Technische Defekte bei Aprilia: Aleix Espargaro "mehr frustriert als je zuvor"

Aprilia erlebt in Le Mans ein absolutes Debakel: Aleix Espargaro muss seine Maschine in aussichtsreicher Position abstellen, Lorenzo Savadori ereilt das gleiche Schicksal

Technische Defekte bei Aprilia: Aleix Espargaro "mehr frustriert als je zuvor"

Aprilia-Pilot Aleix Espargaro hatte gute Chancen, beim Frankreich-Grand-Prix in Le Mans das nächste Top-6-Ergebnis einzufahren und seine Platzierung in der Meisterschaft weiter zu festigen oder sogar zu verbessern. Doch in Runde 16 war das Rennen des Spaniers vorzeitig beendet. "Es war ein technisches Problem", bemerkt Espargaro, will aber nicht näher auf die Ursache eingehen.

"Ich bin sehr frustriert, mehr als je zuvor", ärgert sich der Aprilia-Pilot, der auf Position sechs lag, als die Technik schlapp machte. "Es ist sehr schade, dass wir diese Punkte verloren. Wir hätten ziemlich einfach in die Top 5 oder Top 6 fahren können."

"Das wäre wichtig gewesen, weil viele Fahrer um uns herum Fehler machten. Wir verpassten die Chance, Le Mans mit beinahe 50 Punkten zu verlassen. Das wäre eine ordentliche Anzahl an Punkten gewesen", trauert Espargaro den Punkten hinterher.

Aleix Espargaro im Nassen stärker als erwartet

Nach anfänglichen Problemen lief es für Espargaro in Le Mans gut. "Ich hatte einen sehr schwierigen Starts in Wochenende. Am Samstag gab es ein Problem mit dem Motor. Zudem stürzte ich zwei Mal. Wir starteten von Position 13", berichtet er.

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro machte nach dem Motorradwechsel viele Positionen gut

Foto: Motorsport Images

"Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Im Trockenen fühlte ich mich beim Start sehr gut", schildert Espargaro. "Vor dem Regen holte ich Marquez und Nakagami ein. Rins war ein bisschen schneller, fuhr aber bereits auf der vierten oder dritten Position. Ich war sehr zuversichtlich."

"Als der Regen einsetzte, war ich ziemlich verärgert. Ich wechselte aufs Regenmotorrad und verlor in der ersten Runde damit viele Positionen. Doch dann fühlte ich mich auf einmal zum ersten Mal seit vielen Jahren stark im Regen. Ich überholte Valentino (Rossi), (Iker) Lecuona, (Danilo) Petrucci, meinen Bruder (Pol Espargaro) und (Maverick) Vinales. Ich überholte viele Fahrer innerhalb von zwei Runden", staunt Espargaro.

Am Montag möchte sich Espargaro am Unterarm operieren lassen, um die Armpump-Problematik in den Griff zu bekommen. In Le Mans spürte Espargaro keine Schmerzen, doch mit Blick auf Mugello möchte er nicht von der Operation abrücken. "Ich sorge mich um Mugello. Wir verloren viele Punkte und müssen diese in Mugello aufholen", bemerkt er.

Lorenzo Savadori kratz an den Top 10 und scheidet aus

Teamkollege Lorenzo Savadori erlebte in Le Mans sein bisher bestes MotoGP-Wochenende. Im Nassen war der Italiener stark unterwegs. In Runde elf kratzte Savadori bereits an den Top 10. Doch dann war das Rennen auf Grund eines technischen Problems vorzeitig vorbei.

Lorenzo Savadori

Lorenzo Savadori zeigte in Le Mans eine beachtliche Steigerung

Foto: Motorsport Images

"Beim Start des Rennens verlor ich ein paar Positionen, weil ich mit einem anderen Fahrer kollidierte. Als der Regen kam, versuchte ich, den Rückstand zu verringern. Ich hatte Erfolg und fuhr gute Rundenzeiten. Doch ein technisches Problem zwang mich, das Rennen aufzugeben", kommentiert Savadori.

"Es war ein wichtiges Wochenende für mich. Ich fuhr zum ersten Mal bei diesen Bedingungen in der MotoGP und entwickelte mich weiter", berichtet der Italiener, der in zwei Wochen erstmals auf heimischem Boden ein MotoGP-Wochenende bestreiten wird.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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