Tardozzi zum Kampf mit Aprilia: "Die Fahrer machen den Unterschied"
Nur 24 Punkte trennen die Top 5 der WM-Tabelle - Davide Tardozzi erklärt, warum die Fahrer am Ende den Unterschied zwischen Aprilia und Ducati ausmachen
Der WM-Kampf ist in der Saison 2026 so spannend wie lange nicht
Foto: Getty Getty
Die erste Saisonhälfte der MotoGP-Saison 2026 wurde vom Duell Aprilia gegen Ducati geprägt. Aprilia hat sechs Grands Prix gewonnen und Ducati fünf. Die Ausgeglichenheit zeigt sich auch in der Herstellerwertung. Aprilia führt mit elf Punkten Vorsprung vor Ducati.
Laut Ducati-Teammanager Davide Tardozzi sind die beiden Motorräder auf Augenhöhe. Je nach Strecke hat die eine oder andere Marke kleine Vorteile. Den Unterschied machen letztlich die Fahrer.
"Zu Beginn der Saison gab es ein paar unglückliche Vorfälle für uns, genauso wie es unglückliche Vorfälle für unsere Gegner in der zweiten Phase des ersten Saisonabschnitts gab", so Tardozzi gegenüber Sky Italien.
In der WM-Tabelle befinden sich die ersten fünf Fahrer innerhalb von 24 Punkten. Mit Jorge Martin, Ai Ogura und Marco Bezzecchi sind es drei Aprilia-Fahrer sowie mit Marc Marquez und Fabio di Giannantonio zwei Ducati-Fahrer.
"Deshalb glaube ich", so Tardozzi über den spannenden WM-Kampf, "dass die Motorräder in etwa gleichwertig sind, und meiner Meinung nach wird das bis zum Ende der Saison so weiterlaufen."
"Wobei auf einigen Strecken, wie sicherlich in Silverstone, Aprilia aufgrund der Eigenschaften dieser Strecke etwas im Vorteil sein wird, so wie wir auf anderen Strecken vielleicht im Vorteil sein werden."
"Deshalb glaube ich, dass die Motorräder in diesem Moment gleichwertig sind und die Fahrer den Unterschied ausmachen. Dann können bestimmte Momente von Glück und Unglück den Unterschied beim Gewinn der Meisterschaft ausmachen."
Konstanz ist ein Faktor. Aus Ducati-Sicht war vor allem Di Giannantonio der fleißige Punktesammler. Der Sturz am Sachsenring war bislang sein einziger Ausfall in einem Grand Prix.
"Es ist wirklich schade für Di Giannantonio, denn er hat aus Konstanz und Speed in diesem ersten Saisonabschnitt sein Markenzeichen gemacht und lag zurecht auf dem dritten Platz in der Meisterschaft."
"Ehrlich gesagt habe ich mit dem Sturz nicht gerechnet, denn ich war mir fast sicher, dass 'Diggia' um das Podium kämpfen und es auch aufs Podium schaffen würde. Das tut mir leid, denn sonst wäre er in der WM Zweiter oder vielleicht sogar Erster."
Somit verbesserte sich Marc Marquez mit dem Sieg im Sprint und im Grand Prix auf dem Sachsenring auf WM-Platz drei. Nach Mugello, dem siebten Rennwochenende, lag er 102 WM-Punkte hinter der Spitze.
"Obwohl wir vor wenigen Rennen noch einen Rückstand von 102 Punkten hatten, ist es uns gelungen, auf dem Boden zu bleiben, gut zu arbeiten und zu versuchen, das Motorrad zu verbessern."
"Es besteht weiterhin Bedarf", sagt Tardozzi, "es noch weiter zu verbessern, und ich glaube, dass Gigi und seine Leute in der Urlaubszeit bereits darüber nachdenken, den Fahrern für den zweiten Teil der Saison noch etwas mehr zu bieten."
Nach der Sommerpause geht es im August zunächst mit Silverstone weiter, gefolgt vom MotorLand Aragon, einer Paradestrecke für Marc Marquez. Im September geht es weiter nach Misano und Spielberg, bevor die Überseetour in Asien beginnt.
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