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Tech3 hadert mit Saisonstart: "Wir hatten mehr erwartet"

Tech3 hatte sich vom Start in die MotoGP-Saison 2026 deutlich mehr versprochen - Nicolas Goyon erklärt, warum vor allem Vinales' Verletzung das Team zurückwarf

Tech3 hadert mit Saisonstart: "Wir hatten mehr erwartet"

Vor allem die Verletzung von Maverick Vinales bremste Tech3 aus

Foto: Getty Getty

Beim KTM-Kundenteam Tech3 hatte man sich den Start in die MotoGP-Saison 2026 deutlich einfacher vorgestellt. Teammanager Nicolas Goyon spricht offen von einer "durchwachsenen" ersten Saisonphase und macht vor allem die schwierige Situation rund um Maverick Vinales verantwortlich.

"Um ehrlich zu sein, hatten wir erwartet, zu Saisonbeginn etwas stärker zu sein", erklärt Goyon im Gespräch mit Motorsport.com, Partnerseite von Motorsport-Total.com.

Nach einer komplizierten Saison 2025 habe man eigentlich gehofft, mit mehr Stabilität in das neue Jahr zu starten. Besonders Vinales habe im Vorjahr eine Schlüsselrolle gespielt: "Maverick war wirklich die treibende Kraft des gesamten KTM-Projekts."

Nach 2025 waren die Erwartungen höher

Während Pedro Acosta und Brad Binder zunächst Schwierigkeiten mit der KTM hatten und Enea Bastianini nach seinem Ducati-Wechsel Anpassungsprobleme zeigte, sei Vinales derjenige gewesen, der das Projekt vorangebracht habe. Selbst KTM-Motorsportchef Pit Beirer habe intern betont, wie wichtig die erste Saisonhälfte 2025 gewesen sei.

Der Wendepunkt kam jedoch mit Vinales' Verletzung am Sachsenring. "Die zweite Saisonhälfte war ein ständiges: 'Ich komme zurück, nein, doch noch nicht bereit'", beschreibt Goyon die schwierige Reha-Phase des Spaniers, die sich auch 2026 fortsetzt.

Zwar habe das Team gehofft, dass Vinales im aktuellen MotoGP-Jahr wieder komplett fit antreten würde, doch schon früh in der Saison seien erneut Probleme aufgetreten.

Darum zog sich Vinales' Genesung so lange hin

Nach Beschwerden über Schulterschmerzen stellte sich heraus, dass eine Schraube aus der Operation nach dem Deutschland-Grand-Prix Probleme verursachte. "Die Ärzte empfahlen, die Schraube zu entfernen", sagt Goyon. Bei der anschließenden Operation sei zusätzlich eine Fibrose im Gelenk entdeckt worden.

"Sie mussten die komplette Schulter reinigen. Das Problem ist: Sobald man am Gelenk arbeitet, verlängert sich die Rehabilitationszeit deutlich." Eigentlich sollte Vinales direkt nach Austin zurückkehren, doch daraus wurde nichts. Nun peilen der Spanier und Tech3 ein Comeback am Wochenende in Barcelona an.

Während Vinales' Abwesenheit wurde in den vergangenen Wochen Bastianini umso wichtiger. Der Italiener hatte zunächst ebenfalls Probleme, scheint inzwischen aber den richtigen Weg gefunden zu haben. Besonders Austin bewertet Goyon als Befreiungsschlag. "Dort hat er offenbar ein Set-up und eine Balance gefunden, die zu ihm passen."

Was Tech3 braucht: Zwei fitte, starke Fahrer

Das Sprintpodium - Platz drei nach einer Strafe gegen Acosta - und Rang sechs im Hauptrennen hätten dem Team neuen Mut gemacht. Auch in Jerez habe Bastianini überzeugt. "Wir hoffen, dass wir mit Enea jetzt den richtigen Ansatz gefunden haben."

Dennoch bleibt die Grundproblematik bestehen: Nie waren beide Tech3-Fahrer zeitgleich in Topform. "Auf dem Papier haben wir ein wirklich starkes Team", betont Goyon. "Aber bislang hatten wir nie beide Fahrer gleichzeitig auf ihrem besten Niveau." Genau das müsse sich ändern, um künftig konstant vorne mitzufahren.

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