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Tech3 bleibt MotoGP-Partner von KTM: Das hat Günther Steiner überzeugt

Günther Steiner sprach mit mehreren Herstellern - Am Ende fiel die Entscheidung auf KTM - Bezüglich Fahrern und Sponsoring gibt es noch keine Antworten

Tech3 bleibt MotoGP-Partner von KTM: Das hat Günther Steiner überzeugt

Tech3 bleibt in der MotoGP das Partnerteam von KTM

Foto: KTM KTM

Das französische Tech3-Team bleibt auch unter den neuen Besitzern rund um CEO Günther Steiner ein Partner von KTM. Im Rahmen des Grand Prix von Katalonien wurde ein neuer Vertrag für die MotoGP-Saison 2027 und darüber hinaus vereinbart. In der Pressemitteilung wird von einer "mehrjährigen" Vereinbarung gesprochen.

In den vergangenen Wochen sprach Steiner auch mit anderen Herstellern. Vor allem Honda galt als möglicher Partner. "Ich habe mit einigen Herstellern gesprochen", bestätigt Steiner, "um zu sehen, was möglich ist."

"Aber auch um ein Gespür dafür zu bekommen, wie es um die Zusammenarbeit steht, denn die MotoGP ist für mich Neuland, und das gebe ich offen zu. Ich bin kein Experte, ich lerne jeden Tag dazu und werde das auch weiterhin tun."

"Ich habe mit einigen Herstellern gesprochen, und am Ende sind wir bei KTM geblieben, weil es erstens eine Beziehung gab, die sehr solide war, und zweitens wegen der Entschlossenheit dieser Leute."

Seit 2019 ist Tech3 das Partnerteam von KTM. Damals entschied sich Herve Poncharal dazu, von Yamaha zur österreichischen Marke zu wechseln. Miguel Oliveira gewann für das Team zwei Grands Prix.

Seit 1. Januar 2026 führt Steiner den Rennstall mit einer Investorengruppe und prüfte mögliche Zukunftsszenarien. Die Verlängerung der Partnerschaft mit KTM war das erste wichtige Puzzleteil. Weitere wichtige Entscheidungen werden folgen.

"Als Günther das Tech3-Team übernommen hat", sagt KTM-CEO Gottfried Neumeister, "hatte er alle Optionen auf dem Tisch - einschließlich der Möglichkeit, einen anderen Hersteller zu wählen."

"Dass er sich dazu entschieden hat, mit KTM weiterzumachen, bedeutet uns allen sehr viel. Günther ist ein sehr unkonventioneller Teamchef, das war er schon immer. Er ist ein Pionier, ein unabhängiger Denker."

"Er hat seinen Ruf damit aufgebaut, Dinge anders zu machen, und genau das tun wir auch bei KTM. Wir bauen nicht nur Motorräder, um Rennen zu gewinnen. Wir wollen das Establishment herausfordern, wir wollen neue Wege gehen."

"Deshalb bin ich wirklich überzeugt: Es ist eine großartige Sache, dass wir unsere Arbeit fortsetzen und das nächste Kapitel aufschlagen", so Neumeister. Für KTM war es sehr wichtig, das Partnerteam zu halten.

Ein Partnerteam ist für KTM sehr wichtig

Denn mit nur zwei Motorrädern hätte man viel weniger Daten sammeln können und hätte im Vergleich zur Konkurrenz einen wesentlichen Nachteil. Deshalb betonte Pit Beirer jüngst, dass "man um Tech3 kämpfen will".

"Es ist wirklich grundlegend, mit vier Motorrädern zu arbeiten", betont der KTM-Motorsportchef. "Man ist einfach viel stärker, wenn man sich auf vier Motorräder, vier Fahrer, aber auch vier Crewchiefs und alle Techniker dahinter verlassen kann."

Gottfried Neumeister, Günther Steiner

KTM-CEO Gottfried Neumeister und Tech3-CEO Günther Steiner

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

"Daher wäre es für uns wirklich nicht komfortabel gewesen, mit nur zwei Motorrädern in die Zukunft zu gehen. Aber natürlich mussten wir andererseits auch Günther und seinem Team die Zeit lassen, wirklich alle Optionen zu prüfen."

"Jetzt bin ich sogar noch glücklicher, weil wir keinerlei Druck gemacht haben. Wir haben klar gesagt: Schaut euch alle Optionen an. Aber wir haben auch klar unser Angebot auf den Tisch gelegt und deutlich gemacht, wie wir uns das vorstellen."

"Es ging immer darum, wie wir die Performance steigern können. Das ist alles, was wir wollen. Und auch Günther, der verschiedene Optionen hatte: Man will ein Motorrad, das performt, und dafür müssen wir zusammenarbeiten, das ist ganz klar."

Und genau das war die Grundlage für Steiners Entscheidung, mit KTM die Zukunft zu planen. "Wir wollen gewinnen, sie wollen gewinnen, sie brennen darauf, zu gewinnen", sagt der Südtiroler.

Pit Beirer, Gottfried Neumeister, Günther Steiner, Nicolas Goyon

Die Zusammenarbeit wurde bei einer Pressekonferenz in Barcelona bestätigt

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

"Und genau das hat mich überzeugt: das Engagement von Gottfried und Pit. Sie haben gesagt: Wir wollen das, und wir wollen euch nicht einfach nur als Satelliten-Team - wir wollen mit euch zusammenarbeiten."

"Mit dem Team wollen wir vorwärtsgehen, und hoffentlich gewinnen wir. Für uns ist es schön, auf dem Podium zu stehen, vielleicht auch ein Rennen zu gewinnen. KTM will die Weltmeisterschaft gewinnen, und wir wollen dazu beitragen."

"Sie haben schwierige Zeiten hinter sich, aber sie sind wieder auf den Beinen und wollen durchstarten. Wir wollen Teil dieses Aufbruchs sein, und sie haben uns die besten Voraussetzungen gegeben, um erfolgreich zu sein."

Steiner muss weitere wichtige Entscheidungen treffen

Nun muss Steiner die nächsten Entscheidungen treffen. Das betrifft einerseits die Fahrer. KTM hat sowohl auf Maverick Vinales als auch auf Enea Bastianini eine Option für 2027.

Jüngste Gerüchte im MotoGP-Paddock bringen Bastianini mit Trackhouse-Aprilia in Verbindung. Steiner will sich momentan noch nicht darauf festlegen, welche Fahrer 2027 für Tech3 an den Start gehen werden.

Er betont jedoch, dass man die Entscheidung gemeinsam mit KTM treffen wird: "Das ist das Wesen einer Partnerschaft: Man spricht miteinander, und wenn die richtige Lösung da ist, kommt man in der Regel zur gleichen Schlussfolgerung."

Günther Steiner

Günther Steiner muss nun weitere wichtige Entscheidungen treffen

Foto: Getty Images AsiaPac

"Vor allem, wenn man etwas gemeinsam erreichen will", so Steiner. Ein weiterer Punkt betrifft das Sponsoring. Derzeit ist Red Bull neben dem Werksteam auch der Hauptsponsor von Tech3.

Ob der Energydrink-Konzern aber auch 2027 das zweite Team sponsern wird, ist momentan offen. "Das wissen wir noch nicht, wir arbeiten an vielen Dingen", sagt Steiner. "Aber die Grundlage steht jetzt, also können wir jetzt darauf aufbauen."

"Wir müssen unseren Weg finden, denn ich sage immer, das ist Neuland für mich. Und ich entscheide nicht nur für mich selbst, sondern für Investoren, für das Team, und versuche, die beste Lösung zu finden."

"Wenn Red Bull also die beste Lösung ist, bleiben wir bei Red Bull - oder ob Red Bull bei uns bleiben will, ist eine andere Frage. Das kann ich momentan nicht beantworten. Aber wir haben noch etwas Zeit, da ist keine Dringlichkeit."

Tech3 ist zudem mit einem eigenen Team in der Moto3-Klasse vertreten. Das soll laut Steiner auch in Zukunft so bleiben: "Ja, auf jeden Fall bleiben wir in der Moto3, das ist das Nächste, was wir klären müssen. Aber eines ist sicher: Wir bleiben in der Moto3."

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