentan wissen wir nicht, wie wir uns verbessern können."

Die Hoffnung liegt auf dem Grand Prix von Großbritannien, wo zum letzten Mal 2019 gefahren wurde. 2017 hat Nakagami dort das Moto2-Rennen gewonnen. "Schauen wir mal, wie es in Silverstone auf einer anderen Strecke läuft. Bei anderen Temperaturen könnte es auch anders sein", macht er sich Hoffnung. "Wir müssen einfach weitermachen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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